Oktober 19, 2021

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Oktober 19, 2021

UK: CAA lässt Heathrow Gebühren nicht nach Wunsch erhöhen

Dem Flughafen London-Heathrow wurde eine geplante Gebührenerhöhung untersagt. Der Airport plante das Passagierentgelt per 1. Jänner 2022 von 22 Pfund auf 43 Pfund anzuheben. Die Luftfahrtbehörde deckelt das Entgelt für die nächsten fünf Jahre zwischen 24,50 und 34,30 Pfund. Teurer wird es dennoch, den vorläufig wurde Heathrow für das Jahr 2022 ein Entgelt in der Höhe von 30 Pfund pro Fluggast zugesagt. Die Zivilluftfahrtbehörde CAA ging in ihrer Erklärung darauf ein, dass der Airport im Vorjahr aufgrund der Pandemie zwei Milliarden Pfund Verlust gemacht habe. Die Gebühren habe man dennoch so niedrig wie möglich halten wollen, jedoch wäre die Höhe, die sich Heathrow vorgestellt hatte, nicht bewilligungsfähig gewesen. Der Chef des größten Kunden, International Airlines Group, meldete sich auch rasch zu Wort: „Die internationale Konnektivität ist für die wirtschaftliche Erholung Großbritanniens von entscheidender Bedeutung. 1,5 Millionen britische Arbeitsplätze werden von der Luftfahrtindustrie unterstützt, was 4,5 Prozent des britischen BIP ausmacht. Heathrow ist bereits heute der teuerste Drehkreuz-Flughafen der Welt. Der überproportionale Anstieg im Vergleich zu anderen europäischen Drehkreuzen wird seine Wettbewerbsfähigkeit noch weiter untergraben und britische Verbraucher werden Verlierer sein. Ein kosteneffizienter Heathrow würde Reisenden, Unternehmen und der britischen Wirtschaft insgesamt zugute kommen. Flughafengebühren müssen wettbewerbsfähig sein, wenn Global Britain Realität werden soll. Wir werden uns an der Konsultation der Regulierungsbehörde beteiligen, um sicherzustellen, dass die Luftfahrt ihren Beitrag dazu leisten kann, und uns für die britischen Verbraucher gegenüber den Interessen der Aktionäre von Heathrow einzusetzen”, so Luis Gallego.

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Gebührenerhöhung: Air France-KLM droht Amsterdam mit Klage

KLM ist alles andere als glücklich darüber, dass am Flughafen Amsterdam-Schiphol die Gebühren innerhalb der nächsten drei Jahre um 40 Prozent erhöht werden sollen. Nun droht die Konzernmutter auch mit rechtlichen Schritten. Man ist der Ansicht, dass die Preiserhöhung auch im Angesicht der Coronakrise “unvernünftig, unangemessen und inakzeptabel” ist. Unter anderem verweist man auch darauf, dass die Fluggesellschaften stark gebeutelt sind und den Einnahmenausfall weitgehend aus eigener Kraft stemmen müssen. Der Flughafen Amsterdam würde dies einfach an die Airlines weiterreichen. Air France-KLM argumentiert auch damit, dass das niederländische Luftfahrtgesetz die “Ausnutzung von Monopolstellungen” verbieten würde. Sollte der Airport nicht einlenken, werde man vor Gericht ziehen. Unterstützung hat der Mitbewerber Easyjet bereits angedeutet. Am Flughafen Schiphol sieht man die Sachlage gänzlich anders und will an der Kostenanhebung festhalten.

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Swiss startet Gepäckabholung in der Schweiz

In Kooperation mit dem Startup AirPortr bietet Swiss einen Abholservice für Check-in-Gepäck an. Dieser soll je nach Wohnort zwischen 39 und 59 Franken kosten und Passagieren quasi kofferloses Reisen ermöglichen. Die Gepäckstücke müssen spätestens 23 Stunden vor planmäßigem Abflug durch den Transferdienst übernpmmen worden sein. Swiss ist derzeit die erste Fluggesellschaft, die einen solchen Service in der Schweiz anbietet. Dieser wird in Kürze auf weitere Fluggesellschaften der Lufthansa Group ausgeweitet. “Unsere Kunden sagen uns, dass die Beförderung des Gepäcks einer der schwierigsten Aspekte des Reisens darstellt. Wir haben ihnen zugehört und bieten ihnen dank der Partnerschaft mit Airportr ein neues Reiseerlebnis, das bereits zu Hause beginnt. Gemeinsam zeigen wir, dass Reisen einfach, schnell und transparent sein kann, ganz gleich, wie unsere Kunden reisen. Dieser Service ist den traditionellen Gepäcklieferdiensten weit überlegen und trägt zu unseren Bemühungen für nachhaltiges Reisen bei”, so Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer von Swiss.

