Oktober 27, 2020

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Oktober 27, 2020

Deutsche Bahn stellt letzte Fernbuslinien ein

Überraschend kommt es definitiv nicht: Die Deutsche Bahn AG wird sich mit Ende 2020 endgültig aus dem Fernbusgeschäft zurückziehen. Die so genannten IC-Busse werden aufgegeben. Damit wird auch die zweite Marke aufgegeben. Bereits im Jahr 2016 stellte die Deutsche Bahn AG den Fernbusverkehr der damaligen Tochter Berlin Linien Bus ein. Hintergrund war der starke Wettbewerb, unter anderem mit Flixbus. Innerdeutsch konnte sich dieser Anbieter ein Quasi-Monopol “einfahren”, denn viele Mitbewerber wurden aufgekauft oder traten selbst vom Markt aus. Nebst wenigen internationalen Linien, die beispielsweise von Regiojet oder anderen Anbietern durchgeführt werden, ist Flixbus im innerdeutschen Verkehr nun ein quasi Monopolist. Die wenigen verbliebenen Routen, die nicht mit den grünen Bussen bedient werden, sind nur noch sehr wenige. Zuletzt schmiss der Wettbewerber Blablabus erneut das Handtuch und stellte am 26. Oktober 2020 zum zweiten Mal aufgrund der Corona-Pandemie den Fahrbetrieb ein. Der Neustart ist für das Frühjahr 2021 angekündigt.

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ACI Europe: Nahezu 200 Airports insolvenzgefährdet

Der internationale Flughafenrat ACI Europe warnt: Der „totale Zusammenbruch wesentlicher Teile des Luftfahrtsystems“ droht. Fast 200 europäische Flughäfen könnten in den nächsten Monaten vor der Insolvenz stehen. Besonders regionale Airports habe es hart erwischt, denn diese würden bei Hilfsausschüttungen oft übersprungen werden. Alleine im letzten Monat lag der Passagierverkehr um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert – ein deutlicher Abwärtstrend. Doch eine Besserung sei kaum in Sichtweite.  Ganz im Gegenteil: Die strengen Einreisebeschränkungen vieler Länder haben die Verkehrsaussichten erheblich verschlechtert, freies Reisen sei de facto unmöglich. Und das spüren auch die Reisenden, die den Weg ins Flugzeug eher meiden. Deswegen seien jetzt die Regierungen gefragt. Neben der Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel fordert ACI Europe einheitliche Reise-Regeln. Ansonsten könnte für viele Flughäfen die letzte Stunde schlagen.

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Qantas setzt ersten umgebauten A321-Frachter ein

Die Corona-Krise legte die Luftfahrtbranche lahm und so mussten viele Fluggesellschaften gucken, wo sie bleiben. Während die einen Insolvenzanträge ausfüllen mussten, fanden andere Unternehmen eine kreativere Lösung: Sie bauten Passagierflugzeuge zu Frachtern um. So auch Qantas Airways. Die australische Fluglinie hat eine Airbus A321-Maschine umbauen lassen. Das Flugzeug startet nun eine Zweitkarriere als Frachtflugzeug. Umgebaut wurde der Flieger vom Flugzeug-Recycling-Unternehmen EFW in Zusammenarbeit mit ST Engineering. Es würde sich dabei um das erste zum Frachter umgebaute Exemplar dieses Typs handeln, wie man mitteilt. Und die A321P2F (Passenger to Freighter) soll nicht die letzte Maschine dieser Art bleiben. Vallair, ein Leasingunternehmen, welches den Deal mit Qantas einfädelte, hat auch schon Vereinbarungen mit Smartlynx und GlobalX geschlossen. Allgemein sei dies ein lukrativer Markt für die Zukunft, weshalb man forciere, bis zu 1.500 umgebaute Frachter anzubieten, so der Konzern.

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DER: Kunden können Corona-Selbsttest zur Buchung dazu kaufen

DER greift in die Trickkiste, um das Reisen in Corona-Zeiten attraktiver zu machen: Der deutsche Reiseveranstalter bietet künftig zusätzlich zur Buchung einen Covid-19-Selbsttest an. Damit soll nationalen Einreisebestimmungen entsprochen werden, wie reisevor9.de berichtet. Denn aufgrund steigender Infektionszahlen verlangen immer mehr Länder einen negativen Corona-Test. Nach selbstständiger Abnahme des Testabstrichs wandert die Probe ins Labor, das Ergebnis wird nach spätestens 48 Stunden online zugeschickt. Die Standardvariante des Gurgeltests kostet 129 Euro. Wer es eilig hat, nimmt die Expressvariante für 24 Euro extra. Dann liegt das Ergebnis innerhalb eines Tages vor. Das Pilotprojekt beginnt am 2. November zunächst in drei ausgewählten Filialen, eine bundesweite Ausdehnung des Service ist geplant.

