August 13, 2020

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August 13, 2020

Wien: ACG vor Sparmaßnahmen

Austro Control schreibt seit Beginn der Pandemie Millionenverluste. Das werden die Mitarbeiter nun wohl zu spüren bekommen. Denn die staatliche Flugsicherung muss dem Bund ein Sanierungspaket vorlegen. „Dies erfordert Einschnitte, die kommen müssen, um das Sanierungspaket überhaupt schüren zu können. Diese müssen auf den Schultern vieler getragen werden“, so Geschäftsführerin Valerie Hackl gegenüber dem ORF.  Alleine heuer erwarte man einen Corona-bedingten Umsatzverlust von bis zu 150 Millionen Euro. Deswegen müsse in allen Bereichen des Unternehmens gespart werden. Auch Zulagen und Prämien könnten gestrichen und Pensionen eingefroren werden. Ebenso könnte Teile der Abfertigung sowie Zusatzpensionen nicht ausbezahlt werden. Die Gewerkschaft Vida kritisiert dieses Vorgehen. Derartigen Einschnitten könne man nicht zustimmen. Aus Sicht der Vida müsse der Eigentümer der Austro Control, der Bund, nun aktiv werden und handeln. „Wenn man der AUA hunderte Millionen Euro zuschießen kann, wird man wohl auch für die eigene Flugsicherungsbehörde Geld locker machen können“, so Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida.  Darüber hinaus kritisiert er Äußerungen der Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl in einem im Kurier veröffentlichten Interview zu den angekündigten Sparmaßnahmen. So wird Hackl mit den Worten „Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben“, im Kurier zitiert. „Langjährige erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich als ‚Altlasten‘ zu diffamieren, das ist eine verbale Entgleisung sondergleichen“, so Liebhart.

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BA: Paycuts oder Kündigungen?

Heute soll entschieden werden, ob Tausende Britisch Airways-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren oder ob das Unternehmen Lohnkürzungen vornimmt. Zuvor hätten knapp 6.000 Angestellte eine freiwillige Entlassung vorgeschlagen.  Diejenigen, die einer freiwilligen Entlassung nicht zustimmen und veränderte Bedingungen im Arbeitsvertrag nicht akzeptieren möchten, sollen kurzerhand das Kündigungsschreiben ausgehändigt bekommen – mit der Möglichkeit der Wiedereinstellung, sollten sie sich später umentscheiden. Der Gewerkschaft Unite zufolge könnte das Gehalt um 50 Prozent reduziert werden. Dies bestreite British Airways, wie das Nachrichtenportal Dailymail berichtet. Die Fluglinie fliegt fünf Monate nach Ausbruch der Krise immer noch weniger als 20 Prozent des eigentlichen Flugplans und verzeichnete kürzlich im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern in der Höhe von 3,4 Milliarden Pfund. „Wir müssen jetzt schwierige Entscheidungen treffen und alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schützen“, so ein Sprecher des Carriers.

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Green Airlines schaltet Buchungen frei

Am 1. November startet die deutsche Fluggesellschaft Green Airlines ihren ersten Linienflug von Karlsruhe-Baden Baden zum neuen Berliner Flughafen BER. Wöchentlich sind insgesamt 16 Abflüge geplant. Die Flüge vom Flughafen Karlsruhe-Baden Baden starten jeweils um 6 Uhr 30, 15 Uhr und 19 Uhr. Zum Einsatz kommen ATR der dänischen Air Alsie. „Die ersten Buchungen sind bereits eingegangen und bestätigen, dass es großes Interesse an der Verbindung gibt. Bis zum Erstflug haben wir das Ziel das Buchungssystem zudem mit weiteren Funktionalitäten zu ergänzen. Unsere nächsten großen Features, sind neben der für Passagiere kostenlosen Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in Karlsruhe und Berlin, das automatisierte Buchen über Messenger. Auch eine größere Auswahl an Self-Services, mit denen der Passagier die Möglichkeit hat, eigenständig Änderungen an der Buchung vorzunehmen, wie etwa Namensänderungen oder Umbuchungen, ist in Planung“, so Stefan Auwetter, Gründer und CEO bei Green Airlines. 

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Air India schließt Stationen in Europa

Das Star-Alliance-Mitglied Air India wird angesichts der Folgen der Coronakrise fünf europäische Stationen schließen. Damit will das Unternehmen die Kosten reduzieren. Betroffen sind neben Wien auch Kopenhagen, Stockholm, Madrid und Mailand. Die Folge daraus ist auch, dass die Flüge zu diesen Airports aufgegeben werden. Die jeweiligen Stationsleiter wurden in internen Anschreiben mit der Schließung der fünf genannten europäischen Stationen beauftragt. „Angesichts der Situation in Covid hat AI beschlossen diese Stationen zu schließen und wird in Absprache mit den örtlichen Stationsleitern unverzüglich Maßnahmen zur Schließung einleiten und die Fristen mitteilen bis zu denen die Station geschlossen wird“, so ein Air-India-Sprecher gegenüber IANS.

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Eurowings: Großer Ärger wegen Werbeinserat

Die Lufthansa-Tochter Eurowings zog die jüngste Ausgabe des Bordmagazins wieder aus dem Verkehr. Grund dafür ist, dass ein Werbekunde in einem Inserat für ein Schmuckstück wirbt. Das Foto auf dem Sujet wurde laut einem Bericht des Berliner Kuriers auf dem Holocaust-Mahnmal in Berlin aufgenommen. „Das Produkt kam von einem externen Dienstleister, den wir umgehend kontaktierten. Auch wenn es sich um ein Missverständnis handelte, ist solch eine Anzeige nicht zu vertreten. Wir haben sofort reagiert und das Produkt aus allen unseren Kanäle entfernt. Wir möchten uns in aller Form dafür entschuldigen“, so eine Eurowings-Sprecherin gegenüber dem Berliner Kurier. Das werbende Unternehmen selbst wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern. Zuvor hatten sich laut dem Medienbericht mehrere Passagiere bei Eurowings über das Inserat im Bordmagazin beschwert. Das Heft selbst wird von einer externen Agentur im Auftrag des Billigfliegers produziert.

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Zusätzlicher Staatskredit für Tui

Der Reisekonzern Tui erhält seitens der Bundesrepublik Deutschland abermals Staatshilfe in Milliardenhöhe. Der bereits bestehende Kredit, der über die bundeigene Kreditanstalt für Wiederaufbau zu Beginn der Coronakrise gewährt wurde, ist um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt worden. Weitere 150 Millionen Euro werden über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in das Unternehmen fließen. Dazu wird eine Wandelanleihe ausgegeben, die vom WSFZ gezeichnet wird. Diese kann in Aktien umgewandelt werden, so dass eine Beteiligung von etwa neun Prozent entstehen kann. Im April 2020 erhielt Tui über ein Bankenkonsortium einen staatlich besicherten KfW-Kredit in der Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Dieser wurde nun kräftig aufgestockt. Tui will mit den Finanzmitteln insbesondere über den Winter kommen und sich langfristig absichern. In der Kritik steht der Konzern aufgrund des Umstands, dass weltweit 8.000 Jobs gestrichen werden sollen. Die Flotte der deutschen Tuifly soll halbiert werden und bis zu 900 Stellen abgebaut werden.

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Airbus beschleunigt A321XLR-Entwicklung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus behandelt das Projekt A321XLR nun mit Priorität. Es soll angesichts der momentanen Krise nicht pausiert, sondern auf volles Tempo gestellt werden, so der Konzern in einer Aussendung. Der A321XLR ist eine reichweitenverstärkte Variante des A321KR und soll Nonstopflüge bis zu 8.700 Kilometer ermöglichen. Gegenüber dem A330neo ist das Modell in der Anschaffung günstiger, weshalb im Langstrecken-Point-to-Point-Verkehr große Chancen eingeräumt werden. Derzeit hat man bereits rund 500 Festbestellungen von 24 Kunden.

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Lauda-Europe-Management ohne Andreas Gruber

Zwischenzeitlich machte die maltesische MFSA im Malta Business Register (Firmenbuch) die Nachfolgegesellschaft der österreichischen Laudamotion GmbH ersichtlich. Die Lauda Europe Ltd. residiert nicht nur in den gleichen Räumlichkeiten wie die Konzernschwester Malta Air Ltd., sondern teilt sich mit dieser auch einige Manager. Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber scheint bei Lauda Europe Ltd. hingegen nicht auf. Das maltesische Unternehmen wird von David O’Brien, Richard Higgins, Angelo Buhagiar und Neil Sorahan gehleitet. Buhagiar und Sorahan finden sich auch im Firmenbuchauszug von Malta Air in der Funktion als Geschäftsführer.  Eigentümer der Lauda Europe Ltd. mit Sitz in Birkirkara ist die Gulliver Holding Ltd. Diese befindet sich vollständig im Eigentum von Ryanair Holdings PLC und wird von Angelo Buhagiar und Neil Sorahan geleitet. Ebenso ist die Gulliver Holding Ltd an Malta Air beteiligt.  Lauda Europe Ltd. wurde am 14. Jänner 2019 als so genannte Vorratsgesellschaft gegründet und ab 21. Mai 2020 sind Aktivitäten einer Übernahme durch Ryanair Group im MBR ersichtlich. Die Namensänderung wurde am 30. Juli 2020 bei der MFSA beantragt. Dies ist insofern bemerkenswert, da im Mai 2020 die Mitarbeiter der Laudamotion GmbH durch zwei Demonstrationen Druck für den Abschluss des neuen Kollektivvertrags ausgeübt haben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schließung der österreichischen Firma und die Ausflaggung nach Malta also bereits beschlossene Sache.

