Viel Geduld mussten Reisende am Sonntag am Flughafen Lissabon aufbringen, denn ein Streik beim Bodenabfertiger Groundforce führte zum Ausfall vieler Flüge. Offiziellen Angaben nach haben 81,3 Prozent der Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, so dass allein von Mitternacht bis 10 Uhr 30 über 300 Flüge gestrichen werden mussten. Laut Flughafen Lissabon waren am Sonntag insgesamt 511 Verbindungen angemeldet. Die überwiegende Mehrheit musste aufgrund der Arbeitskampfmaßnahme, die sich bereits in der zweiten Runde befindet, gestrichen werden. Einige Airlines wichen auf andere Airports aus, wobei diese sich nicht unbedingt in der Nähe der portugiesischen Hauptstadt. So entschied sich Emirates Airline dafür den Lissabon-Umlauf nur bis Larnaka durchzuführen. Die betroffenen Fluggäste sollen so bald wie möglich an ihr Ziel weiterbefördert werden. Da sich der Groundforce-Streik nicht auf Lissabon beschränkte, sondern auch an anderen Airports, an denen das Unternehmen tätig ist, die Arbeit niedergelegt wurde, gab es unter anderem auch in Funchal und Faro viele Ausfälle. Porto Santo hingegen soll weitgehend verschont geblieben sein. Die zuständige Gewerkschaft bemängelt, dass für die Mitarbeiter die momentane Situation untragbar ist und behauptet auch, dass Löhne und Gehälter nicht pünktlich ausbezahlt worden sein sollen. Die Beschäftigten leisten bis voraussichtlich 31. Oktober 2021 keine Überstunden mehr. An den Tagen 31. Juli, 1. und 2. August 2021 soll es neuerlich zu Arbeitsniederlegungen an den Airports, an denen Groundforce tätig ist, kommen. Die gesamte Situation ist aber besonders verzwickt, denn das Unternehmen ist ein Joint-Venture zwischen Pasogal (50,1 Prozent) und TAP Air Portugal (49,9 Prozent). Groundforce warf der Fluggesellschaft vor, dass diese