Vida warnt: Ängste bleiben, Tourismus-Beschäftigte gehen

Logos von ÖGB und Vida (Foto: Jan Gruber).
Logos von ÖGB und Vida (Foto: Jan Gruber).

Vida warnt: Ängste bleiben, Tourismus-Beschäftigte gehen

Logos von ÖGB und Vida (Foto: Jan Gruber).
Werbung

Ohne Fixkostenzuschuss für Beschäftigte und Perspektive für bessere Arbeitsbedingungen werde Branche Mitarbeiter nicht halten können.

„Mit der vierten Corona-Welle droht die nächste Abwanderungswelle von Beschäftigten in der Gastronomie und Hotellerie. Die Kolleginnen und Kollegen haben Angst, dass sie in den nächsten Wochen ihren Job verlieren oder wieder Lohneinbußen in Kauf nehmen müssen und schauen sich nach anderen Möglichkeiten um“, warnt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft Vida.

Der Gewerkschafter ist irritiert von den Forderungen der Arbeitgeber in diversen Medien nach finanzieller Unterstützung durch die Bundesregierung, auch wenn er Verständnis dafür zeigt, dass die Betriebe Planungssicherheit brauchen und es wahrscheinlich nicht ohne Unterstützungsleistungen geht, wenn die Gäste ausbleiben sollten. „Die Sorgen und Existenzängste der Beschäftigten auf der anderen Seite waren der Regierung bisher aber immer völlig egal und so wie es ausschaut, ändert sich daran nichts“, so Tusch und verweist auf den bereits im Frühjahr geforderten jedoch weiterhin ausbleibenden Fixkostenzuschuss für Beschäftigte. 

Kommt der Fixkostenzuschuss nicht, sei die Abwanderung von Mitarbeitenden vorprogrammiert. Dabei könne sich die Tourismus-Branche keine weitere Abwanderung von Beschäftigten leisten. „Die Betriebe beschweren sich seit Jahren über zu wenig Personal und fordern regelmäßig die Öffnung des Saisonierkontingents. Daran, dass man die Arbeitsbedingungen verbessert und den Menschen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt Perspektiven gibt, haben die Vertreter der WKÖ aber noch nie gedacht“, so Tusch und betont: „Die Kolleginnen und Kollegen sind aus Überzeugung Gastgeber, aber ein Vollzeitjob muss so viel Einkommen bringen, dass ein gutes Leben möglich ist.“ Auch der Arbeitsmarkt sei ein Markt mit Angebot und Nachfrage: Stimmt das Angebot nicht, gibt es auch keine Nachfrage. „Leider bietet der Tourismus seit Jahren keine attraktive Arbeitsumgebung mehr“, schließt Tusch. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Granit Pireci ist Redakteur bei Aviation.Direct und insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert. Zuvor war er für AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Granit Pireci ist Redakteur bei Aviation.Direct und insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert. Zuvor war er für AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung