Oktober 10, 2020

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Oktober 10, 2020

Transat-Übernahme wird für Air Canada deutlich günstiger

Die Übernahme von Transat durch Air Canada wird günstiger ausfallen, denn pro Aktie werden aufgrund durch die Corona-Pandemie gesunkenen Airlinewerte nur noch fünf kanadische Dollar bezahlt werden. Darauf einigten sich die Verwaltungsräte der beiden Unternehmen und empfehlen den Transat-Aktionären die Annahme des Angebots. Diese haben die Wahl zwischen einer Zahlung in bar oder in Form von Air-Canada-Aktien im Verhältnis 0,2862 AC-Anteilsscheine pro Transat-Aktie. Das Gesamtvolumen der geplanten Transaktion sinkt auf etwa 190 Millionen kanadische Dollar ab. Diese steht unter dem Vorbehalt diverser Genehmigungen, die noch eingeholt werden müssen. Mit dem Closing wird Ende Jänner oder Anfang Feber 2021 gerechnet. „COVID-19 hat verheerende Auswirkungen auf die globale Luftfahrtindustrie gehabt und sich erheblich auf den Wert von Fluggesellschaften und Luftfahrtanlagen ausgewirkt. Dennoch beabsichtigt Air Canada, die Übernahme von Transat zu einem reduzierten Preis und zu geänderten Bedingungen abzuschließen“, so Calin Rovinescu, Präsident und Chief Executive Officer von Air Canada. „Diese Kombination wird die Geschäftstätigkeit von Transat und seine Stakeholder stabilisieren und Air Canada und die kanadische Luftfahrtindustrie in die Lage versetzen beim Eintritt in die Welt nach COVID-19 stärker aufzutreten.“

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Ryanair-Chef Wilson drängt auf EU-weite Corona-Ampel

Die EU-Kommission drängt auf einheitliche Reiseregeln, die den bisherigen Flickenteppich ersetzen sollen. Dieses basiert auf einem Ampel-System mit den Farben grün, gelb und rot. Dieses könnte am Dienstag in Brüssel beschlossen werden, jedoch sitzen die Nationalstaaten am längeren Hebel, denn sollte es zu keiner Einigung kommen, bleibt der Flickenteppich. Der Vorschlag der Kommission sieht vor, dass bei den Farben grün und gelb keine Quarantäne erforderlich ist. Gegebenenfalls könnten bei gelb Schnelltests durchgeführt werden. Personen, die aus rot markierten Staaten einreisen, müssen gegebenenfalls einen negativen PCR-Test vorlegen oder aber diesen vor Ort durchführen. Maßgeblich ist allerdings, dass die Definition was überhaupt ein Risikogebiet ist, vereinheitlicht wird. Genau das will die EU-Kommission, denn momentan legen die Nationalstaaten dies selbst und schwer vergleichbar fest. Ein Beispiel hierfür: Österreich definiert Varna und ganz Bulgarien als Risikogebiet, Deutschland hob die Reisewarnung für die Schwarzmeer-Stadt auf. Das European Centre for Disease Control geht derzeit davon aus, dass für 15 Länder die Beschränkungen aufgehoben werden können. Während sich die meisten Airlines zu den Plänen der EU-Kommission noch bedeckt halten, da mit einer heftigen Debatte unter den einzelnen Mitgliedsstaaten zu rechnen ist, meldete sich Ryanair-Geschäftsführer Eddie Wilson zu Wort: „Wir fordern alle EU-Regierungen dringend auf, das EU-Ampelsystem unverzüglich zu übernehmen. Die europäische Luftfahrt- und Tourismusindustrie kann sich weitere Arbeitsplatzverluste nicht leisten, und bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir lernen, mit dem Virus zu leben. Die Umsetzung dieses koordinierten regionalen Ansatzes wird dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden vor einer schwierigen Wintersaison wiederherzustellen, und es allen Fluggesellschaften

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September: Reisewarnungen verhagelten Berlin-Zahlen

