Juli 13, 2021

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Juli 13, 2021

England: Erleichterte Einreise nur für UK-Einwohner

Der Landesteil England des Vereinigten Königreichs will zum 19. Juli 2021 nahezu alle Coronamaßnahmen aufheben. Das bedeutet auch, dass sich zumindest für Geimpfte die Einreise deutlich erleichtern wird. Die Sache hat aber einen Haken, denn nur eigene Staatsbürger bzw. Einwohner profitieren von den Erleichterungen. Personen, die aus dem Ausland zu touristischen Zwecken einreisen, unterliegen weiterhin der Quarantäne, wenn sich der Staat auf der Amber- oder Red-List befindet. UK-Einwohner, die vollständig geimpft sind sowie Minderjährige – mit Wohnsitz in UK – sollen jedoch nicht mehr abgesondert werden. Wichtig: Die neue Regelung gilt ausschließlich für den Landesteil England. Wales, Schottland und Nordirland kochen ihre eigene Suppe und haben zum Teil abweichende Vorschriften. Auch zeichnet sich bereits ab, dass diese sich den Lockerungen, die Boris Johnson verkündet hat, zumindest vorläufig nicht anschließen wollen.

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Leipzig: Demonstranten blockierten DHL-Drehkreuz

Der Flughafen Leipzig/Halle entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Frachtdrehkreuz für Deutschland und Europa. In der Bundesrepublik ist – im Gegensatz zu Österreich – das Aufkommen während der Corona-Pandemie stark angestiegen. Daher ist der geplante Ausbau in Sachsen naheliegend. Einige Demonstranten hatten jedoch dagegen etwas und blockierten in der Nacht zu Samstag die Zufahrt zum Logistikzentrum von Deutsche Post-DHL. Dies führte zu einem Rückstau von Lastwagen, so dass die Exekutive eingreifen musste. Eigenen Angaben nach erstattete DHL auch Strafanzeige gegen die Demonstranten. Vor Ort wollten viele Demonstranten ihre Identität vor der Polizei nicht preisgegeben, so dass sich am Sonntag eine Ermittlungsrichterin mit der Angelegenheit befassen musste. Untersuchungshaft wurde laut Staatsanwaltschaft nicht erstattet, da sich die Verdächtigen dann vor der Richterin ausgewiesen haben und zweifelsfrei identifiziert werden konnten. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen des Anfangsverdachts der Nötigung. Für Aufsehen sorgt in Leipzig auch, dass sich an Bord einiger Flugzeuge dringend erwartete Corona-Impfstoffe befanden. Diese wurden auf LKWs umgeladen, die jedoch aufgrund der Blockade das Areal nicht verlassen konnten. Angeblich sollen auch Piloten am Betreten des Flughafens gehindert worden sein, so dass es auch bei abfliegenden Frachtflugzeugen zu Verspätungen gekommen ist. Aufgrund der hohen Nachfrage sollen am Flughafen Leipzig/Halle rund 40 weitere Abstellflächen für Frachtflugzeuge entstehen. Damit würde die Kapazität um etwa 40 Prozent steigen. Anwohner und Umweltschützer befürchten, dass es zu mehr Flugbewegungen in der Nacht kommen könnte. Daher versuchen diese mittels Protestkundgebungen den Ausbau zu verhindern.

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Stuttgart startet Impfungen ohne Termin vor dem Abflug

Auf dem Areal des Stuttgarter Flughafens können sich Passagiere ab 14. Juli 2021 mehr oder weniger ohne konkreten Termin impfen lassen. Unter Vorlage eines Tickets oder einer Buchungsbestätigung für eine Reise, die in naher Zukunft liegt, kann man sich mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna impfen lassen. Der Landkreis Esslingen richtet das Impfzentrum in der Messe, die sich gegenüber den Passagierterminals befindet, ein. Laut Land Baden Württemberg ist keine Voranmeldung erforderlich, wird jedoch empfohlen, wenn man eventuelle Warteschlangen umgehen will. Verabreicht werden sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen. Theoretisch ist es auch möglich sich unmittelbar vor dem Abflug die Impfung zu holen, jedoch empfiehlt der Landkreis Esslingen, dass man in diesem Fall mindestens vier Stunden vor dem Abflug erscheinen soll und sich auf jeden Fall einen “Impf-Slot” vorab reservieren soll. Der Weg zwischen dem Messezentrum und den Terminals kann problemlos zu Fuß zurückgelegt werden. Es handelt sich nur um wenige Schritte und die Wege sind gut ausgeschildert. Wichtig: Eventuelles Reisegepäck darf nicht ins Impfzentrum mitgenommen werden. Hierzu werden in der Nähe des Terminals 1 Schließfächer bereitgestellt. Alternativ könnte man auch die Kofferabgabe vor der Impfung erledigen.

