Wandmalerei (Foto: Frausia/Ströck).
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Wiener Traditionsbäckerei Ströck startet digitale Suchaktion nach Krapfen-Maskottchen

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In der laufenden Faschingssaison 2026 hat die Wiener Bäckerei Ströck eine großangelegte Kommunikationskampagne rund um ihr wichtigstes Saisonprodukt gestartet. Im Zentrum der Aktion steht das Verschwinden des sogenannten „Fill-Good-Managers“ Karl, einer digital generierten Krapfen-Figur, die seit Mitte Januar als vermisst gilt.

Das Familienunternehmen, das rund 1.600 Mitarbeiter beschäftigt und 80 Filialen in Wien und Umgebung betreibt, nutzt diese Erzählung, um die Kundenbindung in der Hochsaison des Krapfenverkaufs zu stärken. Die Kampagne ist bis zum Faschingsdienstag am 17. Februar angelegt und fordert das Publikum zur aktiven Teilnahme an einer digitalen Schnitzeljagd auf.

Technisch setzt Ströck bei der Umsetzung auf eine Kombination aus menschlicher Kreativität und künstlicher Intelligenz. In Zusammenarbeit mit dem Experten Michael Katzlberger werden computergenerierte Inhalte erstellt, die das Maskottchen an verschiedenen Wiener Sehenswürdigkeiten zeigen. Bisherige Stationen der fiktiven Reise umfassten das Riesenrad, den Eislaufplatz am Wiener Eistraum sowie den Tiergarten Schönbrunn. Durch die Einbindung von KI-Technologie in das Marketingteam wird versucht, das Storytelling dynamisch an die Interaktionen der Community anzupassen. Teilnehmer, die Hinweise zum Verbleib der Figur geben oder kreative Beiträge einreichen, werden mit Sachpreisen und Gutscheinen belohnt.

Wirtschaftlich betrachtet ist der Krapfen für Wiener Bäckereibetriebe ein wesentlicher Umsatzträger im ersten Quartal. Ströck investiert bereits seit Jahren in aufwendige Werbemaßnahmen zur Faschingszeit, um sich im Wettbewerb zu positionieren. Vorangegangene Aktionen umfassten unter anderem die Forderung nach einem eigenen Krapfen-Emoji oder großformatige Kunstprojekte im Stadtbild. Das aktuelle Projekt „Karl“ dient dabei nicht nur der Unterhaltung, sondern unterstreicht die Rolle der Bäckerei als Traditionsbetrieb, der moderne digitale Werkzeuge nutzt. Die Belohnung für den entscheidenden Hinweis zur „Rückholung“ der Figur besteht in einer lebenslangen Versorgung mit Krapfen während der Faschingszeit.

Die Bäckerei, die 1970 gegründet wurde und heute an zwei Standorten in Wien-Donaustadt produziert, setzt neben dem klassischen Filialgeschäft verstärkt auf Event-Marketing und digitale Präsenz. Mit einem Bio-Anteil beim Mehl von 70 Prozent und einer strikten Ausrichtung auf Getreide aus österreichischer Landwirtschaft betont das Unternehmen seine regionale Verankerung. Die Kampagne spiegelt den Trend in der Lebensmittelbranche wider, traditionelle Handwerksprodukte durch Gamification und digitale Erlebniswelten für eine jüngere Zielgruppe attraktiv zu machen, während gleichzeitig die Markenidentität als Wiener Institution gefestigt wird.

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