Xlendi: Malerisches Fischerdorf mit Kaffeehaus-Flair

Ausblick von einem Café (Foto: Jan Gruber).
Ausblick von einem Café (Foto: Jan Gruber).

Xlendi: Malerisches Fischerdorf mit Kaffeehaus-Flair

Ausblick von einem Café (Foto: Jan Gruber).
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Gemütlich im Kaffeehaus oder im Restaurant sitzen während die Kinder ganz nah daneben im Wasser spielen oder baden? Genau das ist in Xlendi auf der Insel Gozo nicht nur möglich, sondern mit einem beeindruckenden Ausblick auf die Bucht, die Felsen und das Meer.

Außerhalb der Hauptsaison ist es in diesem kleinen Dorf sehr ruhig, denn nebst dem traditionellen Fischfang lebt man fast überwiegend vom Tourismus. Dennoch ist Xlendi nicht sonderlich groß und normalerweise auch nicht überlaufen. Wer das Sitzen in Strand-Cafés und -Restaurants den klassischen Liegen vorzieht, kommt an diesem Ort voll auf seine Kosten.

Direkt am Ende der Bucht, nur wenige Zentimeter vom Meer entfernt, befinden sich einige gastronomische Betrieb und sogar ein kleines Hotel. Die Bucht hat sandigen Untergrund ist sehr flach, so dass der Aufenthalt mit Kindern gut möglich ist. Das Meer kann über kleine Treppen bzw. Leitern direkt von den Cafés aus erreicht werden. So können Kinder in der Bucht spielen und baden, ihre Eltern haben sie aber stets im Blick.

Wer es ein bisschen spektakulärer haben will, für den ist das zum offenen Meer gerichtete Ende der Bucht interessant. Hier ist es sehr tief und Sprünge von Klippen und Felsen sind offiziell erlaubt. Die maltesische Regierung hält in der gesamten Bucht – wie an allen offiziellen Badestränden – sicherheitshalber Rettungsschwimmer vor. Die Bucht von Xlendi ist aufgrund ihrer geografischen Lage sehr gut vor Wellen und starkem Seegang geschützt, aber sicher ist sicher.

Xlendi wird von vielen Besuchern als imposant beschrieben. Das mag daran liegen, dass das Dorf und das Meer von hohen Klippen umgeben sind. Weiters kann man mit einem Boot Rundfahrten durch eine Höhe machen. Diese kostet nicht viel, ist aber durchaus empfehlenswert. Taucher kommen übrigens hier auch auf ihre Kosten, denn unter Wasser gibt es viel zu entdecken. Anfänger können Kurse bei einigen Tauchschulen belegen.

Leider hat sich Xlendi in den letzten 20 Jahren stark verändert und viel vom ursprünglichen Flair verloren. Derzeit ist quasi der letzte Rest auch noch in Gefahr, denn auf der linken Seite der Bucht sollen im Bereich der Felsen weitere Hotels und touristische Betriebe entstehen. Die Einheimischen stemmen sich massiv gegen das Projekt, denn diese sind der Ansicht, dass weder die Natur noch das Dorf noch mehr Eingriffe und Touristen vertragen würden. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, weshalb ein Besuch in Xlendi vorsorglich so bald als möglich vorgenommen werden sollte.

Preislich sind die Restaurants und Cafés im mittleren Bereich. Diese sind weder teurer noch billiger als in anderen Regionen Maltas. Die Unterkunftsbetriebe sind ebenfalls auf normalem Niveau, aber nicht im unteren Preissegment. Gelegentlich gibt es in der Nebensaison günstige Angebote, aber in der Sommerzeit muss man eher tief in die Geldbörse greifen.

Generell ist Xlendi eher für Tagesausflüge zu empfehlen, denn das Dorf hat abgesehen von Ruhe, Entspannung, Baden, Flanieren und Tauchen recht wenig zu bieten. Der Sandstrand ist nicht sonderlich groß, was auch daran liegen mag, dass die Gastronomen diesen seit den 1970er Jahren klammheimlich verbaut haben und nur noch ein kleiner Rest übrig geblieben ist. Logisch, wenn mangels Platz quasi jeder die Gastro nutzen muss, verdienen die Wirte und Hoteliers mehr Geld. Glücklich ist mit dieser Entwicklung definitiv nicht jeder, aber wenigstens ist diese gestoppt.

Anreise mit Schiff und Bus

Für Tagesausflüge von der Insel Malta aus gibt es zwei Möglichkeiten für die Anreise: Ab der Hauptstadt verkehren zwei Fährgesellschaften mit Schnellbooten nach Mgarr (Gozo). Alternativ kann man auch die günstigere Gozo Channel Line für 4,65 Euro (return) ab Cirkewwa nutzen. Auch mit dieser gelangt man nach Mgarr. Von dort aus kann man die Nonstop-Busverbindung TD30 nach Xlendi nehmen. Diese kostet drei Euro pro Richtung als Cash-Ticket, 1,50 Euro oneway mit der Tallinja Card oder in den Unlimited-Touristenkarten ist sie sogar inkludiert. Bei der 12-Fahrten-Karte werden bei der Nutzung der TD-Linien zwei Fahrten abgebucht. Derzeit verkehr der Schnellbus zwischen Mgarr und Xlendi v.v. alle 30 Minuten. Alternative: Eine Umsteigeverbindung über Rabat (Victoria) nutzen und die Gelegenheit nutzen die imposante Altstadt der Hauptstadt von Gozo zu besichtigen. Diese befindet sich in unmittelbarer Fußnähe des Busbahnhofs (Gehzeit: etwa halbe Minute bis eine Minute).

Für alle, die noch nie auf der Insel Gozo waren: Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Terminal, an dem die Channel Line anlegt. Die Fast Ferry hält auf der anderen Straßenseite (man muss lediglich über die Straße gehen). Bei der Gozo Channel Line bezahlen Fußgänger im Normalfall immer erst bei der Rückfahrt. Fahrscheine für die Fast Ferries sind bei Virtu Ferries und Gozo Fast Ferry im Internet oder aber direkt an den beiden Fast Ferry Terminals (Valetta und Mgrarr) erhältlich. Resevierungen sind möglich, aber nicht zwingend notwendig. Alle Busfahrkarten von Malta Public Transport gelten selbstverständlich auch auf der Insel Gozo. Zu beachten gilt es generell, dass auf Malta und Gozo die TD-Linien (“Tallinja Direct”) aufpreispflichtig sein können. Die normalen Linien haben auf Gozo den gleichen Fahrpreis wie auf Malta.

Abschließend noch ein kleiner Tipp: Die Zufahrtstraße nach Xlendi ist sehr steil. Es lohnt sich aber ein paar Schritte zu Fuß nach oben zu gehen, denn von dort aus hat man nicht nur einen tollen Ausblick, sondern erreicht auch den überwachten Bereich, von dem aus man von den Klippen ins Meer springen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite, oberhalb dem Eingang in die Höhe, ist eine sehr steile Treppe. Diese ist besonders im Hochsommer sehr herausfordernd, aber man wird mit einem herrlichen Ausblick über die Bucht und Xlendi belohnt.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.

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