Im Rahmen der Verleihung des European Real Estate Brand Awards am 25. Juni 2026 wurde die Vienna AirportCity im Bereich „Business Campus Austria“ prämiert. Die auf einer jährlichen Markenwertstudie des European Real Estate Brand Institute basierende Auszeichnung ging damit an das gewerbliche Immobilienareal am Flughafen Wien-Schwechat.
Parallel dazu erhielt Wolfgang Scheibenpflug, der den Geschäftsbereich Immobilien- und Standortmanagement der Flughafen Wien AG leitet, eine persönliche Auszeichnung als Führungspersönlichkeit des Jahres in dieser Kategorie. Auf dem Gelände des Flughafen-Hubs sind laut Unternehmensangaben aktuell mehr als 250 Betriebe angesiedelt, die insgesamt über 23.000 Arbeitsplätze umfassen.
Das Standortmanagement verzeichnet eine fortlaufende Bautätigkeit auf dem Areal, um der Nachfrage nach Büro- und Gewerbeflächen im direkten Umfeld des Flugbetriebs zu begegnen. Das bestehende Gebäude Office Park 4 verfügt über rund 26.000 Quadratmeter Büro- und Konferenzflächen. Aufgrund der Auslastung befindet sich derzeit ein Erweiterungsbau unter dem Namen Office Park 4 NEXT in der Umsetzungsphase, der bis zum Jahr 2028 zusätzliche 17.000 Quadratmeter Nutzfläche bereitstellen soll. Neben den reinen Büroflächen verfügt der Campus über angegliederte Infrastruktureinrichtungen wie Hotels, Gastronomiebetriebe, ein Fitnesscenter sowie Schulungs- und Gesundheitseinrichtungen.
Immobilienanalysten betrachten die Ausweitung von Gewerbeparks an internationalen Verkehrsknotenpunkten als gängige Praxis von Flughafenbetreibern, um die Einnahmen aus dem Nicht-Aviation-Geschäft zu stabilisieren. Diese Diversifikation dient als Absicherung gegen konjunkturelle Schwankungen im volatilen Passagier- und Frachtluftverkehr. Kritische Stimmen weisen jedoch darauf hin, dass die langfristige Rentabilität von großflächigen Bürokomplexen im Peripheriebereich von Großstädten zunehmend durch den anhaltenden Trend zu Homeoffice-Modellen und virtuellen Konferenzen beeinflusst wird. Die Auslastung künftiger Ausbaustufen hängt somit maßgeblich von der Bereitschaft von Großunternehmen ab, administrative Einheiten dauerhaft an Verkehrsknotenpunkten außerhalb der Stadtkerne anzusiedeln.