Juli 1, 2020

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Juli 1, 2020

Leonore Gewessler stellt Luftfahrt-Strategie auf den Prüfstand

Die Opposition äußert Zweifel an den von der Regierung geplanten Mindestpreisen für Flugtickets. Die Verkehrsministerin ist allerdings überzeugt, dass dies konform mit geltendem EU-Recht umgesetzt werden kann. Im Verkehrsausschuss des Nationalrats stand am Dienstag eine Aussprache zur Luftfahrtpolitik von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Mittelpunkt. Dabei wurde insbesondere über die Auswirkungen der COVID-19-Krise und die von der grünen Politikerin geplanten Mindestpreise für Tickets gesprochen. Gewessler erörterte auch, dass sie auf EU-Ebene über die Reform der Flugsicherung, die unter dem Namen Single European Sky bekannt ist, verhandeln wolle. Im gleichen Atemzug will sie über eine Reduktion des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes der Luftfahrt verhandeln. Ein weiterer Schwerpunkt würden alternative Treibstoffe sein, ihr Anwendungsgrad sei derzeit noch verschwindend gering. Hier stehe die Luftfahrtindustrie vor hohen Herausforderungen. Aus Sicht des Klimaschutzes sei die Verlagerung von Kurzstrecken auf die Bahn der sinnvollste Weg, das bedinge aber auch einen Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Städteverbindungen sowie der Verbindungen zu den östlichen Nachbarn. Ein weiteres Element sei die Erhöhung des Nachtzugangebots. Auch räumte Leonore Gewessler ein, dass die Umsetzung der von ihr angekündigten Mindestpreise für Flugtickets „eine komplexe Aufgabe“ darstelle. Hintergrund ist, dass ein nationaler Alleingang nach Ansicht von Rechtsexperten gegen geltendes EU-Recht verstoßen könnte. Die Ministerin gab sich aber zuversichtlich, dass „eine Lösung möglich ist“. Auch Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) bezeichnete die Umsetzung der Mindestpreise als „Herausforderung“. Auch will die grüne Politikerin die Roadmap Luftfahrt, die im Jahr 2017 erstellt wurde, auf den Prüfstand stellen und im kommenden Jahr eine neue Strategie für den Flugverkehr vorstellen. Für Herbst stellte sie Novellen

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Vertrag zur AUA-Rettung noch nicht fix

SPÖ, FPÖ und Neos wollen das Vertragswerk zur Rettung der Austrian Airlines einsehen. Doch nun erklärten Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), dass dieser noch gar nicht unter Dach und Fach ist. Die Opposition forderte in den vergangenen Wochen wiederholt die österreichische Bundesregierung zur Offenlegung des Rettungsvertrags in Sachen Austrian Airlines auf. Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) erklärte am Dienstag im Verkehrsausschuss, dass man dem nicht nachkommen könne, da die Vereinbarung „noch nicht finalisiert“ ist. Er verwies auch darauf, dass der Vertrag von der Vereinbarung der Bundesrepublik Deutschland mit Lufthansa und der Zustimmung der EU-Kommission abhängt. Dies habe man jederzeit klar kommuniziert. Auf Kritik der Opposition bezüglich des geplanten Abbaus von Stellen antwortete der Staatssekretär, dass diese bereits vor der COVID-19-Krise vom Unternehmen in die Wege geleitet wurden und daher nicht Teil des Verhandlungsmandats waren. Als Gegenleistung für den Zuschuss in der Höhe von 150 Millionen Euro erhalte die Republik Österreich Zusagen über die Erhaltung der Mehrzahl der Arbeitsplätze, die Erhaltung des Drehkreuzes Wien sowie über begleitende Klimaschutzmaßnahmen. Der Hub Wien soll analog zu den anderen Drehkreuzen der Lufthansa Group wachsen. Bundesministerin Leonore Gewessler bestätigte die Aussagen des Staatssekretärs zur AUA und sagte zu, dass der Vertrag dem Ausschuss zur Verfügung gestellt werde, sobald die letzten Punkte geklärt sind.

