Juli 14, 2021

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Juli 14, 2021

IATA wirft Flughäfen und ATC Abzocke vor

IATA-Chef Willie Walsh wirft Flughäfen vor, dass diese Passagiere und Airlines abzocken würden. Besonders negativ sind dem einstigen IAG-Chef offenbar die Preise für PCR-Tests im Vereinigten Königreich ins Auge gestochen. Diese wären exorbitant hoch und würden Fluggäste vom Reisen abhalten. Während der jüngsten IATA-Konferenz in Genf kritisierte sein Vorstandskollege Hemant Mistry, dass aufgrund der Pandemie auch die Infrastrukturkosten schleichend erhöht wurden. Manche Airports würden gar “enorme Zuschläge erheben, um damit die Umsatzrückgänge der Pandemie wettzumachen”. Es gehe um mehrere Milliarden U.S.-Dollar pro Jahr. Auch würden die Kosten für die Flugsicherung im kommenden Jahr um 40 Prozent steigen. Schon jetzt wären in Europa Preiserhöhungen von über 50 Prozent keine Seltenheit. Der Vorwurf: Die Infrastrukturbetreiber würden die ohnehin stark gebeutelten Fluggesellschaften auspressen wie eine Zitrone. Willie Walsh wiederholte seine Forderung, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen lockern sollen. Auch verwies er darauf, dass bei den kostenintensiven PCR-Tests nur ein sehr geringer Anteil positiv ausfallen soll. In anderen Regionen der Welt, beispielsweise in Russland und China, wäre das Flugaufkommen sogar höher als vor der Pandemie.

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Nächste Klatsche: Lauda verliert Klage gegen Betriebsrat in zweiter Instanz

Die ehemalige Fluggesellschaft Laudamotion ist im Zusammenhang mit der Betriebsratswahl, die das Unternehmen angefochten hatte, auch in der zweiten Instanz unterlegen. Die Gewerkschaft Vida hebt die hohe Bedeutung des Urteils hervor, jedoch schaffte der Ryanair-Konzern zwischenzeitlich andere Fakten. Laudamotion ist seit Ende des Vorjahres nicht mehr als Fluggesellschaft tätig. Der maltesische Nachfolger Lauda Europe hat keinen Betriebsrat. Nur wenn, ein weiteres Verfahren, das einen Betriebsübergang feststellen soll, zu Gunsten der Kläger ausgeht, würde die Neugründung den Betriebsrat sowie den Kollektivvertrag “erben”. „Die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils durch das Oberlandesgericht Wien bedeutet, die Betriebsratswahl vom 9. Oktober 2019 war weder anfechtbar noch nichtig“, freut sich Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt, über diesen „erneuten Sieg der Gerechtigkeit gegen eine Airline, die österreichisches Recht mit Füßen tritt und deren Belegschaft unter Sozialdumping und anderen Schikanen seitens der Geschäftsführung leidet.“

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Öffnung spielt Hotellerie in die Karten

Die auf Basis von Zahlungsdienstleistungsanbietern erhobenen Ausgaben im Reiseverkehr zeigen bereits im Juni eine deutliche Zunahme der Umsätze in der Hotellerie.  Diese geht vor allem auf die Ausgaben von inländischen Gästen zurück, aber auch ausländische Gäste frequentierten vermehrt Österreichs Tourismusbetriebe. Umgelegt auf die Übernachtungen im Juni – diese werden von Statistik Austria erst Ende Juli in einer Erstabschätzung veröffentlicht – schätzt die OeNB, dass im Vergleich zum Vorjahr bzw. zum Jahr 2019 die Übernachtungen von Inländern um 27 Prozent gestiegen bzw. 3 Prozent gefallen, jene der Gäste aus dem Ausland um 58 Prozent gestiegen bzw. 61 Prozent gefallen sind. Die gesamten Übernachtungen im Juni verzeichnen den Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 42 Prozent – im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 kam es jedoch zu einem erheblichen Rückgang von 41 Prozent.

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Mallorca: Hotel-Überangebot lockt Sauf-Touristen an

Die Balearen-Insel Mallorca verfügt über gigantische Hotel-Kapazitäten, jedoch scheint sich der Umstand, dass immer mehr Unterkünfte geöffnet sind, zum Bommerang zu entwickeln. Die Nachfrage liegt unter dem Angebot, so dass sich unter den Hoteliers ein Preiskampf entwickelt hat. Gerechnet wurde damit, dass sich heuer ein regelrechter Mallorca-Boom entwickelt, doch abgesehen von Deutschland hält sich die Nachfrage in einem überschaubaren Ausmaß. Man hat deutlich mehr Gäste als im Vorjahr, doch die Neubuchungen sind ins Stocken geraten. Dennoch haben in den letzten Wochen etwa 70 Hotels wiedereröffnet und versuchen ihre Häuser zu füllen. Das hat Auswirkungen, denn die Preise sind in den Keller gepurzelt. Laut lokalen Medien sind 82 Prozent der Hotels wieder in Betrieb, doch die Auslastung liegt weit unter den Erwartungen. Erste Ketten sollen bereits über die neuerliche Schließung ihrer Beherbergungsbetrieb nachdenken, um dem als ruinös empfundenen Preiskampf entgehen zu können. Bemerkenswert ist auch, dass darüber berichtet wird, dass man verstärkt klassisches Saufklientel aus Deutschland und anderen Ländern bekomme. Dieses will Mallorca eigentlich gar nicht mehr ansprechen. Kurzfristig gefallene Preise dürften aber zur einen oder anderen spontanen Buchung führen. Die Auslastung der Hotels soll derzeit bei nur 15 bis 30 Prozent liegen, weshalb zu billigen Preisen auf den Markt geschmissen wird bzw. schon wieder über die neuerliche Schließung nachgedacht wird.

