Juli 22, 2020

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Juli 22, 2020

USO: Ryanair und Lauda sollen Kabinen mangelhaft reinigen

Die spanische Gewerkschaft USO übt seit einigen Wochen heftige Kritik an der Umsetzung der spanischen COVID-19-Schutzmaßnahmen durch die Fluggesellschaften Ryanair und Lauda. Insbesondere der Umstand, dass entgegen der lokalen Gesetzgebung keine FFP2-Masken an das fliegende Personal ausgegeben werden, führte bereits dazu, dass Beschwerden an die Luftfahrtbehörden und das Arbeitsinspektorat gerichtet wurden. USO kritisiert nun auch die Reinigungsprozesse der Ryanair Group, denn diese würden zwischen zwei Flügen auf die Reinigung durch Fachpersonal verzichten. Lediglich in der Nacht komme es zum ausführlichen Putzen und Desinfizieren der Kabinen. Das ist aus Sicht der Arbeitnehmervertreter in Zeiten von Corona zu wenig. Man verweist auch auf Mitbewerber, die sehr wohl zwischen zwei Flügen durch Fachpersonal reinigen lassen würden. Bei Lauda und Ryanair soll das Kabinenpersonal „ohne Reinigungsmittel, Schutzmittel und Schulung“ diese Aufgabe übernehmen. Seit 8. Juli 2020 gelten für alle Airlines, die ab Spanien tätig sind, verbindliche COVID-19-Sicherheitsvorschriften, die sich an den Empfehlungen der EASA orientieren. Diese sollen Ryanair und Lauda laut USO missachten. Besonders sauer stößt den Arbeitnehmervertretern auf, dass anstatt der vorgeschriebenen FFP2-Masken nun wiederverwendbare MNS-Masken, die in China produziert wurden und keine Zulassung in Europa haben sollen, an das Personal ausgegeben werden. An Bord soll es nicht einmal gegen Geld Austauschmasken für Passagiere geben. Die EASA empfiehlt in diesem Zusammenhang, dass Airlines solche bereithalten sollen. Davon, dass diese für die Passagiere gratis sein müssen, ist jedoch keine Rede. Die Gewerkschaft USO kritisiert weiterhin, dass trotz einer bereits bei den zuständigen Behörden eingebrachten Beschwerde der Bordverkauf nicht reduziert wurde. Weiterhin werden Duty-Free-Artikel angeboten.

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Staatshilfe für Brussels Airlines steht

Bislang konnte sich Lufthansa auf staatliche Unterstützung für sich und seine Tochterunternehmen einigen – einzig Brussels Airlines blieb außen vor. Bis jetzt: Wie der öffentlich-rechtliche Sender VRT berichtet, konnte eine Einigung mit der belgischen Regierung erzielt werden. Demnach erhalte Brussels vom Staat ein Darlehen in der Höhe von 290 Millionen Euro, das bis 2026 getilgt werden müsse. Die Bedingung: Die Finanzspritze muss dem belgischen Flag-Carrier zugutekommen und darf nicht an die Lufthansa oder anderen Unternehmen der Airline weitergeleitet werden. Zudem erhalte die Regierung ein Pfandrecht auf Anteile des Kranich-Konzerns. Sollte die Fluggesellschaft also nicht mehr in der Lage sein, das Darlehen zurückzuzahlen, wandern diese an den belgischen Staat.  Darüber hinaus habe sich auch die Lufthansa dazu verpflichtet, der angeschlagenen Fluggesellschaft unter die Flüge zu greifen. So werde man zusätzlich 170 Millionen Euro in das Unternehmen pumpen. Davon sollen 70 Millionen Euro in die Umstrukturierung fließen, der Rest des Geldes soll der finanziellen Konsolidierung dienen. Die Einigung schreibe auch das Fortbestehen der Marke Brussels Airlines und des Hauptsitzes in Brüssel fest und liege sowohl dem Lufthansa-Vorstand als auch der belgischen Regierung zur endgültigen Billigung vor. Auch die Europäische Kommission könnte dem Vorhaben noch einen Riegel vorschieben. 