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Im Strudel der HNA-Pleite: Frankfurt-Hahn ist insolvent

Der Flughafen Frankfurt-Hahn und zwei Tochtergesellschaften sind in die Insolvenz geschlittert. Dies teilte das zuständige Amtsgericht Bad Kreuznach mit. Zum vorläufigen Masseverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Jan Markus Plathner. Kurz vor der offiziellen Mitteilung des Gerichts berichtete die Wirtschaftswoche über die massive Schieflage des hauptsächlich von Billigfliegern genutzten Airports. Pikant ist die Pleite auch deshalb, weil dieser Regionalflughafen zu 82,5 Prozent im Eigentum der insolventen HNA Group ist. Diese wird zerschlagen. Nur vor wenigen Tagen schloss das deutsche Management aus, dass der Kollaps des Konzerns Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt-Hahn haben könnte. Nun kam es anders, aber man erklärt weiterhin, dass die Insolvenzen von Airport, HN Aviation Security GmbH und JFH Jet Fuel Hahn GmbH keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben werden. Während der Corona-Pandemie mussten in Deutschland unter anderem die Airports Paderborn und Friedrichshafen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Die Verfahren wurden auch genutzt, um die Betreibergesellschaften komplett neu aufstellen zu können. Vermutlich strebt man ähnliches auch am Hahn an, um sich vor dem Sog der Zerschlagung der HNA Group soweit als möglich schützen zu können.

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DHL Air Austria ist in der Luft

Die Frachtfluggesellschaft DHL Air (Austria) GmbH bekam kürzlich AOC und Betriebsgenehmigung erteilt. Mit der OE-LNZ wurde die erste Cargoverbindung ab dem ungarischen Budapest bedient. Das eingangs genannte Flugzeug ist eine Boeing 757-200, die zuletzt bei der Konzernschwester im Vereinigten Königreich im Einsatz war. Die OE-LNZ trägt die Seriennummer 32398 und war ehemals als G-DHKP registriert. DHL Air Austria ist eine Tochtergesellschaft des Logistikkonzerns Deutsche Post-DHL und wurde erst heuer gegründet. Der neue Ableger befindet sich derzeit auch auf der Suche nach Mitarbeitern.

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Israel: El Al soll sich für Arkia-Übernahme interessieren

Die israelische Fluggesellschaft El Al greift nach dem Mitbewerber Arkia. Laut lokalen Medien gibt es bereits erste Gespräche, die in einer vollständigen Übernahme enden könnten. Wettbewerbsrechtlich gibt es aber bereits jetzt erste Bedenken. Würde El Al den Konkurrenten Arkia schlucken, so würde nur noch Israir als Mitbewerber im Linienbereich verbleiben. Alle drei Anbieter stehen aufgrund der Corona-Pandemie massiv unter finanziellem Druck. Die Zeitung “The Jerusalem Post” schreibt aber auch, dass es derzeit überhaupt keine Garantie gibt, dass es tatsächlich zu einem Zusammenschluss kommen wird. Sowohl die beiden Firmen könnten sich nicht einig werden als auch die Wettbewerbsbehörde könnte sich dagegen aussprechen. Wenig verwunderlich also, dass weder El Al noch Arkia die lokale Medienberichterstattung kommentieren wollten. Es bleibt also abzuwarten, ob es in Israel zu einer Konsolidierung kommen wird oder eben nicht.

