Die neu in Betrieb genommene Sky Line-Personenbeförderungsanlage am Flughafen Frankfurt wird für voraussichtlich zwei Wochen stillgelegt. Wie die Betreibergesellschaft Fraport AG mitteilte, sind technische Anpassungen und Optimierungen am System erforderlich, nachdem im ersten Realbetrieb unter Hochlast Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.
Mit täglich bis zu 25.000 Fahrgästen war die Anlage in den ersten Wochen einer massiven Belastung ausgesetzt. Die Techniker des Herstellers Siemens Mobility sowie Spezialisten der Fraport konzentrieren sich nun auf die Justierung der fahrerlosen Fahrzeuge und der komplexen Steuerungssysteme, um einen künftig störungsfreien Ablauf auf der rund 5,6 Kilometer langen Strecke sicherzustellen.
Um die Verbindung zwischen den Terminals 1, 2 und 3 aufrechtzuerhalten, wurde ein umfangreicher Schienenersatzverkehr eingerichtet. Bis zu 20 Shuttlebusse verkehren tagsüber in einem dichten Takt von zwei bis drei Minuten zwischen den Gebäudekomplexen. In den Nachtstunden zwischen 23:00 und 05:00 Uhr wird die Frequenz auf einen Zehn-Minuten-Takt angepasst. Die Haltepunkte befinden sich auf der Ankunftsebene vor den jeweiligen Terminals. Zusätzlich stehen fünf separate Busse ausschließlich für Umsteigepassagiere bereit, um den Transitverkehr innerhalb des Sicherheitsbereichs zu gewährleisten. Reisenden wird dringend empfohlen, für den Transfer zwischen den Terminals deutlich mehr Zeit einzuplanen.
Das neue System ist als vollautomatischer „People Mover“ konzipiert und soll im regulären Betrieb bis zu 4.000 Personen pro Stunde und Richtung befördern können. Die aktuelle Maßnahme betrifft explizit die Neubaustrecke, welche die Anbindung des neuen Terminals 3 sicherstellt. Die bereits seit Jahrzehnten bestehende, ältere Sky Line-Verbindung zwischen den Terminals 1 und 2 bleibt von den Arbeiten unberührt und ist weiterhin uneingeschränkt funktionsfähig. Fraport betont, dass die Stabilität des Systems Vorrang vor der sofortigen Verfügbarkeit habe, um langfristige Ausfälle im bevorstehenden Sommerreiseverkehr zu vermeiden.
Die Fehlersuche umfasst insbesondere die Synchronisation der fahrerlosen Einheiten an den Bahnsteigtüren sowie die Software-Optimierung der Abstandsregelung. Siemens Mobility steht hierbei in der Verantwortung für die technische Zuverlässigkeit der Infrastruktur. Da die neue Anlage ein zentraler Bestandteil der Kapazitätserweiterung des Frankfurter Flughafens ist, wird eine zeitnahe Wiederaufnahme des Betriebs angestrebt. Zusätzliches Servicepersonal wurde an den zentralen Knotenpunkten postiert, um Passagiere über die veränderten Laufwege und Busabfahrtszeiten zu informieren und den reibungslosen Übergang zum Ersatzverkehr zu koordinieren.