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Lauda-Mitarbeiter erhalten Post aus Malta

Zahlreiche Mitarbeiter der österreichischen Laudamotion GmbH haben am Mittwoch einen Brief aus Birkirkara, größte Stadt der Republik Malta, erhalten. Die dort in den Räumlichkeiten der Malta Air Ltd. ansässige Lauda Europe Ltd. bietet die Übernahme des Arbeitsverhältnisses auf Grundlage des Laudamotion-Kollektivvertrags vom 28. Mai 2020 an. Der Wechsel des Arbeitsgebers soll bereits am 15. September 2020 vollzogen werden. Dazu wird die Zustimmung bis zum 20. August 2020, 17 Uhr 00, eingefordert. Es wird lediglich ein vorgegebenes Wording akzeptiert und darauf hingewiesen, dass es keine Alternative gibt. In Birkirkara wird die Lauda Europe Ltd. jedenfalls im Centris Business Gateway, ein sehr junges und modernes Bürogebäude, sitzen. Dabei teilt man sich Büros und Etage mit der Konzernschwester Malta Air Ltd., denn die Anschriften sind bis hin zur Büro-Topnummer identisch. Es handelt sich allerdings um keinen „Briefkasten“, denn vor Ort befinden sich die Arbeitsplätze von Mitarbeitern von Malta Air und künftig auch von Lauda Europe. Laut Auskunft des maltesischen Verkehrsministeriums wurden Lauda Europe Ltd. bis dato AOC und OL noch nicht erteilt. Das Unternehmen beabsichtigt mit Beginn der Winterflugplanperiode 2020/21 jene ACMI-Dienstleistungen, die bislang von Laudamotion GmbH für Ryanair erbracht werden, zu übernehmen. Im Anschreiben an die Mitarbeiter heißt es auch, dass man Lauda Europe Ltd. zu einer „major Eurpean low cost airline“ ausbauen will.

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Wien: Ryanair kündigt neue Strecken an

Die Billigfluggesellschaft Ryanair kündigte am Donnerstag die Aufnahme von acht Strecken im Sommerflugplan 2021 ab Wien an. Dabei handelt es sich um Pula, Banja Luka, Billund, Birmingham, Bologna, Göteburg, Perugia und Rimini. Neue Strecke Flüge pro Woche Pula                                                 2 Banja Luka                                       2 Billund                                            2 Birmingham                                    4 Bologna                                           4 Göteburg                                     3 Perugia                                             2 Rimini                                             2 Teilweise wurden diese Routen bereits in der Vergangenheit von der Tochtergesellschaft Lauda angeboten oder aber zumindest angekündigt und aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Endgültig vom Tisch ist die Aufnahme der Lauda-Strecke nach Beirut. Diese hätte eigentlich mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2020 bedient werden sollen, jedoch kam es aufgrund der Coronakrise dazu nie und dazu wird es auch nicht mehr kommen, da Ryanair diese aus streckenrechtlichen Gründen nicht unter dem FR-Code bedienen kann. Der Billigflieger beabsichtigt auf einigen Strecken, die ab Wien angeboten werden, im Sommerflugplan 2021 erhöhte Frequenzen anzubieten. Diese sind in der nachstehenden Tabelle ersichtlich. Erhöhte Flugfrequenz nach Flüge pro Woche Alghero                                      3 (+1) Barcelona                                   12 (+3) Bukarest                                    7 (+5) Catania                                       3 (+1) Charleroi                                    14 (+1) Kopenhagen                               7 (+4) Dortmund                                   7 (+4) Dublin                                        11 (+6) Edinburgh                                  11 (+6) Ibiza                                           5 (+3) Kefalonia                                   2 (+1) Kiew Boryspil                             7 (+4) Palma                                         25 (+15) Paris                                            4 (+2) Riga                                            4 (+2) Sofia                                           4 (+1) Stansted                                       14 (+5) Tallinn                                        3 (+1) Vilnius                                        3 (+1) Zadar                                          3 (+1)

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