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Eastern flottet ersten E190 ein

Eastern Airways hält weiter an seinem Expansionsplan fest: Der britische Regionalflieger hat die erste Embraer E190-Maschine in Empfang genommen. Damit wolle man neue Märkte erschließen, wie ch-aviation.com berichtet. Das neue Flugzeug der E-Jet-Familie werde in Kürze in das britische Register aufgenommen und in den Unternehmensfarben lackiert. Schon Anfang des Jahres teilte die Fluglinie mit, dass im Rahmen der Wachstumspläne die Flotte um drei E190-Flieger erweitert werden soll. Sie seien flexibel genug und würden auch steile Anflüge zu eingeschränkten Flughäfen ermöglichen.

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Finnair nimmt China-Flüge wieder auf

Finnair baut seinen Flugplan weiter aus: Der Carrier darf vonseiten der chinesischen Regierung aus ab dem 23. Juli einen wöchentlichen Flug zwischen Helsinki und Shanghai anbieten. Geflogen werde mit einer Airbus A350-Maschine, wie man mitteilt. Genauere Informationen zu den Flugzeiten sollen folgen. Bis dato bedient die finnische Airline im Juli über 30 Ziele und hebt insgesamt 80 bis 90 Mal pro Tag ab. „Die Wiedereröffnung unserer Route in Shanghai ist eine gute Nachricht für unsere Kunden und ein wichtiger Schritt für uns, da China weiterhin eine Schlüsselrolle in der Strategie von Finnair spielt“, so Ole Orvér, Chief Commercial Officer von Finnair. „Wir freuen uns darauf, unseren Service für den chinesischen Markt bald zu verbessern.“

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Voyage Air in Erfurt gelandet

Am Sonntag hob erstmalig eine Boeing 737 der Voyage Air mit Urlaubern in Richtung Varna ab. Die bulgarische Airline wird von nun an bis zum 27. September jeden Sonntag Erfurt mit dem Badeziel an der Schwarzmeerküste verbinden.  Damit feiert eine weitere Urlaubsregion das Comeback am Flughafen Erfurt-Weimar. „Wir freuen uns, dass Bulgarien wieder ab Erfurt angeflogen wird und neben Kreta, Rhodos und Mallorca nun auch ein weiteres Urlaubsziel rechtzeitig zum Ferienstart bedient wird,“ so Hans-Holm Bühl, Leiter Marketing/Vertrieb des Flughafens Erfurt-Weimar.

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Condor ist zurück in Leipzig

Ab heute hebt Condor wieder vom Leipzig/Halle Airport ab. Der Ferienflieger hat zwei Airbus A321 stationiert und bietet in der aktuellen Sommersaison bis zu 24 Abflüge pro Woche an. Angeflogen werden neun Ziele auf den Kanarischen Inseln, griechischen Inseln und den Balearen. Schon heute morgen starteten die Maschinen nach Palma de Mallorca und Korfu. Außerdem sollen weitere Ziele folgen: Heraklion, Kos, Rhodos, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa stehen in der Pipeline. „Urlaub kann man nicht per Videokonferenz machen, sondern wie seit knapp 65 Jahren am besten mit Condor. Wir freuen uns sehr, dass es nun pünktlich zu den Sommerferien auch wieder ab dem Flughafen Leipzig/Halle, dem wir seit jeher sehr verbunden sind, zu den schönsten Urlaubszielen geht. Und unsere Gäste können auch in diesem sehr besonderen Sommer mit einem guten Gefühl in die Ferien starten: Wir setzen eine Vielzahl an Schutzmaßnahmen auf der gesamten Flugreise konsequent um“, so Ralf Teckentrup, CEO Condor.

