Juni 24, 2020

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Juni 24, 2020

Level-Europe-Mitarbeiter demonstrierten am Ballhausplatz

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen zogen Airline-Bedienstete auf die Straße. Diesmal hielten die Bediensteten der insolventen Level eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. Am Mittwochvormittag hielten rund 150 Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Level Europe eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. In der Folge, dass das Unternehmen keine Staatshilfe von der Republik Österreich erhalten hat, entschied der Mutterkonzern IAG, dass die heimische Tochter einen Konkursantrag stellen muss. Das Landesgericht Korneuburg eröffnete inzwischen ein entsprechendes Verfahren und bestellte den Masseverwalter. „Die Zahl der Arbeitssuchenden ist erfreulicherweise in Österreich insgesamt wieder im Sinken. Aber in besonders betroffenen Branchen wie etwa in der Luftfahrt, steigt die Zahl der Betroffenen an. Die Bundesregierung muss daher nach Lösungen und Alternativen suchen, um die Arbeitsplätze zu erhalte“, so Vida-Fachbereichsleiter Daniel Liebhart, der die Bundesregierung auch an ihr Versprechen erinnert, dass in der Krise niemand zurückgelassen werde. Der Vorsitzende des Level-Europe-Betriebsrats, Harald Kleedorfer, forderte im Zuge der Kundgebung die österreichische Bundesregierung zu einem Gespräch auf. Ziel ist es, dass gemeinsam eine Lösung gefunden wird, um das Unternehmen und damit die Arbeitsplätze retten zu können. Bei der Kundgebung vor dem Kanzleramt hatten alle Teilnehmer jeweils vier Luftballons in den Händen gehalten. Diese Aktion sollte symbolisieren, dass – wie Studien belegen – jeder Arbeitsplatz bei einer Airline direkt vier weitere Arbeitsplätze in Österreich schafft. „Die Rettung unserer 200 Arbeitsplätze würde daher eine Vielzahl an weiteren Beschäftigten in Österreich Jobsicherheit geben“, betonte Kleedorfer. Im Rahmen der Kundgebung wurde ein offener Brief des Betriebsrats an die Bundesregierung verlesen. Im Brief heißt

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Konkursverfahren über Level Europe eröffnet

Rechtsanwalt Michael Lentsch wurde zum Masseverwalter berufen. Forderungen können ab sofort angemeldet werden. Die Mitarbeiter können nun das Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten beantragen. Unter der Geschäftszahl 36 S 54/20p eröffnete das Landesgericht Korneuburg das Konkursverfahren über die Fluggesellschaft Level Europe GmbH. Das Gericht setzte bereits einen Gläubigerausschuss ein und bestellte mit dem Wiener Neustädter Rechtsanwalt Michael Lentsch einen Masseverwalter. Als Stellvertreter fungiert der Eisenstädter Rechtsanwalt Gerwald Holper. Beide Juristen gehören der Kanzlei Kosch & Partner an. Forderungen, so auch wertlos gewordene Flugtickets, können bis zum 15. Juli 2020 angemeldet werden. Die Gebühr hierfür beträgt 23 Euro, wobei das behördliche Formblatt digital oder papiergebunden zu verwenden ist. Am 29. Juli 2020 findet in Form einer Videokonferenz die erste Tagsatzung im Hauptverfahren statt. Der Gläubigerausschuss besteht aus folgenden Organisationen: 1.) Kreditschutzverband von 1870, 2.) Alpenländischer Kreditorenverband, 3.) Österreichischer Verband Creditreform, 4.) Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnnen NÖ, 5.) Finanzprokurator, 6.) Österreichische Gesundheitskasse. Die Beschäftigten der Level Europe GmbH müssen ihren Anspruch auf Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten stellen. Unterstützung können hierbei unter anderem der Betriebsrat, die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft leisten.

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Wien kündigt Gratis-Landungen an

Kostenlose Landungen im Jahr 2020 und Rabatte auf weitere Entgelte sollen zum raschen Wachstum in Österreich beitragen. Die Flughafen Wien AG will das Wiederanlaufen des Flugverkehrs durch deutlich gesenkte Gebühren beschleunigen. Für das Jahr 2020 sollen die Landeentgelte sogar ganz gestrichen werden und auch Nachlässe bei den passagierbezogenen Entgelten gewährt werden. Dies kündigte Vorstandsmitglied Julian Jäger gegenüber der Tageszeitung „Die Presse“ an. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Rabatte ist, dass mindestens 65 Prozent der ursprünglich für das Jahr 2020 geplanten Kapazität durchgeführt werden. Pro Fluggast bedeutet dies einen Nachlass von bis zu vier Euro. Allerdings fordert nun auch der Wiener Flughafen weitere staatliche Beihilfen, denn im September 2020 läuft nach aktuellem Stand die Kurzarbeit aus.

