Februar 15, 2021

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Februar 15, 2021

Österreich: Tourismus, Gastro und Co bleiben dicht

Wenig überraschend verkündete die österreichische Bundesregierung am Montag, dass es vorerst zu keinen Lockerungen kommen wird. Zwar will man am 1. März 2021 über mögliche weitere Schritte entscheiden, doch in Richtung Touristik, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen gab es eine klare Ansage: Vor Ostern können diese nicht mit Öffnungen rechnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, dass die nächsten Lockerungsschritte “frühestens rund um Ostern” gesetzt werden sollen. Bis dahin setzt er auf die ausgedehnte Teststrategie, die ab Anfang März auch kostenlose Heimtests beinhalten wird. Vorsicht: Diese berechtigten nicht zum Zutritt beim Friseur oder zur Einreise. Hierzu dienen beispielsweise die Gratis-Testungen in den Apotheken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete die momentane Situation in Österreich als “stabil”. Die nächsten beiden Wochen wären unter besonderer Beobachtung und eine “Weichenstellung” für mögliche Öffnungen rund um Ostern. Ob dieser vage genannte Zeitpunkt halten wird, ist unklar. Die Kurzzusammenfassung der jüngsten Pressekonferenz der Kurz-Regierung ist mit wenigen Worten erledigt: Hotels bleiben für Touristen geschlossen, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen bleiben dicht. Damit dürfte sich auch ein in Wien geplante Luftfahrt-Großveranstaltung am 18. März 2021 quasi erledigt haben. Übrigens: Auch Lounges am Flughafen fallen unter das Gastro-Verbot und dürfen nur Takeaway anbieten. Selbst die “Raucherkammerln” wurden mittlerweile behördlich geschlossen.

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Heathrow bittet Passagiere für Corona-Kosten zur Kasse

London-Heathrow führt als erster Flughafen in Europa aufgrund der Corona-Pandemie eine Sonderabgabe, die Passagiere zu leisten haben, ein. Gerechnet wird damit, dass Einnahmen in der Höhe von rund 135 Millionen Euro pro Jahr generiert werden können. Diese ist von den Airlines zu kassieren und wird als “United Kingdom Exceptional Regulatory Charge” tituliert. Die Höhe der Sonderabgabe beiträgt 8,90 Britische Pfund und fällt immer dann an, wenn ab Heathrow geflogen wird. Die Länge des Fluges bzw. die Beförderungsklasse spielen dabei keine Rolle. „Heathrow bietet seinen Partnern wichtige Flughafendienste wie das Gepäcksystem, Kollegenparkplätze, Check-in-Schalter und Dienstprogramme für Fluggesellschaften. Die Gebühr für die Nutzung dieser Dienste wird lediglich zur Deckung der Kosten für deren Bereitstellung berechnet. Heathrow erzielt mit diesen Diensten absolut keinen Gewinn. Um sicherzustellen, dass dies auch weiterhin der Fall ist, wird die Gebühr von der CAA genau überwacht und jährlich überprüft und mit den Flughafennutzern vereinbart – wie dies bei der diesjährigen Gebühr der Fall war. Die Kosten pro Passagier zur Deckung dieser Dienste schwanken natürlich in Abhängigkeit von der Anzahl der Passagiere, die den Flughafen nutzen”, erklärt eine Sprecherin des London-Heathrow Airports.

