Schnitzel mit Salaten (Foto: Jan Gruber).
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Wien setzt auf kulinarisches Marketing: Tim Mälzer erkundet die Hauptstadt

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Der Wien Tourismus verstärkt im Jahr 2026 seine Bemühungen, die österreichische Bundeshauptstadt als globale Destination für Feinschmecker zu etablieren. Im Zentrum der neuen Kampagne „Hungry for More“ steht eine filmische Kooperation zwischen dem Hamburger TV-Koch Tim Mälzer und dem Wiener Sternekoch Lukas Mraz.

Die beiden Gastronomen präsentieren die Stadt abseits klassischer Touristenpfade und besuchen Orte, die den aktuellen Wandel der Wiener Szene widerspiegeln. Zu den Stationen zählen unter anderem das „Ostwind“, die „Rundbar“ und das traditionsreiche „Café Anzengruber“. Die Produktion ist Teil des strategischen Themenjahres „Vienna Bites: Küche, Kultur, Charakter“, mit dem die Stadt ihre gastronomische Identität international vermarktet.

Die wirtschaftliche Relevanz der Gastronomie für Wien ist erheblich. Laut Daten des WienTourismus entfallen rund ein Drittel der österreichischen Beschäftigten im Gastgewerbe sowie ein Drittel der gesamten gastronomischen Wertschöpfung des Landes auf die Hauptstadt. Mit dem Fokus auf die Kulinarik reagiert die Stadt auf aktuelle Rankings: Im weltweiten Vergleich von „TasteAtlas“ belegt Wien derzeit Platz acht der besten Food-Städte. Zudem führt der Guide Michelin die Stadt als eine der spannendsten Genuss-Destinationen Europas. Aktuell halten 14 Wiener Betriebe Michelin-Sterne, wobei das „Steirereck“ und das „Amador“ mit der Höchstwertung von drei Sternen die Spitze der Qualitätshierarchie bilden.

Zusätzlich zur filmischen Inszenierung mit prominenten Gesichtern setzt Wien auf digitale Infrastruktur. In der städtischen Reise-App „ivie“ werden mittlerweile über 500 Gastronomiebetriebe kuratiert, ergänzt durch einen speziellen „Wirtshaus & Beisl Guide“. Um den direkten wirtschaftlichen Nutzen für die Betriebe zu erhöhen, gewährt die offizielle Gästekarte, die Vienna City Card, Rabatte in zahlreichen Partnerrestaurants. Die Kampagne soll in den kommenden Wochen durch weitere Folgen ergänzt werden, die sich explizit der klassischen Wirtshauskultur sowie der modernen Street-Food-Szene widmen, um die gesamte Bandbreite vom Würstelstand bis zur gehobenen Fusion-Küche abzudecken.

Branchenexperten werten die Einbindung international bekannter Persönlichkeiten wie Tim Mälzer als gezielten Schachzug, um vor allem im wichtigen deutschen Quellmarkt präsent zu bleiben. Durch die Verbindung von traditioneller Wiener Küche und modernen, kosmopolitischen Einflüssen versucht die Stadt, ein Profil zu schärfen, das sich von anderen europäischen Metropolen abhebt. Ziel des WienTourismus unter Geschäftsführer Norbert Kettner ist es, die Auslastung der Gastronomiebetriebe durch internationale Multiplikatoren und gezielte Mediengruppenbesuche nachhaltig zu steigern und Wien als inspirierenden Ort für Genussreisen zu festigen.

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