Die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel verzeichneten im September 2020 im Vergleich mit August 2020 einen deutlichen Passagierrückgang. Insgesamt nutzten 693.601 Reisende die beiden Airports – ein sattes Minus von 16,3 Prozent. Die Geschäftsleitung führt dies auf zunehmende Reisewarnungen und veränderte Quarantäneregeln zurück. „Der Rückgang der Fluggastzahlen im September zeigt, wie unmittelbar das Infektionsgeschehen und die Quarantänepflicht sich auf die Fluggastzahlen auswirken. Um die Hauptstadtregion auch in der Pandemie verlässlich mit der Welt verbinden zu können, brauchen wir weniger pauschale Quarantäneregelungen und mehr Testmöglichkeiten an den Flughäfen. Außerdem sollten die tatsächlichen Infektions-Hotspots klarer eingegrenzt werden, um andere Gebiete weiterhin erreichen zu können“, so BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Insgesamt fertigte der Standort Schönefeld 213.412 Passagiere ab; in Tegel waren es 480.189 Passagiere. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das ein Rückgang von 78,7 Prozent. Für beide Flughäfen wurden 9.522 Flugbewegungen registriert, davon führte Schönefeld 3.747 und Tegel 5.775 Flüge durch. Verglichen zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 63 Prozent. Im Zeitraum von Jänner bis September 2020 wurden bisher insgesamt 8.038.590 Passagiere befördert. Davon rund 2.600.446 in Schönefeld und 5.438.144 in Tegel. Das sind 70,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

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Noch heuer: Eurowings plant Beirut und Erbil

Die Lufthansa-Tochter Eurowings begibt sich in die Fußstapfen der nicht mehr existierenden Carrier Germania und SunExpress Deutschland. Der Carrier wird noch heuer Nonstop-Flüge in den Libanon und Irak aufnehmen. Beirut soll ab 15. Dezember 2020 ab Berlin-Brandenburg angeboten werden. Diese Destination wird ist ab 22. Dezember 2020 auch ab Düsseldorf geplant. Zusätzlich beabsichtigt Eurowings ab diesem Airport auch Erbil anzusteuern. Die Aufnahme ist für den 19. Dezember 2020 angekündigt. Dies berichtet das Portal Airliners.de unter Berufung auf einen Firmensprecher.

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Herbstferien: Griechenland stößt Mallorca vom Thron

In den in Deutschland bevorstehenden Herbstferien sind heuer die griechischen Inseln Rhodos, Kreta und Kos deutlich stärker nachgefragt als Mallorca. Zu diesem Schluss kommt Eurowings nach Auswertung der Buchungszahlen. Die seitens der Bundesrepublik bestehende Reisewarnung für Spanien, die ab 15. Oktober 2020 auch zu einer Zwangsquarantäne führen wird, dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Lufthansa-Tochter fliegt erstmals mehr sonnenhungrige Urlauber auf die drei griechischen Inseln als auf die Baleareninsel, deren Tourismus seit Monaten unter den aktuellen Reise-Restriktionen leidet.

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Drohnen-Testflug über 380kV-Leitung durchgeführt

Der Stromnetzbetreiber Austrian Power Grid führte in Zusammenarbeit mit Smart Digital und der Austro Control einen Drohnen-Testflug über eine Strecke von 100 Kilometern durch. Beabsichtigt ist künftig Inspektionsflüge mit unbemanntem Fluggerät durchzuführen. „Drohnen ermöglichen viele Innovationen und erleichtern uns in vielen Bereichen das Leben. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und vielversprechend und das Zukunftspotenzial sehr hoch. Gerade für ein Land wie Österreich, das stark durch eine mittelständische Luftfahrtzulieferindustrie geprägt ist, birgt dieses Potenzial eine große Chance“, so Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP). SmartDigital führte im Auftrag der APG diesen ersten Testflug erfolgreich durch. Beflogen wurde die 380-kV-Leitung, die vom Umspannwerk Süd-Ost in 1100 Wien ins Burgenland führt. Allerdings wurde nicht die gesamte Trasse, sondern ein Teilabschnitt von Wien nach Rotenturm an der Pinka bei diesem ersten Testflug inspiziert. „Das Innovationspotential von Drohnen ist enorm, und es ist unser erklärtes Ziel, sowohl als Luftfahrtbehörde, als auch als Flugsicherung, innovative Anwendungen zu fördern und ein Partner für die österreichische Luftfahrtindustrie zu sein“, sagt Austro Control-Geschäftsführer Axel Schwarz.