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Skyexpress bestellt fünf weitere ATR72-600

Erst kürzlich hat die griechische Skyexpress die erste ATR72-600 übernommen. Nun wurde bekannt, dass eine Bestellung über fünf weitere Exemplare getätigt wurde. Diese sollen noch vor Jahresende ausgeliefert werden. Damit wird die Teilflotte auf sechs Einheiten anwachsen. Skyexpress führt derzeit eine umfangreiche Erweiterung der Kapazität durch. So baut man beispielsweise eine respektable Airbus A320neo-Flotte, die unter anderem auch nach Deutschland eingesetzt wird, auf. Zuvor war Skyexpress eher auf den Betrieb von Turbopropflugzeugen der Typen ATR42/72-500 spezialisiert. Man unterhält weiterhin ein dichtes Regionalnetz, auf dem die Neuzugänge eingesetzt werden sollen. Es handelt sich um insgesamt 35 Routen innerhalb Griechenlands. Skyexpress wurde im Jahr 2005 gegründet und übernahm am 28. November 2020 den ersten Airbus A320neo.

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Air France-KLM schielt auf A220-300 für Transavia

Seit vielen Jahren sind die beiden Transavia-Fluggesellschaften von Air France-KLM treue Boeing-Kunden. Es wurde immer wieder darüber spekuliert, dass eine Großbestellung des Typs Boeing 737-Max unmittelbar bevorstehen könnte. Nun wurde bekannt, dass auch der Airbus A220-300 in der engeren Auswahl ist. Während der französische Teil der Firmengruppe, abgesehen von Transavia France, als eher Airbus-affin gilt, setzt man bei der Konzernschwester KLM schon lange auf Boeing und Embraer. Die Transavia-Töchter betreiben derzeit reine 737-Flotten, weshalb beide Flugzeugbauer scharf auf Aufträge sind. Eine finale Entscheidung hat man noch nicht getroffen, doch Gruppenchef Ben Smith erklärte gegenüber der niederländischen Tageszeitung “Het Financieele Dagblad”, dass bis zu 160 Flugzeuge für die beiden Transavia-Flugbetriebe gekauft werden sollen. Im Rennen sind – wenig überraschend – die Boeing 737-Max und der Airbus A320neo. Allerdings – so Smith – habe man auch ein Auge auf den A220-300 geworfen. Mit diesem Muster erneuert man bei Air France die Kurzstreckenflotte. Konzernschwester KLM Cityhopper setzt in diesem Segment auf Maschinen des Konkurrenten Embraer. Vorstellbar ist auch, dass Transavia die Order splitten könnte. Dann würde man sich von der Einheitsflotte, die momentan aus den Modellen 737-700 und -800 besteht, verabschieden. Es wird damit gerechnet, dass Air France-KLM schon in den nächsten Wochen die Weichen stellen könnte, denn aufgrund der Corona-Pandemie sollen die Hersteller gerade offen für Verhandlungen über den Kaufpreis sein.

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Malta Air: Erste Boeing 737-Max 200 kommt nach Bergamo

Die Ryanair-Tochter Malta Air stationiert auf dem italienischen Flughafen Bergamo die erste Boeing 737 Max 200 auf dem Festland. Der Konzern wird die Maschinen dieses Typs zunächst ab Stansted und eben ab der Metropole, die sich nördlich von Mailand befindet, einsetzen. Laut Ryanair-Managern ist der Grund dafür, dass man sowohl am britischen Airport als auch in Bergamo einen eigenen Technikbetrieb unterhält. In der italienischen Stadt soll die erste Boeing 737 Max 200 am 20. Juli 2021 eintreffen. Diese ist mit 197 Sitzplätzen bestuhlt. Es handelt sich um eine spezielle Billigflieger-Variante der Max 8. „Wir erkennen die Bedeutung der Ankunft des neuen Flugzeugs von Ryanair, das erste dieser Art nicht nur in Mailand Bergamo, sondern in ganz Italien. Bis zum Ende der Sommersaison erwarten wir, dass bis zu fünf 737-8200 an unserem Flughafen stationiert sein werden und weitere fünf bis Mitte 2022, die die derzeit stationierte B737-800 schrittweise ersetzen werden”, so Ryanair-DAC-Geschäftsführer Eddie Wilson. Um das Wort “Max” nicht mehr verwenden zu müssen, hat sich der irische Lowcoster eine besondere Lösung einfallen lassen. Seit einigen Monaten nennt man die Maschinen einfach “Boeing 737-8200 Gamechanger”. Es handelt sich um keine offizielle Bezeichnung des Herstellers, sondern um eine Marketingerfindung von Ryanair.