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Emirates kündigt A380-Comeback an

Nach mehr als drei Monaten Flugpause wird der größte A380-Betreiber den Superjumbo wieder nach Paris und London einsetzen. Auch wird man ab Mitte Juli 2020 mit Boeing 777 nach München fliegen. Golfcarrier Emirates Airline wird ab 15. Juli 2020 auf den Strecken von Dubai nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle wieder das Muster Airbus A380 einsetzen. Derzeit ist die Superjumbo-Flotte aufgrund der Corona-Pandemie abgestellt. Den vorerst letzten A380-Flug führte Emirates im März 2020 durch. Adel Al Redha, Emirates Chief Operating Officer sagte: „Die A380 ist bei unseren Kunden nach wie vor ein beliebtes Flugzeug und bietet viele einzigartige Features. Wir freuen uns, die Emirates A380 ab dem 15. Juli wieder am Himmel zu sehen, um unsere Fluggäste nach London und Paris an Bord willkommen zu heissen. Wir freuen uns auch darauf, unsere A380 nach und nach zu weiteren Flugzielen einzusetzen, je nach der Nachfrage auf bestimmten Routen. Das Emirates A380-Erlebnis ist nach wie vor einzigartig in der Luftfahrt. Obwohl wir einzelne Serviceleistungen an Bord im Interesse der Schutzmassnahmen für unsere Passagiere und Mitarbeiter modifiziert haben, sind wir zuversichtlich, dass unsere Kunden es begrüssen, wieder mit diesem leisen und komfortablen Flugzeug zu fliegen.“ Darüber hinaus wird Emirates ab dem 24. Juni Flüge von Dubai nach Dhaka wieder in sein wachsendes Streckennetz aufnehmen. Ab dem 15. Juli bietet die Fluggesellschaft dann zudem auch wieder vier wöchentliche Flüge nach München an.

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Private Investoren an South African Airways interessiert

Für SAA könnte es möglicherweise doch eine Zukunft geben, denn proaktiv meldeten sich potentielle Investoren bei der Regierung. Wie „Reuters“ berichtet, haben sich unaufgefordert Geldgeber und private Investoren bei der südafrikanischen Regierung gemeldet und ihr Interesse an South African Airways bekundet, sollte sie sich neu aufstellen wollen. Die staatseigene SAA steht seit Dezember unter einem Insolvenzschutz. Vor wenigen Tagen haben Vertreter der Fluglinie ein Rettungspaket vorgeschlagen, welches die Regierung verpflichten würde, 580 Millionen US-Dollar locker zu machen. Derartige Versuche, potenzielle Investoren für den angeschlagenen Carrier an Land zu ziehen, waren in der jüngsten Vergangenheit noch gescheitert. Nun wendet sich allem Anschein nach aber das Blatt – zugunsten der Fluglinie. Konkretere Angaben zu den Interessenten werden derzeit nicht veröffentlicht. Ob die Regierung den vorgelegten Rettungsplan umsetzen wird, steht auch noch in den Sternen.

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Norwegian setzt auf Hub-and-Spoke

Der Billigflieger aus Norwegen kündigte zu Beginn der Corona-Pandemie an, dass der Flugbetrieb knapp ein Jahr ruhen soll. Nun plant man sich vom Point-to-Point-Konzept zu verabschieden. Norwegian stellt seine Strategie aus der Krise vor. So wolle die Fluggesellschaft künftig vermehrt auf das Hub-and-Spoke-Modell setzen und weniger Direktverbindungen anbieten. Deswegen soll häufiger Kurzstrecke geflogen werden, um sich „das Wachstum des Langstreckenbetriebs in- und außerhalb Europas“ zunutze zu machen. Das Augenmerk soll dabei auf noch unversorgte Strecken zwischen Europa und anderen Kontinenten gelegt werden, wie ch-aviation.com berichtet. Bei dem oben genannten Hub-and-Spoke-Verfahren werden Fluggäste zunächst von ihrem Abflugsort zu einem zentralen Drehkreuz (Hub) geflogen, um von dort aus mit anderen Passagieren aus anderen Gebieten zum eigentlichen Ziel weiterzufliegen. Besonders kleinere regionale Flughäfen werden auf diese Weise an das weltweite Luftverkehrsnetz angeschlossen.

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EU könnte U.S.-Amerikaner aussperren