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Tuifly gab letzte Boeing 737-700 zurück

Seit 22. März 2020 stand sich die D-AHXG auf dem Flughafen Düsseldorf sprichwörtlich die Räder platt. Nun wurde die Boeing 737-700 an den Leasinggeber Castlelake zurückgegeben. Damit endet bei Tuifly eine Ära. Mit der Retournierung der letzten Einheit dieses Typs verfügt der deutsche Ferienflieger über eine einheitliche Boeing 737-800-Flotte. Laut CH-Aviation.com beträgt das Durchschnittsalter 11,3 Jahre Jahre. Die D-AHXG war zum Zeitpunkt der Ausflottung 12,5 Jahre alt. Die homogene Flotte wird allerdings nur übergangsweise sein, denn Tuifly erwartet die Auslieferung zahlreicher Boeing 737 Max. Ein konkreter Termin hierfür steht noch nicht fest.

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Turkish schickt nicht-türkische Piloten in unbezahlten Urlaub

Bei Turkish Airlines sorgt derzeit für Aufregung, dass der Carrier Piloten, die nicht über die türkische Staatsbürgerschaft verfügen, für sechs Monate auf unbezahlten Zwangsurlaub schickt. Betroffen sind laut einem Bericht des Portals Aero.de die “Mehrzahl der ausländischen Piloten”. Zitiert wird ein betroffener Flugzeugführer, der erklärt, dass Senioritätslisten nicht berücksichtigt wurden und von der Maßnahme, die sich auf einen Passus im türkischen Arbeitsrecht stützen soll, ausschließlich Piloten mit nicht-türkischer Staatsbürgerschaft betroffen sein sollen. Turkish Airlines wollte das Rundschreiben, auf das sich die Berichterstattung von Aero.de stützt, nicht kommentieren.

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Ryanair: Polnische Buzz eröffnet Basis in Wien

Im Vorjahr drohte die Lauda-Geschäftsleitung mit der Stationierung von Boeing 737-800 der polnischen Ryanair-Tochter Buzz auf dem Flughafen Wien. Das wurde nun in die Tat umgesetzt, jedoch nun zu Lasten der Ryanair Basis Wien. Am 23. Oktober 2020 wurde eine Boeing 737-800 der polnischen Buzz nach Wien überstellt. Seit 25. Oktober 2020 kommt diese ab Wien regulär zum Einsatz. Am Nationalfeiertag führte die SP-RKP im Auftrag von Ryanair Flüge nach Vilnius, Dortmund und Thessaloniki durch. Der „Buzz-Erstflug“ fand einen Tag zuvor auf der Köln-Strecke statt. Flugzeuge von Buzz waren schon zuvor in Wien präsent, jedoch nur im Rahmen der Flüge Warschau (Modlin)-Wien-Warschau (Modlin). Bemerkenswert ist, dass diese Route nun „umgedreht“ wurde und von Österreich aus mit Airbus A320 der maltesischen Konzernschwester Lauda Europe durchgeführt wird, während Buzz mit einer in Wien stationierten Boeing 737-800 diverse Routen bedient. Wäre da nicht der Umstand, dass Ryanair der eigenen 737-Belegschaft, die man für drei Maschinen in Wien beschäftigt, mit unbezahlten Urlauben und anschließender Teilzeitbeschäftigung gedroht hätte, wäre die Stationierung eher eine Überraschung. Anzunehmen ist, dass die Wiener Ryanair-Crews nun mittels der mutmaßlich günstigeren polnischen Konzernkollegen unter Druck gesetzt werden. Buzz setzt in Wien ausschließlich polnisches Personal ein. An Bord spricht die Crew untereinander polnisch, wie ein Lokalaugenschein von Aviation Direct auf einem Flug am Nationalfeiertag zeigte. Die Besatzungen werden über die Leiharbeitsfirma Warsaw Aviation mit Sitz in Warschau beschäftigt. Die Ryanair-Crews hingegen sind bei Crewlink und Workforce sowie in ganz geringem Umfang auch direkt bei der Airline angestellt. Die Firmenzentrale von Buzz befindet

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Mitsubishi Spacejet soll vor dem Aus stehen

Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries soll laut lokalen Medienberichten kurz davor stehen das Spacejet-Programm auf Eis zu legen. Der Konzern selbst will sich dazu nicht äußern und verweist auf „verschiedene Möglichkeiten“, die momentan geprüft werden. Die beiden großen Nachrichtenagenturen Kyodo und Nikkei Asia schreiben, dass die Spacejet-Entwicklung unmittelbar vor der Einstellung stehen soll. Entscheidungen werden ab 30. Oktober 2020 erwartet, denn dann will Mitsubishi Heavy Industries die langfristige strategische Ausrichtung der gesamten Firmengruppe kommunizieren. Auslöser für das mögliche Aus des einst äußerst ambitionierten Programms dürfte die Corona-Pandemie sein. Die Nachfrage ist stark eingebrochen und angeblich sollen auch mehrere Kunden über Stornierungen verhandeln. Einen konkreten Termin für die Erstauslieferung an All Nippon Airways gibt es nicht. Diese hätte eigentlich schon im Jahr 2013 erfolgen sollen, noch nun heißt es „2021 oder später“. Ein Indiz dafür, dass dunkle Wolken über dem Mitsubishi Spacejet stehen ist auch der Umstand, dass das Testprogramm seit März 2020 fast gänzlich zum Erliegen gekommen ist. Laut CH-Aviation.com befinden sich vier von fünf jemals gebauten M90-Prototypen in Moses Lake und wurden seit März 2020 nicht mehr bewegt. Die fünfte Einheit ist seit 12. Mai 2020 in Nagoya Komaki eingelagert.

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Wizzair akzeptiert wieder Cash an Bord

Im Zuge der Corona-Pandemie führten einige Fluggesellschaften ausschließliche bargeldlose Zahlung an Bord ein. Unter anderem war dies bei Wizzair und Ryanair der Fall. Nun akzeptiert der ungarische Lowcoster wieder Cash an Bord. Wer jedoch mit Mastercard oder Visa bezahlt, bekommt nun einen Preisnachlass in der Höhe von zehn Prozent. Der Mitbewerber Ryanair hingegen will weiterhin kein Bargeld sehen, sondern dort kann weiterhin nur mit Kredit- und Debitkarten (ausgenommen Maestro und Vpay) bezahlt werden. Die “Cards-Only”-Policy führt auf vielen Flügen zu Problemen, mit normalen Bankomatkarten (Maestro oder Vpay) kann an Bord nicht bezahlt werden. Die Verbreitung offlinefähiger Kredit- und Debitkarten der Schemes Mastercard und Visa ist insbesondere in Osteuropa recht überschaubar. Dazu kommt der Umstand, dass bestimmte Issuer, beispielsweise Fintechs, seitens der Airlines zur Akzeptanz gesperrt sind. Offenbar dürfte Wizzair durch die Nichtakzeptanz von Bargeld einiges an Umsatz entgangen sein, so dass man nun wieder auf Cash steht. Der Verkauf an Bord erfolgt übrigens im Namen und auf Rechnung der Gategroup, wobei die Airlines selbstredend mitverdient. Eurowings verzichtete nie auf die Akzeptanz von Bargeld. Zwar wies man die Fluggäste stets darauf hin, dass Kartenzahlung aufgrund der Pandemie bevorzugt wird, jedoch Cash wurde und wird immer angenommen, sofern es sich um Euro handelt. Easyjet bevorzugte schon lange vor der Corona-Pandemie die bargeldlose Bezahlung an Bord und weist darauf seit einigen Jahren mittels Borddurchsagen hin. Ob nun das Bargeld eine wesentliche Rolle in der Verbreitung des Coronavirus spielt oder nicht ist äußerst umstritten. Es gibt Studien, die besagen, dass die Ansteckungsgefahr äußerst gering

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Bratislava: Go2Sky kündigt Neustart an

Die slowakische Fluggesellschaft Go2Sky teilte vor einigen Wochen mit, dass aufgrund der Corona-Pandemie der Flugbetrieb eingestellt wird. Nun bestätigte das Unternehmen gegenüber CH-Aviation.com, dass ein Neustart mit drei Maschinen im Frühjahr 2021 erfolgen soll. „Unsere Mission ist es, bereits im Frühjahr 2021 flexible Kapazitäten anzubieten, die den Bedürfnissen der von der Corona-Krise betroffenen Luftfahrtindustrie entsprechen“, so Geschäftsführer Daniel Ferjancek. Der Neustart soll mit folgenden Flugzeugen erfolgen: OM-GTF, OM-GTH und OM-GTG. CH-Aviation.com schreibt weiters, dass diese von zwei verschiedenen Lessoren geleast werden. Derzeit sind die Maschinen des Typs Boeing 737-800 auf dem slowakischen Flughafen Piestany abgestellt.

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