April 21, 2021

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April 21, 2021

Boeing-Finanzchef Smith zurückgetreten

Der krisengeschüttelte Flugzeugbauer Boeing bekommt einen neuen Finanzchef, denn am Dienstag wurde bekanntgegeben, dass Greg Smith per 9. Juli 2021 zurücktreten wird. Die Suche nach einem Nachfolger wurde bereits eingeleitet. Smith war 30 Jahre für Boeing tätig und ist seit 2011 für die Finanzendes Konzerns verantwortlich. Nach der Absetzung von Dennis Muilenburg fungierte er Ende 2019 für eine kurze Zeit als CEO ad interim. Vorstandsvorsitzender Dave Calhoun soll noch länger im Amt bleiben. Es wurde zunächst damit gerechnet, dass der Manager aufgrund seines Alters eine Art Übergangslösung sein könnte, da Boeing eine Altersgrenze von 65 Jahren hat. Der Verwaltungsrat erhöhte diese nun auf 70 Jahre, so dass Calhoun – zumindest in der Theorie – noch sechs Jahre lang an der Spitze von Boeing stehen könnte. Der Hersteller teilte mit, dass keine Änderungen im Sessel des Generaldirektors anstehen. Stattdessen muss man sich um einen neuen Finanzchef bemühen.

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Air France-KLM schließt Kapitalerhöhung erfolgreich ab

Im Zuge einer Kapitalerhöhung konnte sich Air France-KLM mit frischem Geld versorgen. Der Löwenanteil der Summe von rund 1,04 Milliarden Euro wurde vom französischen Staat eingebracht. Auch China Eastern Airlines zog mit. Die Regierung der Niederlande hingen nicht, weshalb deren Anteil nun verwässert. Frankreich hält künftig rund 28,6 Prozent an Air France-KLM. Die zuvor genannte Summer wurde über die Ausgabe neuer Aktien lukriert. Im Zuge der neuerlichen Staatshilfe zeichnete die französische Regierung zahlreiche Aktien. Laut dem Konzern konnte man über die Maßnahme die angestrebte Höchstsumme erhalten. Im Vorjahr haben die Niederlande und Frankreich Air France-KLM mit etwa zehn Milliarden Euro unter die Flügel gegriffen. Frankreich will nun so genannte nachrangige Anleihen mit unbegrenzter Laufzeit zeichnen. Über diese sollen weitere drei Milliarden Euro gewährt werden. Die EU-Kommission genehmigte unter Auflagen – beispielsweise Abtretung von Slots in Orly – eine maximale weitere Hilfe in der Höhe von vier Milliarden Euro.

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UK: CAA erteilt grünes Licht für Jetblue-Langstrecke

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Jetblue erhielt seitens der britischen Zivilluftfahrtbehörde die formelle Genehmigung ab New York und Boston nach London-Heathrow zu fliegen. Damit ist eine weitere Hürde gefallen. Jetblue will ab Sommer 2021 mit Maschinen des Typs Airbus A321LR auf die Langstrecke gehen. Zunächst will man ab den USA das Vereinigte Königreich anfliegen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Carrier noch nicht auf einen exakten Termin für den transatlantischen Erstflug festgelegt. Dieser soll in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Laut Mitteilung der britischen CAA ist die an Jetblue erteilte Erlaubnis das erste Approval, das nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU an eine ausländische Fluggesellschaft erteilt wurde. Das Openskies-Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union ist nicht mehr anwendbar.

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Uzbekistan Airways will Lowcost-Marke starten

Uzbekistan Airways will mit vier Airbus A320-200 einen Billigflieger aufbauen. Dieser soll als Submarke unter den Lizenzen der bestehenden Fluggesellschaft etabliert werden. Gleichzeitig soll die Langstreckenflotte um drei Airbus A321LR erweitert werden. Die Regierung beabsichtigt die staatliche Fluggesellschaften in den nächsten Jahren stark wachsen zu lassen. Einerseits will man mit zusätzlichen Langstreckenmaschinen die Konnektivität verbessern und andererseits mit einer Lowcost-Marke neue Kundengruppen ansprechen. Laut CH-Aviation.com ist der Start des neuen Billigbrands für das dritte Quartal 2021 geplant. Die hierfür benötigten Flugzeuge stammen aus dem Stand von Uzbekistan Airways. Derzeit ist nicht geplant, dass die Lowcost-Operation in ein eigenes AOC angesiedelt werden soll. Über Leasinggeber will die staatliche Fluggesellschaft Usbekistans drei Airbus A321LR beziehen. Diese sollen auf Langstreckenflügen eingesetzt werden. Angaben zur Herkunft dieser Jets wurden noch nicht gemacht. Auch äußerten sich weder die Regierung noch der Carrier zu möglichen neuen Strecken ab Tashkent.