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Economy-Class: Etihad greift Emirates mit kostenlosen Transfers an

Abu Dhabi ist die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, doch das nahegelegene Dubai ist bei Touristen deutlich bekannter und beliebter. Das hat nun auch Etihad Airways erkannt und startet in der Economy-Class einen kostenlosen Fahrdienst zwischen Abu Dhabi und Dubai vice versa. Passagiere, die zwischen 11. August und 30. September 2021 mit dem Staatscarrier in die Hauptstadt der VAE fliegen, können einen kostenlosen Transferservice in Anspruch nehmen. Laut Etihad handelt es sich dabei um keinen Massentransport, sondern jeder Economy-Reisende soll auf Wunsch in einem eigenen Auto nach Dubai, beispielsweise zum Hotel, gebracht werden. In die umgekehrte Richtung steht auch ein kostenfreier Fahrtendienst zum Airport Abu Dhabi zur Verfügung. “Da Dubai nur eine Autostunde vom Abu Dhabi International Airport entfernt ist, möchten wir Gästen, die diesen Sommer von und nach Dubai reisen, das Reisen so einfach wie möglich machen. Das Etihad Wellness-Programm bedeutet auch, dass die Gäste mit Etihad unbesorgt reisen können”, so Fatma Al Mehairi, Vice President Sales UAE bei Etihad Airways. Gäste, die in Etihads Business- und First-Kabinen reisen, haben unabhängig von ihrem Reiseziel weiterhin kostenlosen Zugang zum Etihad Chauffeur-Service. Der kostenlose private Flughafentransfer steht allen Gästen zur Verfügung, die zwischen Dubai und einem der folgenden Ziele reisen: Amsterdam, Athen, Bangkok, Barcelona, Brüssel, Casablanca, Chicago, Dublin, Frankfurt, Genf, Istanbul, Jakarta, Kuala Lumpur, London, Madrid, Malaga, Manchester, Manila, Melbourne, Mailand, Moskau, München, Mykonos, Paris, Phuket, Rabat, Rom, New York, Santorini, Seoul, Shanghai, Singapur, Sydney, Tokio, Toronto, Washington oder Zürich.

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Klage gegen Etihad: BGH verneint deutsche Zuständigkeit

Vor dem deutschen Bundesgerichtshof erlitt Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine herbe juristische Niederlage. Das Höchstgericht verneinte im Zusammenhang mit der Schadenersatzklage, die gegen Etihad Airways eingebracht wurde, die Zuständigkeit der deutschen Justiz. Flöther brachte im Namen der Konkursmasse eine Schadenersatzklage gegen den Großaktionär in Berlin ein. Dieser konterte mit einer Feststellungsklage, die den Gerichtsstandort London – laut Vertrag – bestätigen sollte. Ein Gericht im Vereinigten Königreich anerkannte die internationale Zuständigkeit und eröffnete das Verfahren. Daraufhin erklärte sich Berlin für unzuständig und verwies auf das Verfahren in London. Der Masseverwalter zog gegen diese Entscheidung bis zum Bundesgerichtshof, da er sich höhere Chancen für die Gläubiger erwartet, wenn das Verfahren in Deutschland geführt wird. Der BGH wies dieses Ansinnen ab, weshalb die Schadenersatzklage ausschließlich im Vereinigten Königreich verhandelt werden kann. Erst kürzlich brachte Lucas Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter eine Schadenersatzklage gegen eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse ein. Er vertritt die Ansicht, dass diese – bedingt durch den Brexit – zum persönlich haftenden Gesellschafter der Kommanditgesellschaft geworden ist. Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet.

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