Airbus A319 (Foto: Robert Spohr).
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Volotea übernimmt exklusive Flugverbindung zwischen Straßburg und Kopenhagen

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Die spanische Fluggesellschaft Volotea hat den Zuschlag für eine gemeinwirtschaftliche Verpflichtung (Public Service Obligation, PSO) erhalten, um eine neue Flugroute zwischen dem Flughafen Straßburg und dem Flughafen Kopenhagen zu betreiben. Der von den französischen Behörden vergebene Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und sichert der Fluglinie die Exklusivität auf dieser Strecke zu.

Der Flugbetrieb wird am 9. April 2026 aufgenommen und umfasst zwei wöchentliche Rotationen, die jeweils montags und donnerstags durchgeführt werden. Insgesamt stellt die Fluggesellschaft für diesen Zeitraum eine Kapazität von über 33.000 Sitzplätzen zur Verfügung, um die direkte Anbindung des Elsass an den skandinavischen Raum zu gewährleisten.

Diese neue Verbindung ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der regionalen Konnektivität und des wirtschaftlichen Austauschs zwischen Ostfrankreich und Nordeuropa. Da Straßburg als Sitz zahlreicher europäischer Institutionen eine besondere verkehrspolitische Bedeutung zukommt, fördern öffentliche Ausschreibungen gezielt Strecken, die ohne staatliche Unterstützung kommerziell schwer tragfähig wären. Die Route nach Kopenhagen bedient zudem eine steigende Nachfrage nach nordischen Reisezielen im Freizeit- und Geschäftsreiseverkehr. Volotea festigt mit diesem Schritt ihre Position als führende Fluggesellschaft am Flughafen Straßburg, von wo aus sie mittlerweile 28 Ziele in acht verschiedenen Ländern anfliegt.

Die Vergabe des Kopenhagen-Mandats folgt auf einen weiteren Erfolg der Fluggesellschaft zu Beginn des Jahres, als Volotea ebenfalls den PSO-Zuschlag für die Verbindung zwischen Straßburg und München erhielt. Auch dieser Dienst soll im April 2026 anlaufen. Die Flotte der Fluggesellschaft besteht primär aus Airbus A319 und A320, die aufgrund ihrer Kapazität ideal für die Bedienung solcher Nischenstrecken geeignet sind. Durch die Konzentration auf Direktverbindungen zwischen mittelgroßen europäischen Städten umgeht das Unternehmen die großen Luftfahrt-Drehkreuze und minimiert so die Komplexität der Bodenabfertigung und die damit verbundenen Betriebskosten.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Verträge für den Standort Straßburg ist erheblich, da sie eine verlässliche Infrastruktur für internationale Unternehmen und politische Delegationen schaffen. In der Vergangenheit wurden solche Routen oft von staatlich subventionierten Regionaltöchtern großer Luftfahrtkonzerne bedient, doch zunehmend übernehmen spezialisierte Anbieter wie Volotea diese Aufgaben durch effizientere Kostenstrukturen. Die Integration von Kopenhagen in das Straßburger Streckennetz wird durch begleitende Marketingmaßnahmen der regionalen Tourismusverbände im Elsass unterstützt, um die Auslastung der Maschinen von Beginn an auf einem stabilen Niveau zu halten.

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