Dezember 18, 2020

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Dezember 18, 2020

Norwegian-Aktionäre segnen Rettungsplan ab

Das Management der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft Norwegian holte sich von ihren Aktionären die Zustimmung für weitere Finanzierungsmaßnahmen. Unter anderem sollen neuerlich Schulden in Eigenkapital umgewandelt werden. Auch soll durch die Ausgabe neuer Aktien frisches Geld in die klamme Kasse fließen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die außerordentliche Hauptversammlung digital abgehalten. Insgesamt standen 15 Vorschläge des Managements zur Abstimmung. Diese wurden laut ad-hoc-Mitteilung mit einer 80-prozentigen Mehrheit angenommen. Die Ausgabe neuer Aktien soll 377 Millionen Euro lukrieren. Insbesondere Rückstände für das Leasing von Flugzeugen, aber auch Finanzierungsdarlehen sollen in Eigenkapital umgewandelt werden. Bereits im Mai 2020 organisierte sich Norwegian Air Shuttle über die Emission neuer Aktien frisches Geld und bekam anschließend 382 Millionen Euro staatlich garantierter Kredite. Die Regierung lehnte die Aufstockung ab, weshalb die Situation für den Carrier nun angespannter denn je ist. Der Schuldenberg beläuft sich auf etwa 6,3 Milliarden Euro.

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Alyzia erhält Bodenverkehrslizenz in Brüssel

Bedingt durch die Insolvenz von Swissport Belgium wurde am Flughafen Brüssel eine Bodenverkehrslizenz neu ausgeschrieben. Der Zuschlag erging an Alyzia SAS. Das Unternehmen erhielt im Juni 2020 eine auf vorerst sechs Monate befristete Lizenz. Nach einem europäischen Ausschreibungsverfahren erhielt der französische Bodenabfertigungsdienstleister bis Oktober 2025 eine Lizenz für die Gepäck- und Rampenabfertigung von Passagierflugzeugen. Alyzia ist derzeit am Flughafen Brüssel mit einer befristeten Lizenz nach der Insolvenz von Swissport im Juni tätig. Der Flughafen Brüssel hat Alyzia die obligatorische zweite Lizenz für die Gepäck- und Rampenabfertigung erteilt, die andere Lizenz wird von Aviapartner Belgium NV gehalten. Nachdem der Handler Swissport Belgium im Juni für bankrott erklärt worden war, hatte Alyzia eine befristete Lizenz erhalten. Gleichzeitig wurde ein europäisches Auswahlverfahren eingeleitet, um einen strukturellen Ersatz zu finden. Von den drei Kandidaten, die auf die Ausschreibung reagierten, erhielt Alyzia die beste Bewertung. Alyzia erhält für den Rest des laufenden Lizenzzeitraums bis Ende Oktober 2025 eine Lizenz für zwei Bodenabfertigungsaktivitäten: Gepäckabfertigung und Rampenabfertigung von Passagierflugzeugen. Hierbei handelt es sich um Kategorien von Bodenabfertigungsdiensten, die auf zwei Lieferanten am Flughafen Brüssel beschränkt sind. Darüber hinaus können sie auch Dienstleistungen wie Passagierabfertigungsdienste (einschließlich Check-in) und Flugzeugreinigungsdienste anbieten.

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Italia Trasporto Aereo soll im April 2021 abheben

Im April 2021 soll Italia Trasporto Aereo, umgangssprachlich „neue Alitalia“ genannt, abheben. Die Flotte wird auf 50 Flugzeuge verkleinert. Darin enthalten sind sechs Langstreckenflugzeuge. Die Zustimmung der EU-Kommission und des italienischen Parlaments stehen allerdings noch aus. Ilsole24ore berichtet auf eine nicht näher bezeichnete Regierungsquelle, dass nur 5.000 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen. Das ist weniger als die Hälfte, denn Alitalia hat derzeit rund 11.000 Beschäftigte. Die Langstreckenflotte soll von 26 Einheiten auf nur sechs Maschinen verkleinert werden. Italia Trasporto Aereo wird ungefähr halb so groß sein wie die momentane Alitalia.

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Tuifly ist aus Basel, Paderborn und Köln/Bonn raus

Mit nur 17 Boeing 737-800 will die Ferienfluggesellschaft Tuifly in den Sommerflugplan 2021 starten. Ab Basel, Paderborn und Köln/Bonn wird der Carrier nicht mehr präsent sein. Auch die Langstreckenpläne liegen zumindest auf absehbare Zeit auf Eis. Bei Tuifly stehen etwa 900 Arbeitsplätze akut auf der Kippe, denn die Flotte soll um etwa 50 Prozent verkleinert werden. Eigentümer Tui rechnet längerfristig mit einer deutlich geringeren Nachfrage, weshalb man den hauseigenen Ferienflieger schrumpfen lässt. Da dem Reisekonzern wiederholt mit milliardenschwerer Staatshilfe unter die Arme gegriffen wurde, laufen Arbeitnehmervertreter gegen die Pläne Sturm. Tuifly wird im Sommer 2020 statt 39 Boeing 737-800 nur noch mit 17 Maschinen fliegen. Diese sollen in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München stationiert werden. Das Angebot besteht den aktuellen Planungen nach aus 14 Urlaubsdestinationen. Der Tour Operator Tui wird auch weiterhin Reisen ab Paderborn, Basel und Köln sowie ab anderen Airports anbieten, jedoch werden die Flüge nicht mehr von der hauseigenen Fluggesellschaft durchgeführt. Stattdessen werden Tickets und Kontingente bei anderen Anbietern eingekauft und in die Pauschalreisen eingeschlossen.

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Nordwind nimmt Berlin und Düsseldorf auf

Nordwind Airlines wird noch im Dezember 2020 zwei Destinationen in Deutschland aufnehmen. Diese werden ab Moskau- Scheremetjewo mit Boeing 737-800 angeflogen. Es handelt sich um Düsseldorf und Berlin-Brandenburg. Die deutsche Bundeshauptstadt soll ab 19. Dezember 2020 jeweils einmal pro Woche mit Moskau-SVO verbunden werden. In identer Frequenz wird Nordwind Airlines ab 26. Dezember 2020 auch Düsseldorf ins Streckennetz aufnehmen. Unter bestimmten Umständen sind Einreisen in die Russische Föderation bzw. die Bundesrepublik Deutschland möglich. Passagieren wird dringend geraten sich rechtzeitig vor der Reise über die aktuell gültigen Auflagen zu informieren.

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Hifly Malta gab einzigen A380 zurück

Die auf die Erbringung von Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisierte Hifly Malta flottete ihren einzigen Airbus A380 aus. Zuletzt wurde der 14,1 Jahre alte Superjumbo als Behelfsfrachter eingesetzt. Hifly plante einst über die maltesische Tochter bis zu drei Airbus A380 zu betreiben. Diese sollten beispielsweise im Rahmen von ACMI-Verträgen für andere Fluggesellschaften eingesetzt werden. Es blieb allerdings bei der 9H-MIP. Den letzten kommerziellen Flug führte Hifly Malta mit dieser Maschine am 15. Dezember 2020 von Shanghai nach Hamburg durch. Transportiert wurden diverse medizinische Produkte. Mittlerweile ist die 9H-MIP an den Leasinggeber zurückgegeben worden. Es handelt sich um den bislang einzigen Superjumbo, der nach der Ausflottung durch den Erstbetreiber ein zweites Leben als Gebrauchtflugzeug hatte. Hifly beendet das A380-Experiment gänzlich. Die einstigen Pläne eine kleine Teilflotte aufzubauen wurden ad-acta gelegt.

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