Zu viele Piloten krank: Lufthansa muss Langstreckenflüge streichen

Bombardier CRJ-900 (Foto. Jan Gruber).
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Zu viele Piloten krank: Lufthansa muss Langstreckenflüge streichen

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Der Fluggesellschaft Lufthansa machen eigenen Angaben nach derzeit außergewöhnlich viele Krankenstände schwer zu schaffen. Da viele Piloten erkrankt sind, mussten bereits Langstreckenverbindungen gestrichen sein. Waran es liegt, dass viele Flugzeugführer erkrankt sind, ist unklar.

Der Kranich-Konzern bestätigte den Umstand, über das das Branchenportal Aero.de zuerst berichtet hatte. Einen zumindest rein theoretischen Zusammenhang mit der Omikron-Corona-Variante kann man nicht kommentieren, da Lufthansa als Arbeitgeber derartige Informationen gar nicht erhält. Wie auch in Österreich erhalten auch in Deutschland die Arbeitgeber lediglich eine ärztliche Bestätigung, dass der Dienstnehmer derzeit arbeitsunfähig ist, jedoch muss man die Diagnose nicht mitteilen.

Lufthansa muss im Zeitraum von 23. bis vorerst 26. Dezember 2021 die Langstreckenflüge einschränken. Betroffen sind unter anderem Verbindungen nach Washington, Houston, Boston und Tokio. Nach Möglichkeit sollen Passagiere auf andere Flüge umgebucht werden, so die Fluggesellschaft. “Wir haben mit einem sehr großen Puffer geplant. Der reicht aber für die extrem hohe Krankenquote nicht aus”, so ein Kranich-Sprecher.

Besonders stark sind die Maschinentypen Airbus A330/A340 betroffen. Deren Flugzeugführer sind dem aktuellen Informationsstand nach überdurchschnittlich im Krankenstand. Die Folge daraus ist, dass Lufthansa zu wenige Piloten mit Typerating für diese Muster zur Verfügung hat. Man schreibt in einem vorliegenden Brief intern: “Nun sehen wir uns aufgrund erhöhter Krankheitsquoten nicht mehr in der Lage, alle Umläufe zu bereedern. Die Crewdisposition arbeitet bereits an Szenarien zur Ausdünnung des Flugplans”. Ebenso wirken sich Quarantänepflichten verschiedenster Staaten negativ auf die angespannte Personalsituation aus. Man sucht nun Ersatzpiloten, die übergangsweise einspringen können, aber dieses Vorhaben ist gerade während der Weihnachtszeit nicht gerade einfach.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.

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