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FAA ordnet Überprüfung aller Dreamliner an

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde FAA ordnet eine Überprüfung sämtlicher Langstreckenjets des Typs Boeing 787-8/-9/-10 an. Es geht um eine möglicherweise eingeschränkte Funktion der so genannten Dekompressionspaneele. Bislang ging die FAA davon aus, dass nur ein kleiner Teil der sich im Dienst befindlichen Dreamliner betroffen sein könnte. Nun ist die Aufsichtsbehörde anderer Ansicht und ordnete die Inspektion aller Maschinen dieses Typs an. Vorerst sind nur jene, die in den USA betrieben werden, betroffen. Die Lufttüchtigkeitsanweisung wurde auch den Behörden aller anderer Länder zur Kenntnis gebracht. Es daher davon auszugehen, dass beispielsweise die EASA in Kürze nachziehen könnte. Laut FAA handelt es sich um jene Paneele, die Kabine und Cargo-Raum voneinander trennen. Sollten diese sich lösen oder anderweitig korrodieren, so ist die ordnungsgemäße Funktion der Halon-Feuerlöscher im Frachtraum nicht mehr sichergestellt. Im Falle eines Brandes könnte dies fatale Konsequenzen für Flugzeug und Insassen haben. Die Behörde schreibt in ihrer Anweisung, dass nach aktuellen Kenntnisstand sämtliche Seriennummern von diesem Problem betroffen sein könnten.

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Etihad-A380 möglicherweise oneway nach Spanien ausgeflogen

Mit der A6-APG gesellt sich im spanischen Teruel ein von Etihad Airways betriebener Airbus A380 zu zahlreichen abgestellten Flugzeugen. Der Superjumbo wurde Anfang der Woche von Abu Dhabi aus überstellt. Der Wiedereinsatz ist ungewiss. Zuvor stand sich dieser Airbus A380 seit März 2020 in der Hauptstadt der Vereinigten Emirate sprichwörtlich die Räder platt. Offiziell hat Etihad den Einsatz der Superjumbos noch nicht gänzlich beendet, doch ein mögliches Comeback gilt als äußerst unwahrscheinlich. Im März 2021 äußerte sich Firmenchef Tony Douglas dahingehend, dass die A380-Teilflotte weiterhin abgestellt bleibt. Weiters sagte er, dass er diesen Maschinentyp nicht mehr in der Flotte von Etihad Airways sieht. Vier weitere Superjumbos dieses Betreibers wurden in Tarbes (Frankreich) abgestellt. Der Mitbewerber Emirates Airline will an diesem Muster festhalten. British Airways mottete erst kürzlich die A380-Flotte zu Wartungszwecken aus.

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Pauschalreisen: Tui führt Servicegebühren in Reisebüros ein

Bislang war die Buchung von Pauschalreisen in Reisebüros im Regelfall kostenlos, denn die Vermittler erhalten für Ihre Tätigkeit von den Veranstaltern üppige Provisionen. Der Reisekonzern Tui ändert das und verlangt ab Mai 2021 in den eigenbetriebenen Agenturen bis zu 39 Euro „Servicepauschale“ pro Buchung. Zahlreiche Tui-Reisebüros werden von selbstständigen Unternehmern, also Franchisenehmern, betrieben. Diese können eine Gebühr erheben, müssen dies jedoch nicht. Der Tui-Konzern hofft allerdings, dass sich Servicegebühren in Agenturen zum Branchenstandard entwickeln. Vertriebsdirektor Hubert Kluske ist der Ansicht, dass „guter Service honoriert werden muss“. Künftig wird es in den Tui-Reisebüros keine kostenfreie Erstberatung mehr geben. Die Bedarfsanalyse und der Preisvergleich sollen 15 Euro kosten, sofern die Reise nicht mehr als 499 Euro kostet. Ist sie teurer, so fallen 29 Euro pro Buchung an. Zum Preis von 39 Euro will man zusätzliche „Premium-Dienstleistungen“ anbieten. Gänzlich neu sind Servicepauschalen in Reisebüros nicht. Viele Agenturen schlagen für die Buchung von Bahn-, Schiffs- und Flugtickets ein Bearbeitungsentgelt auf. Hintergrund ist, dass die meisten Airlines keine Provisionen mehr bezahlen. Die Reisebüros müssen die Tickets daher zum öffentlichen Tarif einkaufen und erheben für ihre Dienstleistung ein frei kalkuliertes Entgelt. Bei Pauschalreisen waren Beratungspauschalen bislang die absolute Ausnahme.

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