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Seehofer lässt kontrollieren: Non-Schengen aus Wien und Prag

Der deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Bundespolizei angewiesen, dass ankommende Passagiere aus Österreich und Tschechien kontrolliert werden sollen. Das betrifft insbesondere die Flugverbindungen aus Wien und Prag. Die Anordnung hat zur Folge, dass Deutschland auf schwammiger Rechtsgrundlage die ankommenden Reisenden in den Non-Schengen-Bereichen der Airports empfangen wird. Anschließend ist eine Passkontrolle durch die Bundespolizei zu absolvieren. Zusätzlich zum Personalausweis oder Reisepass sind ein negativer Coronabefund, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, sowie der QR-Code der elektronischen Reiseanmeldung vorzulegen. Wer das nicht kann, riskiert eine Zurückweisung. Argumentiert wird das Verhalten, dass massiv von der Einigung der EU-Botschafter abweicht damit, dass Seehofer nicht will, dass die in Tirol kursierte Corona-Mutation nach Bayern “überschwappt”. Das “Umleiten” von Passagieren in Non-Schengen-Bereiche ist aufgrund der EU-Verträge nicht zulässig. Seehofer müsste, wenn er den kontrollieren möchte, eigene Kontrollstellen in den Schengen-Ankunftszonen schaffen. Allerdings hat sich insbesondere heuer gezeigt, dass Deutschland gerne Alleingänge macht und sich über EU-Recht hinwegsetzt. Ein anderes Beispiel hierfür war das Auslesen der PNR-Datenbank sowie die damit verbundene Weiterleitung an Gesundheitsbehörden. Diese darf jedoch nur für die Aufklärung schwerer Verbrechen verwenden werden. Gegen die Bundesrepublik wurde in diesem Zusammenhang ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Durch die von Horst Seehofer angewiesenen Zwangskontrollen der Passagiere aus Österreich und Tschechien werden an den Airports Warteschlangen vor den Passkontrollen entstehen. An manchen Flughäfen ist wenig Platz, so dass das Einhalten der Mindestabstände erschwert ist. Erst kürzlich sorgte dies am BER für medialen Wirbel.

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Schulden: Softwarefirma verhindert Montenegro-Restart

Die Regierung Montenegros wollte, dass die kollabierte Montenegro Airlines ab 8. Feber 2021 wieder auf der Strecke Podgorica-Belgrad fliegt. Daraus wurde aber nichts, denn aufgrund von Schulden in der Höhe von über 100.000 Euro bei einem IT-Anbieter funktioniert die EDV nicht so wie erforderlich. Ex-Yu-Aviation berichtet, dass der einstige Staatscarrier bei SITA in der Kreide steht und solange die Verbindlichkeiten nicht bezahlt werden, gibt es auch keine Dienstleistungen. Nun will die Regierung, dass Montenegro Airlines am 20. Feber 2021 erneut abhebt. Dies soll aber nur eine Übergangslösung sein, denn mit To Montenegro wird eine Nachfolgegesellschaft ins Leben gerufen. Für diese sollen nun Start- und Landerechte sowie Slots gesichert werden. Aufgrund der massiv angespannten Finanzlage von Montenegro Airlines wird die Regierung möglicherweise Geld bereitstellen müssen, denn der einstige Staatscarrier kann seit einigen Monaten die Löhne nicht mehr bezahlen. Man entschied sich in Podgorica jedoch gegen Staatshilfen und schickt stattdessen die staatliche Fluggesellschaft in die Liquidation und baut einen Nachfolger auf.

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Slowenien: Brüssel will keinen Staatscarrier mit Corona-Hilfen