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Comeback am 1. November 2021: Qantas reaktiviert London und Los Angeles

Die australische Fluggesellschaft Qantas kann die Wiederaufnahme der Langstreckenflüge kaum noch erwarten und zieht das Comeback der Routen Sydney-Los Angeles und Sydney-London auf den 1. November 2021 vor. Die Strecke in das Vereinigte Königreich wird mit einem Tankstopp in Darwin durchgeführt. Hintergrund ist, dass Einwohner Australiens ab 1. November 2021 wieder quarantänefrei einreisen können. Das gilt aber nur dann, wenn diese vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Ab Juli 2022 will Qantas schrittweise den Maschinentyp Airbus A380 reaktivieren. Zunächst soll dieser auf der Los-Angeles-Strecke zum Einsatz kommen. Spätestens ab November 2022 will der Carrier mit Superjumbos via Singapur nach London fliegen. Allerdings reduziert sich die Anzahl der Airbus A380 um zwei Einheiten. Man will im kommenden Jahr zunächst fünf Stück reaktivieren und bis 2024 weitere fünf Einheiten. Zwei Stück wird man dem aktuellen Informationsstand nicht mehr in den Liniendienst stellen.

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Zürich: Helvetic nimmt Kittilä auf

Die schweizerische Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways wird im Winterflugplan 2021/22 mit Kittilä ein neues Ziel ab Zürich-Kloten anbieten. Die Stadt in Lappland (Finnland) soll erstmals am 26. Dezember 2021 angeflogen werden. Derzeit ist geplant, dass die neue Route bis zumindest 5. März 2022 bedient werden soll. Vorerst ist ein wöchentlicher Umlauf im Angebot. Die Strecke ist bereits über die Homepage von Helvetic Airways buchbar. Geflogen werden soll jeweils an Sonntagen.

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Corendon fliegt im Winter ab Rostock

Im Winter 2021/22 können Urlauber von der Ostseeküste aus zu drei Zielen in Südeuropa aufbrechen. Gleich zweimal wöchentlich fliegt die Fluggesellschaft Corendon Airlines zwischen Oktober 2021 und März 2022 nach Antalya. Der Carrier startet donnerstags und sonntags zum Urlaubsort an der türkischen Riviera. Von November an bricht jeden Dienstag ein Charterflugzeug zur Kanareninsel Fuerteventura auf und immer montags geht es in rund vier Stunden nach Hurghada in Ägypten. Alle drei Winterflugverbindungen werden auch im Sommer 2022 angeboten. Zusätzlich können Urlauber ab Mai kommenden Jahres vom Flughafen Rostock-Laage aus die Inseln Rhodos und Kreta erreichen, zu denen montags und freitags geflogen wird. Auch Luxemburg ist wieder im Programm und wird zwischen Mai und Oktober jeden Samstag angesteuert. Buchungen sind ab sofort möglich. „Geringfügige Flugplanänderungen sind ggf. durch die lange Vorlaufzeit noch möglich“, informiert der Airport.

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SmartLynx gründet eigenen Part-145-Wartungsbetrieb

Die SmartLynx-Gruppe hat bislang die so genannte Line Maintenance von Drittanbietern durchführen lassen. Das ändert sich nun, denn man bringt mit SmartLynx Technik einen eigenen Part-145-Technikbetrieb an den Start. Dieses wird auf die Maschinentypen A320-Reihe und A330 spezialisiert sein. Die Stützpunkte werden sich in Riga und Tallinn befinden. Die Techniker sollen jedoch mobil in ganz Europa tätig sein. In erster Linie wird man die eigene Flotte warten, aber nimmt auch Aufträge von anderen Fluggesellschaften entgegen. Die notwendigen EASA-Zulassungen wurden bereits beantragt. Der Betrieb soll noch im vierten Quartal des Jahres 2022 aufgenommen werden. Hierzu hat man bereits qualifizierte Techniker eingestellt. Dazu VP Technical Robert Woods: „Es war die erste persönliche Rekrutierungsveranstaltung seit der Pandemie. Wir hatten die großartige Gelegenheit, so viele erfahrene und begeisterte Ingenieure zu treffen, die sich für die Luftfahrt interessieren und leidenschaftlich sind. Über 120 Personen haben die Messe in Istanbul besucht, wo viele hochkarätige technische Universitäten ansässig sind. Für SmartLynx ist es so wichtig, Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten, Motivation und Einstellung in unserem technischen Team zu haben, insbesondere wenn wir in die Welt der Line Maintenance Part-145 expandieren. Dies ist für uns von entscheidender Bedeutung, da wir die volle Kontrolle über unser eigenes Schicksal und unsere eigene Richtung im Betriebsumfeld haben müssen, um sicherzustellen, dass wir die von uns und unseren Kunden erwarteten hohen Standards bei unserem gemeinsamen Wachstum halten.“

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