Bürger der Europäischen Union dürften derzeit nicht in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen. Nun erwägt die EU die USA als „unsicheres Gebiet“ hinsichtlich Corona zu definieren. Die Grenzbeschränkungen innerhalb der EU fallen mehr und mehr – ab 1. Juli 2020 möchte die Europäische Union nun auch für Reisen aus anderen Kontinenten neue Regelungen treffen. Künftig soll es eine Liste von „Acceptable Travellers“ aus Ländern außerhalb Europas geben, wie die „New York Times“ berichtet, der diese Auflistung vorliegen soll. Darauf fehlen demnach Staaten wie Russland oder Brasilien, deren Infektionszahlen noch immer sehr hoch sind. Ebenfalls nicht auf diese Liste dürften es die USA schaffen, die mit mehr als 2,3 Millionen Fällen und 120.000 Toten weiterhin zu den Corona Hot Spots der Welt gehören. Aber auch die Einreise aus China wird weiterhin nicht empfohlen. Diese neue Regelung soll laut dem Artikel nächste Woche veröffentlicht werden. Sie ist allerdings für die EU-Mitgliedsländer eher als Empfehlung zu sehen – jeder Staat trifft hier letztlich seine eigenen Entscheidungen. Derzeit ist die Einreise in EU-Länder von außerhalb Europas jedenfalls zum Großteil – aber mit Ausnahmen – nicht gestattet. Umgekehrt hat US-Präsident Donald Trump bereits im März Reisende aus vielen europäischen Ländern nicht mehr zugelassen, da damals die Infektionszahlen am alten Kontinent noch deutlich höher waren als in den USA. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Folgen könnte die EU-Empfehlung jedenfalls für den wiederaufkeimenden Passagierverkehr zwischen Europa und den USA haben. So will Austrian Airlines mit 1. Juli 2020 wieder Flüge zwischen Wien und New York (Newark), Washington

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Türkei startet COVID-19-Versicherung

Die Polizzen sollen auch Behandlungen der COVID-19-Erkrankung abdecken. Damit will das Land Touristen in das Land locken. Die Türkei setzt weiterhin alle Hebel in Bewegung, um auch dieses Jahr Menschen in das Land zu locken. So stellt Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy eine neue Versicherung vor, welche ab dem 1. Juli verfügbar sein soll. Diese werde unter anderem auch die Behandlungskosten einer Corona-Infektion abdecken. Touristen aus dem Ausland haben dabei konkret drei Varianten zur Auswahl: Sie zahlen entweder 15, 19 oder 23 Euro für die Versicherung und sind dann für Gesundheitsausgaben im Wert von 3000, 5000 oder 7000 Euro abgesichert. Kaufen könne man diese Corona-Versicherung bei verschiedenen Anbietern, wie Fluggesellschaften, Verkaufsstellen vor der Passkontrolle oder bei Reiseveranstaltern, wie abouttravel.ch berichtet.

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Innsbruck hält an Bauvorhaben fest

Die Kurzarbeit endet am 30. Juni 2020. Die Bauprojekte sollen nun wie geplant fortgeführt werden. Während die Corona-bedingte Kurzarbeit am 30. Juni ausläuft, werden ab Anfang des nächsten Monats die Planungsarbeiten für die Generalsanierung der Piste am Innsbrucker Flughafen wieder aufgenommen. Dies wurde im Rahmen der gestrigen Aufsichtsratssitzung einstimmig beschlossen. Ziel sei es, den ursprünglich geplanten Termin im Herbst 2021 (Mitte September bis Mitte Oktober) einzuhalten. Und dies, obwohl sich alles aufgrund der Pandemie um einige Monate nach hinten verschoben hat. Beim zweiten Großprojekt, dem Neubau des Terminalgebäudes, sei man sich gestern ebenfalls einig geworden, wie man mitteilt. Dennoch wolle man nicht allzu schnell auf das Gaspedal drücken und abwarten, wie sich die Flug- und Reisebranche in den kommenden ein bis zwei Jahren entwickelt, so Flughafen-Chef DI Marco Pernetta. Absagen gibt es trotzdem: Es wurde beschlossen, den erst Anfang dieses Jahres begonnenen Architekturwettbewerb zu widerrufen.

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Linz ab 27. Juni 2020 wieder am Netz

In Linz lag der Passagierflugbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend brach. Nun gibt es auch in Oberösterreich ein Comeback. Es kehrt wieder Leben ein im Passagierterminal am Linz Airport. Während der Frachtverkehr die gesamte Krise hindurch uneingeschränkt weiter lief, kam der Passagierverkehr nahezu völlig zum Erliegen. Umso mehr freut sich der Flughafen auf das Comeback der ersten Charterflüge. Den Anfang macht Kroatien: Ab dem 27. Juni 2020 wird die kroatische Insel Brač wieder angeflogen. Neben Kroatien planen die Reiseveranstalter ab Ende Juli auch Flüge nach Griechenland und Bulgarien. Airline-Partner der Veranstalter sind Bulgarian Air Charter und Corendon. Auf dem Plan stehen Kos, Lefkas/Preveza, Zakynthos, Rhodos, Heraklion und Burgas. Gute Nachrichten gibt es auch für die Kanarischen Inseln: Mit Mit Beginn des Winterflugplans wird Corendon Airlines Las Palmas (samstags) mit Linz verbinden. Derweilen würden sich Ägypten, die Türkei und Palma de Mallorca noch aufgrund der anhaltenden Reiserestriktionen „in der Warteschlange“ befinden. Ungewissheit herrscht noch beim Flugverkehr nach Düsseldorf und Frankfurt: „Es gibt bisher noch kein konkretes Datum für die Wiederaufnahme der Linienflugverbindungen nach Düsseldorf beziehungsweise Frankfurt. Der Flughafen rechnet damit, dass beide Verbindungen im Herbst wieder angeboten werden, allerdings mit weniger Frequenzen als vor der Corona-Krise“, informiert der Airport.

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