Airbus A321 (Foto: Jan Gruber).
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Wizz Air plant massive Expansion und Basis-Eröffnungen in Israel

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Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air bereitet eine weitreichende strategische Expansion auf dem israelischen Markt vor. Nach Verhandlungen mit Regierungsvertretern plant die Fluggesellschaft, im März 2026 zwei neue operative Basen an den Flughäfen Ben Gurion bei Tel Aviv sowie am Flughafen Ramon nahe Eilat zu eröffnen.

Den Auftakt bildet eine neue Verbindung zwischen Budapest und dem Ramon Airport. Das Abkommen sieht vor, dass Wizz Air vom südlich gelegenen Flughafen Ramon aus zwei tägliche internationale Routen bedient und zudem Inlandsflüge zwischen Tel Aviv und Eilat anbietet. Um den Betrieb zu gewährleisten, wird Personal direkt vor Ort stationiert, was Übernachtungen der Besatzungen in der Region einschließt.

Am Hauptdrehkreuz Ben Gurion beabsichtigt die Fluggesellschaft, ganzjährig Flugzeuge zu stationieren und die Kapazitäten für die Sommersaison 2026 um zwei weitere Maschinen zu erhöhen. Ein zentraler Punkt der Expansionsstrategie ist das Erreichen von Start- und Landerechten zu den attraktivsten Flugzeiten. Wizz Air tritt damit in direkten Wettbewerb zu etablierten lokalen Fluggesellschaften wie El Al, Arkia und Israir. Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, das Netzwerk auf bis zu 60 tägliche Flüge innerhalb und aus Israel heraus zu erweitern. Während die ersten Flugzeuge zunächst mit ausländischem Personal betrieben werden, ist die mittelfristige Rekrutierung lokaler Arbeitskräfte fest eingeplant.

Die Pläne rufen jedoch Widerstand in der heimischen Luftfahrtindustrie hervor. Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev hat die Zivilluftfahrtbehörde (CAAI) angewiesen, eine 30-tägige Anhörung durchzuführen. In diesem Rahmen sollen die Bedenken der israelischen Fluggesellschaften geprüft werden, die eine Wettbewerbsverzerrung durch den Markteintritt des europäischen Anbieters befürchten. Wizz Air hat im Gegenzug eine ursprüngliche Forderung zurückgezogen: Das Unternehmen verzichtet vorerst auf das Erbeuten von Flugrechten für Ziele außerhalb der Europäischen Union, in denen die Airline ebenfalls registriert ist, wie etwa die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Balkanstaaten.

Die Ansiedlung am Flughafen Ramon wird von staatlicher Seite besonders gefördert, um den Tourismus im Süden des Landes zu stärken und die Auslastung des modernen, aber oft unterfrequentierten Terminals zu erhöhen. Durch die geplante Inlandsverbindung nach Tel Aviv bietet Wizz Air zudem eine Alternative zum bestehenden Linienverkehr an. Für den israelischen Luftverkehrsmarkt bedeutet dieser Vorstoß eine potenzielle Neusortierung der Marktanteile im Niedrigpreissegment. Die Entscheidung der Luftfahrtbehörde nach der Anhörungsfrist wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Wizz Air seine ehrgeizigen Wachstumsziele wie geplant ab dem Frühjahr 2026 umsetzen kann.

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