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650.000 Lufthansa-Group-Kunden warten noch auf Geld

Die Lufthansa Gruppe teilte am Freitag mit, dass mit Stand 7. Oktober 2020 rund 3,2 Milliarden Euro an Ticketerstattungen an etwa 7,3 Millionen Kunden geleistet wurden. Offen sind nach Angaben des Konzerns noch 650.000 Anträge im Wert von 300 Millionen Euro. „Ständig wechselnde Reisestriktionen und -warnungen zwingen Lufthansa dazu, Flugpläne immer wieder zu ändern. Das führt zu unvermeidlichen Flugstreichungen. Die damit verbundenen Erstattungsanträge werden so schnell wie möglich bearbeitet. Daher wird sich die Zahl der offenen Erstattungsanträge weiter dynamisch entwickeln, in den kommenden Wochen weiter abnehmen, aber nicht gänzlich null erreichen“, so der Kranich in einer Aussendung.

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Ryanair-CEO Wilson: „Testkapazitäten müssen in Fleischerei-Betriebe“

Seit knapp über einem Jahr leitet Eddie Wilson die Geschicke der Billigfluggesellschaft Ryanair DAC, einer Tochter der Ryanair Holdings plc, deren Chef Michael O’Leary ist. Insbesondere Gewerkschaften ist der Name Wilson nur zu gut bekannt, denn in seiner vorherigen Funktion als Personaldirektor galt er als knallharter Verhandler. Es ist sinnvoll Tests für Länder oder Regionen durchzuführen, die bei Ankunft als Teil einer Stichprobe oder innerhalb eines Ankunftszeitraums als rot eingestuft werden. Tests vor der Abreise innerhalb der EU auf der Kurzstrecke sind jedoch nicht realistisch. Eddie Wilson, CEO Ryanair DAC. Die von Wilson geleitete Fluggesellschaft hat 270 Boeing 737-800 und eine Boeing 737-700, die als Executive Jet genutzt wird, im Eigenbetrieb. Die Konzernschwestern Buzz, Lauda Europe, Malta Air und Ryanair UK betreiben 198 weitere Flugzeuge im Wetlease für den irischen Carrier. Die Gesamtflotte, auf die der Manager zurückgreifen kann, besteht aus 469 Maschinen, die wie folgt verteilt sind: Airline Flotte Ryanair DAC 1 Boeing 737-700 (Executive Jet)270 Boeing 737-800 Buzz 47 Boeing 737-800 Malta Air 120 Boeing 737-800 Laudamotion / Lauda Europe 30 Airbus A320 Ryanair UK 1 Boeing 737-800 Aviation Direct sprach mit Eddie Wilson, der seit 23 Jahren für Ryanair tätig ist und als enger Vertrauter von Group-CEO Michael O’Leary gilt, über die jüngsten Pläne der EU-Kommission, die Lockdown-Zeit, Schnelltests. Der Manager vertritt die Ansicht, dass Corona-Schnelltests auf Kurzstreckenflügen nicht praktikabel sind, sondern in der fleischverarbeitenden Industrie eingesetzt werden sollten. Aviation.Direct: Welche Schritte müssen Regierungen und die EU setzen, um der Luftfahrt- und Touristikbranche das Überleben und Comeback

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So heftig traf die Pandemie den Flughafen Salzburg

Der Flughafen Salzburg startete mit einem leichten Minus von einem Prozent ins Jahr 2020. Im Feber verzeichnete der zweitgrößte Airport allerdings ein Plus von sieben Prozent auf 258.852. Auch die Anzahl der Flugbewegungen legte um fünf Prozent auf 2.145 zu. Ab März ging es dann aufgrund der Corona-Pandemie steil bergab. Die Anzahl der Starts und Landungen halbierte sich auf 1.089. An Bord befanden sich 9.537 Fluggäste – ein Minus von 60 Prozent. Im Lockdown-Monat April 2020 gab es gar nur vier kommerzielle Flugbewegungen mit nur elf Passagieren. Der Mai 2020 war nur ein wenig besser: 22 Starts und Landungen mit 247 Fluggästen. Im Juni waren es 28 kommerzielle Flugbewegungen mit 1.633 Reisenden. Die traditionell reisestarken Monate Juli und Augst waren in Salzburg heuer aufgrund der Corona-Pandemie äußerst schwach, aber den Umständen entsprechend konnte man im Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat zulegen. Die Anzahl der Flugbewegungen war im Juli um 80 Prozent reduziert. Gezählt wurden 290 Starts oder Landungen. An Bord befanden sich 18.377 Passagiere – ein Minus von 87 Prozent. Im August 2020 gab es in Salzburg 381 kommerzielle Flugbewegungen und somit um 74 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dementsprechend ist es auch wenig verwunderlich, dass sich die Anzahl der Fluggäste um 80 Prozent auf 30.704 reduzierte.

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