Ein routinemäßiger Flug der American Airlines von La Guardia nach Charlotte nahm am 12. Dezember 2024 eine dramatische Wendung, als der Airbus A321 kurz nach dem Start von einem Vogelschlag getroffen wurde. Die Folgen dieses Zwischenfalls hätten potenziell gravierend sein können, doch dank der besonnenen Reaktion der Piloten konnte das Flugzeug sicher mit nur einem funktionierenden Triebwerk auf dem New Yorker John F. Kennedy Airport (JFK) landen. Der Vorfall verdeutlicht nicht nur die Gefahr, die von Vogelschlägen für die Luftfahrt ausgeht, sondern auch die hohe Professionalität, die Flugzeugbesatzungen in Krisensituationen an den Tag legen.
Am Abend des 12. Dezember war der Flug AA1722 von American Airlines mit einem Airbus A321 geplant, der vom New Yorker Flughafen La Guardia nach Charlotte in North Carolina fliegen sollte. Der Abflug verzögerte sich zunächst um etwa 23 Minuten, doch als das Flugzeug um 19:43 Uhr schließlich abhob, war alles zunächst wie gewohnt. Nur wenige Minuten nach dem Start kam es jedoch zu einem ungewöhnlichen Vorfall: Der Airbus kollidierte mit einem Vogelschwarm. Ein Vogel blieb im Triebwerk stecken, was zu einem Triebwerksausfall führte.
Nach den ersten Berichten von Zeugen, die im ABC 7 Eye Witness News zitiert wurden, riefen die Piloten sofort die Flugsicherung an und erklärten, dass ein Vogelschlag den Ausfall eines Triebwerks verursacht hatte. In einem Funkspruch erläuterte der Kapitän: „Es scheint, dass wir einen Triebwerksausfall haben, aber wir sind noch dabei, herauszufinden, was los ist. Wir haben auf dem Weg nach draußen Vögel getroffen.“ Angesichts des dramatischen Ereignisses und der Tatsache, dass das Flugzeug nur noch mit einem funktionierenden Triebwerk betrieben werden konnte, entschieden sich die Piloten, eine Notlandung einzuleiten.
Die sichere Landung und die Reaktionen der Fluggesellschaft
Trotz des Triebwerksausfalls landete der Airbus A321 sicher auf dem John F. Kennedy Airport, einem der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen unverletzt aus dem Flugzeug. Die Crew von American Airlines wurde für ihre schnelle und besonnene Reaktion in dieser Ausnahmesituation gelobt. In einer offiziellen Stellungnahme bedankte sich die Fluggesellschaft bei ihrer Crew für die Professionalität und entschuldigte sich gleichzeitig bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten, die durch den Vorfall verursacht wurden.
Die betroffenen Passagiere wurden auf einen neuen Flug umgebucht und erhielten Hotel- sowie Essensgutscheine, während das beschädigte Flugzeug einer eingehenden Untersuchung unterzogen wurde. Auch wenn der Vorfall für die Fluggäste stressig war, ging der Zwischenfall glimpflich aus, und die Fluggesellschaft konnte sicherstellen, dass alle Reisenden wohlbehalten ihren Zielort erreichten.
Vogelschläge in der Luftfahrt: Ein wiederkehrendes Problem
Der Vorfall mit dem American Airlines Flug AA1722 ist leider kein Einzelfall. Vogelschläge stellen in der Luftfahrt weiterhin eine ernsthafte Bedrohung dar. Laut einer Statistik der Federal Aviation Administration (FAA) ereignen sich etwa 97 Prozent aller Vogelschläge in der Nähe von Flughäfen, wenn sich Flugzeuge in niedrigen Höhen befinden, insbesondere beim Start oder der Landung. Zwar führen die meisten Vogelschläge nicht zu einem Triebwerksausfall oder schwerwiegenden Schäden, doch können sie dennoch erhebliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben, sei es durch Verspätungen oder notwendige Wartungsarbeiten am Flugzeug.
Die Größe des Vogels, der das Flugzeug trifft, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Besonders große Vögel wie Geier oder Schwäne können erheblichen Schaden anrichten, wenn sie mit einem Flugzeug kollidieren. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Vogelschlags gering ist, stellen die dadurch verursachten Schäden und der damit verbundene Aufwand für die Fluggesellschaften eine nicht unerhebliche Belastung dar.
Präventionsmaßnahmen und die Rolle der Flughäfen
Viele Flughäfen haben bereits Maßnahmen ergriffen, um das Risiko von Vogelschlägen zu minimieren. Diese reichen von der Durchführung regelmäßiger Vogelschutzprogramme, die das Umsiedeln von Vögeln oder die Verwendung von Geräuschen zur Abschreckung umfassen, bis hin zur Überwachung von Vogelbewegungen in der Umgebung des Flughafens. Doch trotz dieser Maßnahmen bleibt das Risiko bestehen, insbesondere in städtischen Gebieten, in denen Vögel oft in der Nähe von Flughäfen nisten.
Die Fluggesellschaften und die Flugzeughersteller arbeiten kontinuierlich daran, die Widerstandsfähigkeit von Flugzeugen gegen Vogelschläge zu erhöhen. Moderne Triebwerke sind zunehmend besser in der Lage, kleine bis mittelgroße Vögel zu verkraften, aber ein vollständiger Schutz vor allen Arten von Vogelschlägen bleibt eine Herausforderung.