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Lübeck Air hebt am 17. August 2020 ab

Das flughafeneigene Start-Up Lübeck Air wird ab 17. August 2020 einen täglichen Flug zwischen der Hansestadt und Stuttgart anbieten. Zum Einsatz kommt eine von Air Alsie betriebene ATR72-500, die mit 60 Sitzplätzen bestuhlt ist.  Ebenfalls ab 17. August 2020 soll zwischen Lübeck und München im doppelten Tagesrand geflogen werden. Tickets für die beiden neuen Strecken sind bereits über die Homepage des Anbieters buchbar. In allen Tarifklassen sind nach Angaben des Unternehmens Check-In-Gepäck, ein Handgepäckstück und Snacks und Getränke an Bord inkludiert.

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Vorsorgliche Streichung: Airline muss zahlen

Gelegentlich kommt es vor, dass Fluggesellschaften bei Unwetterprognosen bereits am Vortag ihre Passagiere über die Entscheidung zur Streichung der Verbindung informieren. Schlechtes Wetter gilt für gewöhnlich als außergewöhnlicher Umstand und entbindet die Airline von der Zahlung der Ausgleichsleistung. Nicht jedoch in dieser spezifischen Konstellation, entschied das Landgericht Berlin. Die beklagte Fluggesellschaft strich „vorsorglich“ aufgrund einer Unwetterprognose die betroffene Verbindung für den Folgetag. Unter dem Aktenzeichen 67S49/19 entschied das Landgericht Berlin nun, dass es sich um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt, da es keine entsprechende Warnung der Flugsicherung gab. Diese hätte den Flugverkehr einschränken können, was sie jedoch nicht getan hat. Das Gericht sprach dem Kläger nun die Ausgleichsleistung zu.

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Etihad kündigt weiteren 400 Piloten

Golfcarrier Etihad Airways kündigte in einem internen Rundschreiben an, dass weitere 400 Pilotenstellen aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie gestrichen werden. Man sieht sich momentan nicht in der Lage die Arbeitsplätze halten zu können. Im Mai 2020 wurde bekannt, dass 1.200 Stellen abgebaut werden sollen. Nun kommen 400 weitere Jobs dazu, so dass Etihad Airways nach aktuellem Informationsstand 1.600 Personen die Kündigung aussprechen wird bzw. teilweise bereits durchgeführt hat.

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Lufthansa bringt „Ocean“ an den Start

Mitten in der Corona-Krise stellte Lufthansa für ihr neues Touristikprojekt, das unter dem Arbeitstitel „Ocean“ bekannt ist, einen Antrag auf Erteilung von AOC und OL. Das Unternehmen soll als Wetlease-Plattform dienen und sämtliche touristischen Angebote zusammenführen, berichtet CH-Aviation.com. Bereits vor einem Jahr kündigte der Lufthansa-Vorstand an, dass der Leisure-Verkehr komplett neu aufgestellt werden soll. Eurowings erwies sich offenbar als finanziell teurer Fehlschlag, denn das Langstreckenprodukt wurde nie profitabel. Die Neugründung soll allerdings nicht im Low-Cost-Segment angesiedelt werden, sondern orientiert sich an der schweizerischen Edelweiss Air. Derzeit ist geplant, dass elf Maschinen ab Frankfurt, München und Düsseldorf zum Einsatz kommen. Daher ist anzunehmen, dass bei Eurowings weitere Veränderungen bevorstehen. Innerhalb des Konzerns entledigte man sich bereits der Tochter Germanwings und der Beteiligung SunExpress Deutschland. Lufthansa kündigte im Vorjahr an, dass die deutschen Wings-Aktivitäten in einer Plattform gebündelt werden sollen. Der Subunternehmer Luftfahrtgesellschaft Walter, der vor der Corona-Krise mit DHC Dash 8-400 für Eurowings flog, meldete zwischenzeitlich Insolvenz an.

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