Bereits vor der Corona-Pandemie war die Konnektivität Sloweniens bedingt durch die Pleite der privaten Fluggesellschaft Adria Airways stark reduziert. Die Regierung plante rasch eine neue staatliche Airline an den Start zu bringen und hoffte auf eine Beteiligung der Lufthansa. Von dieser gab es einen Korb. Die EU-Kommission erteilte der slowenischen Regierung nun ebenfalls eine Art “Korb”. Die europäischen Wettbewerbshüter haben Bedenken darüber geäußert, dass die für den Aufbau einer neuen slowenischen Airline vorgesehenen 76 MIllionen Euro aus einem Coronahilfen-Topf rechtskonform sind. Man stehe im Dialog mit der Regierung des Landes, um diese von einer anderen Lösung überzeugen zu können.  Grünes Licht hingegen erteilte Brüssel für Coronahilfen für den von Fraport betriebenen Flughafen Ljubljana. Hier werden fünf Millionen Euro überwiesen. Diese sind eine Entschädigung für den Einnahmenverlust im Zeitraum von 17. März bis 30. Juni 2020. Die Summe könnte möglicherweise nachträglich bei Ausdehnung des Schadenzeitraums erhöht werden, jedoch muss dies dann gesondert von der EU-Kommission geprüft werden. Hinsichtlich des geplanten Staatscarriers hängt in Slowenien noch viel in der Luft. Das Finanzierungsmodell über den Corona-Aufbau- und Hilfsfonds scheint Brüssel jedenfalls nicht zu passen. Es bleibt also abzuwarten welche Schritte die Verantwortlichen in Ljubljana nun setzen werden.

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Icelandair mottet erste Boeing 737 Max aus

Icelandair hat die ersten beiden Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 ausgemottet und vom spanischen Lleida Alguaire auf die Homebase Keflavik überstellt. Die beiden Mittelstreckenjets sind am Sonntag in Island eingetroffen. Es handelt sich um die Boeing 737 Max 8 mit den Registrierungen TF-ICN und TF-ICO. Diese wurden bereits vor dem weltweiten Flugverbot an Icelandair ausgeliefert und wurden aufgrund der Betriebsuntersagung in Spanien im so genannten Long Time Storage geparkt. Die beiden Maschinen erreichten Keflavik am Sonntag um 13 Uhr 12 bzw. 13 Uhr 29. Icelandair will jene Boeing 737 Max 8, die man schon vor dem weltweiten Zwangs-Grounding übernommen hat, im Frühjahr 2021 wieder in den kommerziellen Liniendienst stellen. Mit Hilfe dieses Musters soll das Netzwerk schrittweise hochgefahren werden. Der Carrier hebt die niedrigeren Betriebskosten der Boeing 737 Max 8 als vorteilhaft hervor.

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Swiss verteidigt Kündigung von Gesamtarbeitsvertrag

In den Augen von Swiss-COO Thomas Frick ist die Aufkündigung des Piloten-Gesamtarbeitsvertrags ein normaler Vorgang in der Sozialpartnerschaft. Er verweist gegenüber der “Sonntagszeitung” auch darauf, dass es für diesen Schritt viel Zuspruch von Seiten der Belegschaft geben soll. Frick räumt aber auch ein, dass es auch “viel Kritik” gibt, die “sicher teils auch gerechtfertigt ist”. Die interne Kommunikation müsse man weiter verbessern, die wohl suboptimal gelaufen ist. Besonders wolle man jetzt auf die Flugzeugführer zugehen, denn diese fühlten sich von der Maßnahme der Swiss-Geschäftsleitung regelrecht überrumpelt. Die Gewerkschaft Aeropers kritisiert die Kündigung des Swiss-Gesamtarbeitsvertrags für Piloten. Aufgrund der Kündigungsfrist endet dieser erst im März 2022. Die Fronten zwischen Arbeitgeber- und -nehmerseite sind nun noch stärker verhärtet. Die Verhandlungen galten bereits zuvor aus festgefahren, wobei sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machen.

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Griechenland will Werbung mit sicheren Urlauben machen