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Ryanair feiert „Corona-Comeback“

Der irische Billigflieger führt seit Mittwoch wieder rund 1.000 Flüge pro Tag durch. Einige Bases nahmen schon vor rund einer Woche den Flugbetrieb wieder auf. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nahm am Mittwoch, den 1. Juli 2020 den Flugbetrieb ab vielen Bases wieder auf. Laut Mitteilung des Unternehmens werden nun täglich etwa 1.000 Flüge angeboten. Insgesamt steuert man 90 Prozent der ursprünglich geplanten Destinationen an. Manche Bases, darunter auch jene von Lauda in Stuttgart, Düsseldorf und Palma de Mallorca, hatten ihr Comeback bereits vor rund einer Woche. Ryanair teilt wie folgt mit: „Im Einklang mit den Empfehlungen der EASA und des ECDC hat Ryanair neue Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit sowohl für unsere Besatzungen als auch für unsere Fluggäste eingeführt, die das Risiko von Covid-19 auf allen Ryanair-Flügen minimieren werden. Dazu gehören obligatorische Gesichtsmasken/Mund-Nasen-Bedeckungen, weniger eingechecktes Gepäck, bargeldloser Bordservice und erweiterte Hygienemaßnahmen.“ Konzernchef Michael O’Leary erklärt in einer Aussendung: „Wir sind in den letzten 10 Tagen im Juni täglich wieder ca. 250 Flüge geflogen und haben unsere Flugzeuge, Besatzungen und Wartungsteams wieder eingesetzt. Ab heute führen wir täglich 1.000 Flüge über unser gesamtes europäisches Netz durch, was ca. 40 Prozent unserer normalen Juli-Kapazität entspricht. Wir gehen davon aus, dass wir im Juli mehr als 4,5 Millionen Kunden befördern werden, darunter viele Familien, die nach den schweren Herausforderungen des Covid-19-Lockdowns, des Heimunterrichts usw. wohlverdiente Ferien im Mittelmeerraum verbringen. Diese 1.000 täglichen Flüge stellen einen wichtigen Wendepunkt für Ryanair und für die europäische Tourismusindustrie dar, mit der viele Arbeitsplätze und kleine Unternehmen verbunden

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Stuttgart nimmt Terminal 1 wieder in Betrieb

Aufgrund steigender Fluggastzahlen nimmt der Flughafen Stuttgart-Echterdingen die Check-In-Bereiche des Terminal 1 wieder in Betrieb. Damit stehen nun die Terminals 1 und 3 für Check-In und Passagierkontrollen zur Verfügung. Stuttgart rechnet damit, dass bis Ende August 2020 die Anzahl der Fluggesellschaften, die den Airport anfliegen, von etwa 20 auf über 30 ansteigen wird. Das am häufigsten angeflogene Ziel wird Palma de Mallorca sein. Die ab Stuttgart tätigen Fluggesellschaften haben bis zu 72 Umläufe pro Woche angekündigt.

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VC und UFO kündigen Großdemo in Berlin an

UFO und VC sowie die Mitarbeiter betroffener Fluggesellschaften werden am Donnerstag auf ihr Schicksal aufmerksam machen. Die Vereinigung Cockpit hält am Donnerstag ab 14 Uhr 00 eine Demonstration in Berlin ab. Die Marschroute führt vom Bundesfinanzministerium zum Bundestag bzw. dem nahegelegenen Bundeskanzleramt. Die Kundgebung wird in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft UFO und Vertretern der Personalvertretungen und Tarifkommissionen der betroffenen Fluggesellschaften organisiert. Die Demo steht unter dem Motto „Ihr fliegt in den Urlaub – Wir fliegen raus“. Damit wollen die Gewerkschaften und die betroffenen Mitarbeiter auf das Schicksal der Mitarbeiter von SunExpress, Germanwings, Tuifly und der Luftfahrtgesellschaft Walter aufmerksam machen. Die VC schreibt: „Lufthansa und TUI haben Milliarden an Staatshilfen erhalten. Trotzdem müssen die Beschäftigten von LGW, SunExpress, Germanwings und TUIfly um ihre Zukunft bangen. Es kann nicht sein, dass Unternehmensinteressen vor Arbeitnehmerinteressen gestellt werden.“

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