Doppeltes Busboarding: Wien reaktivierte C-Busgates

Terminal 1 am Flughafen Wien (Foto: Jan Gruber).
Terminal 1 am Flughafen Wien (Foto: Jan Gruber).

Doppeltes Busboarding: Wien reaktivierte C-Busgates

Terminal 1 am Flughafen Wien (Foto: Jan Gruber).
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Das Terminal 3 am Flughafen Wien-Schwechat hat spätestens seit dem Beginn der Sommerferien zu Stoßzeiten Probleme das gestiegene Fluggastaufkommen zu bewältigen. Der Airport hat daher die C-Busgates reaktiviert, jedoch ist der Zugang durchaus kurios gestaltet.

Wenn Reisende auf den Anzeigetafeln bei ihrem Flug sehen, dass sie mindestens 45 bis 60 MInuten vor dem Abflug am Gate erscheinen sollen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie ein Shuttlebus zu den C-Busgates bringen wird. Das bedeutet, dass im Terminal 3 an einem auf den Screens ersichtlichen Gate ein Bus bestiegen wird. Mit diesem geht es dann zu den C-Busgates im Terminal 1. Dort müssen dann die Reisenden auf ihr eigentliches Busboarding warten. Hierfür werden Flugsteige im C-Bereich des Terminals 1 genutzt, jedoch ausschließlich die Busgates, denn die Piers West und Ost sind weiterhin geschlossen.

Es gibt auch keine Möglichkeit zum “echten Gate” über den “alten Weg”, sprich die Sicherheitskontrolle im Terminal 2, zu gelangen. Die neu eingerichtete Siko wird weiterhin nicht genutzt, weshalb alle Reisenden, die vom “Boarding im Remote-Terminal” betroffen sind, jene im Terminal 3 nutzen müssen und zwar ausnahmslos und ohne Alternative.

Passagiere, die während der Stoßzeiten reisen, äußerten gegenüber Aviation Direct wiederholt Kritik über die massiv beengten Verhältnisse, besonders im Bereich der F-Gates. Aus baulichen Gründen geht es hier durchaus sehr eng und “kuschelig” zu, was jedoch für den Flughafen kein Grund für die Wiederinbetriebnahme der Piers Ost und West sein dürfte. Lediglich mit dem “doppelten Busboarding” verschafft man zumindest ein wenig Abhilfe. Außerhalb der Stoßzeiten ist das Terminal 3 nämlich weiterhin sehr überschaubar ausgelastet.

Auch Langstreckenverbindungen an den C-Busgates

Man könnte ja vermuten, dass vom “doppelten Busboarding” lediglich Verbindungen von Billigfluggesellschaften betroffen sind. Das ist definitiv nicht der Fall, denn selbst Nonschengen-Langstreckenverbindungen wurden wiederholt so abgefertigt. Man nutzt die C-Busgates flexibel, mal für Schengen, mal für Non-Schengen, je nach Überlastung der Bereiche G und F.

Die Flughafen Wien AG äußerte sich trotz wiederholter Nachfrage nicht zur Wiederinbetriebnahme der C-Busgates. Diese sind baulich mehr oder weniger abgekoppelt vom restlichen C-Bereich, da lediglich der Verbindungsgang blockiert werden musste. So kann ausgeschlossen werden, dass sich Passagiere nicht in den Pier verirren oder dort vergeblich nach Lounges oder Restaurants suchen.

Da aufgrund der Einreisekontrollen, die das Bundesheer im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha durchführt, das Terminal 3 auch im Bereich der Ankunft zeitweise an der Kapazitätsgrenze ist, hat man schon vor einigen Wochen die Busankunft am Terminal 1 reaktiviert. Im Bereich er zusätzlichen Gepäckbänder nehmen die Soldaten die Dokumentenkontrollen vor. Um die Reisenden besser auf die verschiedenen Ankunftsbereiche verteilen zu können, findet derzeit verstärktes Busboarding statt. Reisende, die mit dem Bus am Terminal 1 ankommen, jedoch einen Weiterflug ab den Bereichen F oder G (Terminal 3) haben, werden per Shuttlebus zum T3 gebracht. Diese müssen die Einreisekontrolle nicht durchlaufen.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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