Der griechische Tourismusminister Harry Theoharis geht davon aus, dass die bevorstehende Sommersaison 2021 besser verlaufen wird als im Vorjahr. Zwar schnitt das Land besser als andere stark vom Tourismus abhängigen Staaten ab, doch musste ebenfalls enorme Rückgänge verzeichnen. Theoharis sagte, dass das Comeback der Touristik in Griechenland auf drei Säulen basieren wird: Eine neue Kampagne soll den Mittelmeerstaat als sicheres Urlaubsland promoten, die Gesundheitsprotokolle innerhalb der Branche sollen verbessert werden und gleichzeitig will man Bewegungsprotokolle erstellen. Er verweist auch auf das Abkommen mit Israel, denn es wurde vereinbart, dass geimpfte Personen beiderseits von Quarantäne ausgenommen werden. Weitere Vereinbarungen sollen folgen. Nach Möglichkeit will Griechenland im Sommer 2021 alle Destinationen für möglichst alle Reisende offen halten. Allerdings steht noch nicht fest, ob für die Einreise ein negativer Coronatest vorgelegt werden muss, ob Geimpfte Personen ausgenommen sind oder ob gar der Antritt einer Quarantäne notwendig ist. Die griechische Regierung drängt auf EU-Ebene unter anderem gemeinsam mit Spanien und Malta für Ausnahmen für Menschen, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind.

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Österreich: Fünf „Wohnzimmertests“ pro Monat gratis

Ab 1. März 2021 sollen die Einwohner Österreichs pro Monat für Antigen-Selbsttests kostenfrei erhalten. Diese sollen der eigenständigen Überwachung des Infektionsstatus dienen. Für den Gang zum Friseur werden diese auch weiterhin nicht anerkannt sein – der Weg in die Apotheke, zum Arzt oder zu einer Teststation entfällt daher nicht. Die so genannten “Wohnzimmertests” werden seit längerer Zeit von Oppositionsführerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) gefordert. Die Regierung hat dies nun aufgegriffen und will jedem Einwohner Österreichs monatlich fünf Testkits zur Verfügung stellen. Diese sollen die bestehenden Testangebote ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Die Selbsttestungen sollen auch nur der persönlichen Information dienen, denn beispielsweise für die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistern wie Friseuren oder Kosmetikern muss man sich auch weiterhin beim Arzt, in einer Apotheke, in einer Teststraße der Städte und Länder oder neu auch in einem von knapp über 700 Betrieben, die Antigen-Tests anbieten, untersuchen lassen und den Befund dann vorweisen. „SB-Tests“ sind für die Einreise wertlos Die kostenlosen “Do it yourself”-Kits werden ab 1. März 2021 zur Selbstabholung in den Apotheken bereitgehalten. Wie es genau funktionieren wird und wie die Regierung “Mehrfachabholungen” bei unterschiedlichen Pharmazeuten unterbinden will, ist noch unklar. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist jedenfalls davon überzeugt, dass die “Wohnzimmertests” erfolgreich sein werden und meint: “So wird es einfach möglich auch zu Hause auf Nummer sicher zu gehen”. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hält das Konzept gar für einen “wichtigen Wellenbrecher”. Es ist allerdings auch darauf aufmerksam zu machen, dass die selbst zu Hause durchgeführten Antigen-Schnelltests von keinem einzigen Land der Welt bei

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BER: Mutmaßliche Diebesbande aus dem Verkehr gezogen

Für drei mutmaßliche Notebook-Diebe endet die Reise, noch bevor sie richtig angefangen hat.  Die deutsche Bundespolizei hat drei Männer festgenommen, die allem Anschein nach mit 30 gestohlenen Laptops im Gepäck das Land Richtung Türkei verlassen wollten. Während einer routinemäßigen Gepäckkontrolle am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) bemerkten die Beamten auffällig viele Rechner in einem Koffer und wurden stutzig. Daher untersuchten sie diesen genauer und entdeckten, dass nahezu der gesamte Inhalt als gestohlen gemeldet wurde. Der Besitzer wurde daraufhin umgehend festgenommen. Und auch die Gepäckstücke seiner beiden Begleiter wurden durchsucht. In ihrem bereits im Flugzeug verladenen Gepäck befanden sich 14 weitere Laptops. Ein Großteil der Computer würde aus unterschiedlichen Diebstählen stammen, berichtet die Zeit. Alle drei Männer waren polizeibekannt – gegen sie wird nun wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt.

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