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Doppeltes Busboarding: Wien reaktivierte C-Busgates

Das Terminal 3 am Flughafen Wien-Schwechat hat spätestens seit dem Beginn der Sommerferien zu Stoßzeiten Probleme das gestiegene Fluggastaufkommen zu bewältigen. Der Airport hat daher die C-Busgates reaktiviert, jedoch ist der Zugang durchaus kurios gestaltet. Wenn Reisende auf den Anzeigetafeln bei ihrem Flug sehen, dass sie mindestens 45 bis 60 MInuten vor dem Abflug am Gate erscheinen sollen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie ein Shuttlebus zu den C-Busgates bringen wird. Das bedeutet, dass im Terminal 3 an einem auf den Screens ersichtlichen Gate ein Bus bestiegen wird. Mit diesem geht es dann zu den C-Busgates im Terminal 1. Dort müssen dann die Reisenden auf ihr eigentliches Busboarding warten. Hierfür werden Flugsteige im C-Bereich des Terminals 1 genutzt, jedoch ausschließlich die Busgates, denn die Piers West und Ost sind weiterhin geschlossen. Es gibt auch keine Möglichkeit zum “echten Gate” über den “alten Weg”, sprich die Sicherheitskontrolle im Terminal 2, zu gelangen. Die neu eingerichtete Siko wird weiterhin nicht genutzt, weshalb alle Reisenden, die vom “Boarding im Remote-Terminal” betroffen sind, jene im Terminal 3 nutzen müssen und zwar ausnahmslos und ohne Alternative. Passagiere, die während der Stoßzeiten reisen, äußerten gegenüber Aviation Direct wiederholt Kritik über die massiv beengten Verhältnisse, besonders im Bereich der F-Gates. Aus baulichen Gründen geht es hier durchaus sehr eng und “kuschelig” zu, was jedoch für den Flughafen kein Grund für die Wiederinbetriebnahme der Piers Ost und West sein dürfte. Lediglich mit dem “doppelten Busboarding” verschafft man zumindest ein wenig Abhilfe. Außerhalb der Stoßzeiten ist das

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Auch für Durchreisende: Slowenien führt 3G-Nachweis ein

Slowenien schafft die bisher praktizierten Risikolisten ab und verlangt nun unabhängig von der Herkunft den so genannten 3G-Nachweis. Das gilt ausdrücklich auch für Pendler und Personen, die nur auf der Durchreise sind. Wer Genesung, Impfung oder Testung nicht nachweisen kann, darf künftig nicht mehr ein- oder durchreisen. Die einzige Ausnahme, die das slowenische Gesundheitsministerium in der Verordnung noch zugesteht, betrifft die Land- und Forstwirtschaft. Beispielsweise dürfen Bauern, die auf beiden Seiten der Grenze Felder bewirtschaften, ohne 3G-Nachweis einreisen, aber nur um zum Beispiel ihren Acker zu bearbeiten. Dies muss auch innerhalb von maximal zehn Stunden abgeschlossen sein. Für Urlauber, die mit dem Auto nach Kroatien fahren, ergibt sich auf der Hinfahrt nicht wirklich eine Änderung, denn der Adria-Staat führte vor wenigen Tagen den 3G-Nachweis für alle ein. Bei der Rückreise müssen sich Ungeimpfte darüber Gedanken machen wie sie vor der Durchfahrt durch Slowenien an einen negativen Testnachweis kommen, denn ohne diesen kann der Transit verweigert werden. Die Verwendung “inoffizieller Grenzübergänge” ist übrigens eine ganz schlechte Idee. Die Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ warnen ausdrücklich davor, dass dies seitens Slowenien als illegaler Grenzübertritt gewertet wird und ein entsprechendes Strafverfahren, das empfindlich teuer ist, eingeleitet wird.

