Agusta Bell 212 (Foto: Bundesheer/FISCHER MAXIMILIAN).
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Walter Hirsch als Vorsitzender der GÖD-Bundesheergewerkschaft bestätigt

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Der 16. Bundestag der GÖD-Bundesheergewerkschaft am 8. und 9. April 2026 in Wien markierte eine personelle und strategische Weichenstellung für die Vertretung der zivilen und militärischen Bediensteten im österreichischen Bundesheer.

Im Rahmen der Veranstaltung, an der 80 Spitzenfunktionäre aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen, wurde der bisherige Vorsitzende Walter Hirsch einstimmig in seinem Amt bestätigt. Auch sein Stellvertreter Peter Schrottwieser erhielt das Vertrauen der Delegierten für eine weitere fünfjährige Funktionsperiode. Die Wiederwahl gilt als Signal der Kontinuität in einer Phase, in der das Bundesheer vor massiven strukturellen Umbrüchen und einer deutlichen finanziellen Aufwertung steht.

Ein zentrales Thema des Bundestages war die Forderung nach einer umfassenden personellen Modernisierung. Hirsch verwies in seiner Bilanz auf das historisch gewachsene Verteidigungsbudget, mahnte jedoch an, dass die finanziellen Mittel konsequent zur Beseitigung der Defizite genutzt werden müssen, die durch jahrelange Sparmaßnahmen entstanden sind. Neben der materiellen Aufrüstung forderte die Gewerkschaft eine dringende Anpassung des Personalrahmens nach oben. Ziel sei es, die Attraktivität des Dienstes zu steigern und den personellen Bedarf langfristig zu decken, um die Einsatzbereitschaft der Landesverteidigung angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa zu gewährleisten.

Hinsichtlich der Struktur der Wehrpflicht positionierte sich die GÖD-Bundesheergewerkschaft eindeutig zugunsten des Modells „Österreich PLUS“. Dieses Expertenkonzept sieht eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate plus zwei Monate für Spezialisierungen vor, während der Zivildienst auf mindestens 12 Monate festgesetzt werden soll. Die Gewerkschafter sehen in diesem Modell die einzige Möglichkeit, den Ausbildungsstand der Truppe nachhaltig zu erhöhen und die Milizkomponente des Bundesheeres zu stärken. Diese Positionierung dürfte den Druck auf die politische Führung erhöhen, die Debatte über eine Reform des Wehrdienstmodells zeitnah zu einem Abschluss zu bringen.

Zusätzlich zu den strukturellen Forderungen stand die Rolle der Sozialpartnerschaft im Fokus der Beratungen. Die Funktionäre betonten die Bedeutung stabiler Arbeitsbedingungen und fairer Entlohnungssysteme innerhalb der Landesverteidigung. In den kommenden fünf Jahren will die neue Bundesleitung verstärkt darauf achten, dass die Modernisierung der Armee nicht zu Lasten der sozialen Sicherheit der Bediensteten geht. Mit dem Abschluss des Bundestages ist die Gewerkschaft personell aufgestellt, um die anstehenden Verhandlungen über Dienst- und Besoldungsrecht mit dem Verteidigungsministerium und der Bundesregierung zu führen.

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