Die Gastronomieszene in Österreich ist um einen kulinarischen Hotspot reicher. Der Richardhof in Gumpoldskirchen, eingebettet in die malerische Landschaft der niederösterreichischen Thermenregion, hat im April 2024 unter der Leitung von Isabella und Michael Funk eine beeindruckende Wiedergeburt erlebt.
Mit Spitzenkoch Matthias Birnbach, einem vielfach ausgezeichneten Talent der österreichischen Küche, an der Spitze der kulinarischen Leitung, setzt der Richardhof neue Maßstäbe. Birnbachs Ansatz, traditionelle österreichische Gerichte mit modernen, internationalen Akzenten zu vereinen, verleiht der historischen Location eine zeitgemäße und zugleich exquisite Note.
Ein traditionsreicher Ort mit modernem Konzept
Der Richardhof blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ursprünglich als „Heinrichhof“ im 19. Jahrhundert erbaut, wurde er zunächst als landwirtschaftliches Zentrum genutzt. Später wandelte sich der Ort zu einem beliebten Ausflugsziel, insbesondere bekannt für seine Backhendlstation. Nach wechselvollen Jahrzehnten und verschiedenen gastronomischen Konzepten erlebte der Richardhof mit der Übernahme durch die erfahrenen Gastronomen Isabella und Michael Funk einen entscheidenden Wendepunkt. Bereits in Wien hatten die Betreiber mit dem „Chattanooga“ und dem „Stadtbräu“ Erfolge gefeiert. Nun hauchen sie dem Richardhof neues Leben ein – ohne dabei seine historische Identität zu verlieren.
Die Handschrift von Matthias Birnbach
Matthias Birnbach, Jahrgang 1998, hat trotz seines jungen Alters eine beachtliche Karriere hinter sich. Nach der Ausbildung in der Gastgewerbefachschule am Wiener Judenplatz führte ihn sein Weg in renommierte Häuser wie das „Steirereck“, „Motto am Fluss“ und Johann Lafers „Stromburg“. Der vielfach ausgezeichnete Koch, unter anderem Träger des „Falstaff Young Talent Cup“, bringt seine Leidenschaft für gehobene Küche und innovative Ansätze nun in den Richardhof ein.
Sein Konzept: die Verbindung traditioneller österreichischer Küche mit Einflüssen aus Asien und Frankreich. „Ich möchte die österreichische Küche modern interpretieren und unseren Gästen ein unvergeßliches Geschmackserlebnis bieten“, erklärt Birnbach. Dabei spielen saisonale Zutaten eine zentrale Rolle, die er mit ungewöhnlichen Kombinationen und subtilen Gewürznoten veredelt.
Eine Speisekarte für Feinschmecker
Die aktuelle Speisekarte des Richardhofs zeigt die Bandbreite von Birnbachs Können. Von der Steinpilzconsommé über geschmorte Wildschweinbackerl bis hin zum vegetarischen Umami-Tartar reicht das Angebot. Besonders beliebt sind die saisonalen Highlights wie die Ganslkarte im Herbst, die klassische österreichische Gerichte mit innovativen Details präsentiert. Die Preise sind moderat für die gebotene Qualität: Zwei Gänge der Wochenkarte kosten 20 Euro, drei Gänge 25 Euro. À-la-carte-Gerichte bewegen sich zwischen 14 und 35 Euro.
Ein weiteres Highlight ist der Sonntagsbrunch mit Blick auf die umliegenden Weinberge. Das reichhaltige Buffet wird durch Free-Flow Kaffee und Frizzante ergänzt – eine perfekte Gelegenheit, den Richardhof in entspannter Atmosphäre zu erleben.
Die Verbindung von Geschichte und Moderne ist es, die den Richardhof auszeichnet. Die historischen Gemäuer erzählen von einer bewegten Vergangenheit, während die moderne Küche von Matthias Birnbach die Brücke zur Gegenwart schlägt. Mit seinem kreativen Konzept hat er nicht nur das Vertrauen der Betreiber gewonnen, sondern auch die Anerkennung zahlreicher Gäste, die den Richardhof bereits als kulinarisches Highlight der Region schätzen.
Zukunftsaussichten
Mit einem klaren Ziel vor Augen – der Erringung einer weiteren „Gault&Millau“-Haube – und einer stetigen Weiterentwicklung des kulinarischen Angebots setzt der Richardhof auf Qualität und Innovation. Die Kombination aus gastronomischer Exzellenz, historischem Charme und einer idyllischen Lage macht ihn zu einem Fixpunkt für Feinschmecker und Ausflügler gleichermaßen.
Der Richardhof hat damit nicht nur seine Vergangenheit revitalisiert, sondern zugleich die Weichen für eine glänzende Zukunft gestellt.