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Lufthansa Group führt Gender-Bordansagen ein

Die Lufthansa Group hat künftig keine “sehr geehrte Damen und Herren” mehr an Board, denn der Konzern schließt sich mit allen Tochtergesellschaften, also auch Eurowings, Swiss und Austrian Airlines, dem Gender-Wahnsinn an. Künftig sollen die Purser situationsbezogene Umschreibungen verwenden. Welche Ausmaße das so genannte “Gendern” mittlerweile angenommen hat, zeigt eine Pressemitteilung der Österreichischen Post AG. In dieser gab man die Übernahme der Privatkunden der ING Österreich durch die konzerneigene Bank 99 bekannt. Das kleine, aber feine Problem: Die Medienmitteilung enthielt dermaßen viele “Gendersterne”, dass ein sinnvoller Lesefluss fast nicht mehr möglich war. Wenigstens verzichtete man auf Worte wie Bankomatkart*innen, Kontoauszugsdruck*innen oder Postfilial*innen. Der Lufthansakonzern verwendet seit einigen Wochen bei fast allen Tochtergesellschaften “Gender-Doppelpunkte”, jedoch scheint man offensichtlich der Ansicht zu sein, dass dies an Board bei Ansagen doch etwas merkwürdig klingt oder gar zu Verwirrungen führen könnte. Also muss eine andere Lösung her, die jedoch im Grundsatz den gleichen Effekt liefern soll: Alle Fluggäste sollen sich angesprochen fühlen. Daher will der Konzern künftig geschlechtsneutrale Formulierungen wie “Gäste” verwenden. Die Purser können dann frei entscheiden, ob sie “Liebe Gäste” oder einfach nur “Guten Tag”, “Guten Morgen” oder “Guten Abend” sagen. Das gilt übrigens auch für die englische Sprache, denn “Ladies and Gentlemen” sollen die Flugbegleiter künftig tunlichst vermeiden. Wenigstens hat sich die Lufthansa Group für neutrale Umschreibungen entschieden und nicht für regelrechte Zungenbrecher…

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Air Dolomiti stattet gesamte Flotte mit neuem Inflight Entertainment aus

Air Dolomiti, die italienische Fluggesellschaft der Lufthansa Group, hat in den vergangenen Wochen die gesamte Flotte mit der neuesten IFE-Generation ausgestattet, welche von Lufthansa Systems bereitgestellt wird.  „Wir sind stolz auf das Ergebnis, das wir mit dem IFE-System erzielt haben. Air Dolomiti ist eine der ersten Fluggesellschaften in Europa und die einzige in Italien, deren gesamte Flotte mit einer so fortschrittlichen Technologie ausgestattet ist, die ein derart breites Spektrum an Inhalten bietet. Mit Lufthansa Systems haben wir einen starken Partner an unserer Seite.“, erklärte Dario Bruni, Vice President Business Development, Product, ICT & Managing Director Air Dolomiti Deutschland GmbH. Das neue Angebot umfasse neben den größten italienischen, deutschen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften auch Videos, Minigames, Musik und Reiseführer. Darüber hinaus ist die Live-Verfolgung der Flugzeugposition möglich und es werden aktualisierte Informationen über spezielle Angebote des Unternehmens und/oder seiner Partner angeboten. Alle Inhalte sind in drei Sprachen verfügbar: Italienisch, Englisch und Deutsch.  Inflight-Entertainment ist bei Air Dolomiti bereits seit 2017 verfügbar und über WLAN zu erreichen. Der Service ist kostenlos und für jeden Flugpassagier zugänglich.

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Gerichtlich gekippt: Quarantäne trotz Impfung und negativem PCR

Deutschland erklärte Portugal am 29. Juni 2021 zum Virusvariantengebiet, stufte jedoch bereits am 7. Juli 2021 zum Hochindizidenzgebiet herab. Wer genau zwischen den beiden Stichtagen eingereist ist, musste 14 Tage in Quarantäne. Das wollte sich eine vollständig geimpfte Frau nicht gefallen lassen und zog vor Gericht. Die Dame reiste mit Impfnachweis und negativem PCR-Test nach Deutschland zurück und wurde von der zuständigen Gesundheitsbehörde für zwei Wochen in Quarantäne gesteckt. Bei Virusvariantengebieten sieht die Bundesrepublik keine Möglichkeit zum Freitesten vor. Doch: Wäre sie nur vier Tage länger am Strand geblieben, so hätte sie keine Absonderung kassiert. Das zuständige Verwaltungsgericht für Frankfurt kippte die Entscheidung des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt und hob die Quarantäne als unverhältnismäßig auf. Dabei dürfte der Umstand, dass sie gar nicht abgesondert worden wäre, wenn sie nur vier Tage länger auf Madeira geblieben wäre, eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Behörde hat nun die Möglichkeit den Beschluss vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel zu bekämpfen. Die deutschen Einreisebestimmungen, die unter diesem Link näher erklärt werden, sehen vor, dass aus so genannten Virusvariantengebieten kommend alle für 14 Tage in Quarantäne müssen. Dabei spielt der Impfstatus keine Rolle. Geimpfte haben nur dann Vorteile, wenn man aus Nicht-Risikogebieten, Risikogebieten oder Hochinzidenzgebieten kommt. Im konkreten Fall handelte es sich um eine vollständig geimpfte Frau, die zusätzlich einen negativen PCR-Test, den sie kurz vor dem Abflug in Portugal erlangte, vorweisen konnte.

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