Airbus A321neo (Foto: Steffen Lorenz).
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Wizz Air dünnt Streckennetz ab rumänischen Regionalflughäfen aus

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Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air reduziert im kommenden Herbst ihr Flugangebot ab Rumänien drastisch. Wie das Luftfahrtportal Boardingpass berichtet, streicht das Unternehmen zahlreiche Verbindungen, wovon insbesondere die kleineren Regionalflughäfen des Landes betroffen sind.

Ab Mitte September 2026 stellt die Fluggesellschaft vom Flughafen Timișoara aus die Routen nach Berlin, Nürnberg, Frankfurt-Hahn, Prag und Basel ein. Zudem wird die Verbindung zwischen Craiova und Neapel ab dem 24. Oktober nicht mehr bedient. Auch der neu eröffnete Flughafen Brașov verliert seine Direktverbindung nach Nürnberg. Einzig die Route von Bukarest nach Turku in Finnland wird lediglich vom 29. Juni bis zum 25. Oktober temporär ausgesetzt.

Als offiziellen Grund für diese Maßnahmen nennt das Management von Wizz Air eine notwendige Optimierung der Flottenkapazitäten sowie eine Reaktion auf veränderte Nachfriststrukturen. Luftfahrtanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die Fluggesellschaft seit Monaten mit massiven Triebwerksproblemen bei ihren Maschinen der Airbus-A320neo-Familie kämpft. Aufgrund von Materialmängeln an den Pratt & Whitney-Triebwerken müssen zahlreiche Flugzeuge zu zeitaufwendigen Inspektionen am Boden bleiben. Dieser akute Kapazitätsengpass zwingt den Marktführer in Osteuropa dazu, unrentable oder weniger ertragreiche Regionalstrecken einzustellen, um die verbleibenden Kapazitäten auf die Hauptdrehkreuze zu konzentrieren.

Die Streichungen treffen die betroffenen rumänischen Regionen wirtschaftlich hart. Flughäfen wie Timișoara oder Brașov verlieren dadurch wichtige Nonstop-Verbindungen zu zentralen mitteleuropäischen Wirtschaftsräumen. Für die dort ansässige Wirtschaft sowie für den ethnischen Pendlerverkehr in Richtung Deutschland und die Schweiz bedeutet das Vorgehen von Wizz Air eine erhebliche Verschlechterung der Anbindung. Kritiker bemängeln zudem die Kurzfristigkeit der Streichungen, da viele Passagiere nun gezwungen sind, auf teurere Umsteigeverbindungen oder alternative Flughäfen auszuweichen, was das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des regionalen Luftverkehrs schwächt.

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