Wiener Riesenrad (Foto: Jan Gruber).
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Wiener Tourismus verzeichnet deutliches Nächtigungswachstum zum Jahresbeginn 2026

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Der Wiener Tourismus setzt seinen Aufwärtstrend im ersten Quartal 2026 fort. Mit rund 1,2 Millionen Übernachtungen im Februar verzeichnete die Bundeshauptstadt ein Plus von 5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres rund 2,4 Millionen Gästenächtigungen gezählt.

Besonders auffällig ist die Entwicklung auf dem deutschen Markt, der im Februar mit einem Zuwachs von 16 % auf 181.000 Übernachtungen eine starke Dynamik aufwies. Österreich bleibt jedoch mit 236.000 Nächtigungen der wichtigste Quellmarkt für die Wiener Beherbergungsbetriebe. Auch Fernmärkte wie die USA zeigten mit einem Plus von 10 % eine positive Entwicklung, während der polnische Markt im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 22 % hinnehmen musste.

Die wirtschaftliche Bilanz der Branche fällt ebenfalls positiv aus. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotels belief sich im Januar auf rund 75,5 Millionen Euro, was einer Steigerung von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Umsatzsteigerung übertrifft das reine Wachstum der Nächtigungszahlen und deutet auf eine stabilisierte Preisstruktur im Beherbergungssektor hin. Die durchschnittliche Zimmerauslastung im Februar lag bei etwa 53 %, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 52 %. Parallel dazu stieg die Bettenkapazität in der Stadt um etwa 2.100 auf insgesamt 82.800 verfügbare Einheiten, was einem Kapazitätszuwachs von 2,6 % entspricht.

Branchenexperten führen das solide Ergebnis unter anderem auf die hohe Attraktivität Wiens als Städtereiseziel im Winter und das dichte Angebot an kulturellen Veranstaltungen zurück. Trotz des Ausbaus der Hotelkapazitäten konnten die Auslastungswerte stabil gehalten werden. International betrachtet profitiert Wien von einer hohen Nachfrage aus dem europäischen Raum, wobei Länder wie Italien, Großbritannien und Spanien weiterhin konstante Zuwächse liefern. Auch der Markt aus der Türkei konnte im Februar um 8 % zulegen. Die stabile Performance in der traditionell nachfrageschwächeren Nebensaison unterstreicht die Ganzjahresrelevanz des Standortes für den internationalen Städtetourismus.

Für den weiteren Jahresverlauf prognostizieren Marktbeobachter eine Fortsetzung des positiven Trends, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Hauptherkunftsmärkten stabil bleiben. Die steigenden Umsatzzahlen im Januar bilden eine solide finanzielle Basis für die Wiener Hotellerie. Dennoch bleibt der Wettbewerb unter den europäischen Metropolen intensiv. Wien positioniert sich hierbei weiterhin erfolgreich durch seine Mischung aus historischem Erbe und moderner Infrastruktur. Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit die Fernmärkte, insbesondere aus Asien und Nordamerika, das Wachstum weiter antreiben können, um die neu geschaffenen Hotelkapazitäten dauerhaft auszulasten.

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