Oktober 26, 2021

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Oktober 26, 2021

BGH: Wenn wenige Minuten für die Ausgleichsleistung entscheidend sind…

Manchmal geht es bei der Frage, ob Fluggesellschaften Ausgleichsleistungen aufgrund der Passagierrechteverordnung bezahlen müssen oder nicht nur um wenige Minuten. Der deutsche Bundesgerichtshof befasste sich mit einem solchen Fall und entschied zu Ungunsten der Reisenden. Der Europäische Gerichtshof stellte bereits vor einigen Jahren fest, dass der Zeitpunkt der Ankunft jener ist, an dem die erste Tür geöffnet wird und das Aussteigen möglich ist. Die Landung gilt nicht als tatsächliche Ankunft der Maschine. Doch: Was ist, wenn der Passagier der Ansicht ist, dass er um mehr als drei Stunden verspätet angekommen ist, aber die Airline sagt, dass man haarscharf daruntergeblieben ist? Genau ein solcher Fall wurde unter der Geschäftszahl X ZR 94/20 vor dem deutschen Bundesgerichtshof verhandelt. Kläger war ein Passagier, der von Bremen nach Teneriffa geflogen ist. Aufgrund eines technischen Defekts verzögerte sich der Abflug um etwa drei Stunden. Die Ankunft hingegen blieb knapp unter dieser relevanten Marke. Planmäßig hätte der Mittelstreckenjet um 15 Uhr 25 die Parkposition erreichen sollen. Die Airline behauptet, dass um 18 Uhr 20 geparkt wurde und kurz vor 18 Uhr 25 die erste Tür zum Aussteigen geöffnet wurde. Der Kläger hielt dagegen, dass man erst gegen 18 Uhr 35 habe aussteigen können. Somit ging es um wenige Minuten, die darüber entscheiden, ob die Ausgleichsleistung bezahlt werden muss oder nicht. Der Bundesgerichtshof entschied, dass Fluggesellschaften nicht verpflichtet sind den genauen Zeitpunkt der Öffnung der Tür im Bordbuch zu dokumentieren. Die Vorlage dieses habe im Verfahren „keine weiteren Erkenntnisse“ gebracht. Passagiere müssten in solch strittigen Fällen den

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Stansted: Ryanair beschädigt Boeing 737-800 vor Wartungshangar

Der irische Billigflieger Ryanair beschädigte sich auf dem Flughafen London-Stansted einen Mittelstreckenjet des Typs Boeing 737-800. Ein Schlepper geriet aus noch unklarer Ursache unter das Fluggerät und riss ein großes Loch in den Rumpf. Das Bodenfahrzeug trägt die Lackierung des konzerneigenen Dienstleisters „Blue Handling“. Die betroffene Boeing 737-800 ist schwer beschädigt, denn Teile des Rumpfes wurden herausgerissen. Der Vorfall soll sich bereits am 21. Oktober 2021 ereignet haben. Verletzte gibt es nicht, denn die Beschädigung ist vor dem Wartungshangar von Ryanair auf dem Flughafen London-Stansted passiert. Es befanden sich keine Passagiere an Bord der Boeing 737-800. Wie es dazu kommen konnte und ob diese Maschine überhaupt wieder flugfit gemacht werden kann oder ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, wird noch abgeklärt.

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Southwest bestellt 16 weitere Boeing 737 Max 7

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest zieht insgesamt 16 Optionen für das Muster Boeing 737 Max 7. Diese werden in zwei Charten zu je acht Maschinen ausgeliefert. Der Carrier erklärt unter anderem, dass man damit die Ausflottung der B737-700 beschleunigen will. Die ersten acht Einheiten sollen im kommenden Jahr an Southwest Airlines übergeben werden. Die zweite Charte soll im Laufe des Jahres 2023 an den Billigflieger ausgeliefert werden. Bedingt durch das Ziehen der Optionen wächst die Order auf 250 Boeing 737 Max 7 an. Southwest Airlines hat weiters 149 offene Bestellungen für die Max 8. Übernommen hat man bislang 69 Stück, wobei in diesem Jahr keine weiteren mehr ausgeliefert werden sollen. Derzeit hat die Max 7 noch keine FAA-Zulassung. Diese wird für Anfang 2022 erwartet. Unmittelbar danach sollen die ersten an den Carrier übergeben werden.

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Nice Places: Inland Sea und Blue Hole – Naturspektakel auf Gozo

Dwejra, das zur Ortschaft San Lawrenz auf Gozo gehört, gibt es gleich zwei spektakuläre, natürliche Sehenswürdigkeiten. Das einst weltbekannte Azure Window gibt es aber nicht mehr, denn es ist am 8. März 2017 während einem Unwetter kollabiert. Bereits die Anfahrt nach Dwejra bietet einen spektakulären Ausblick auf die Landschaft und aufgrund der schmalen, steilen Straße braucht man durchaus auch starke Nerven. Gefühlt düsen die Linienbusse als ob es Go-Karts wären hinunter. Passiert ist noch nie etwas, was eindeutig dafürspricht, dass die Buslenker von Malta Public Transport ihre Fahrzeuge sicher fahren. Dwejra ist die Endstation der Buslinie 311, die von Rabat (Victoria) aus regelmäßig diesen Ort ansteuert. Man braucht also keinen Leihwagen oder Touristentouren, um zum Inland Sea bzw. zum Blue Hole zu gelangen. Beide natürlichen Attraktionen sind kostenlos und frei zugänglich. Doch was erwartet einen eigentlich? Inland Sea: Durch eine Höhle mit dem Meer verbunden Der Inland Sea ist kein See, sondern ein kleines Stück Mittelmeer, das nur über eine Höhle mit dem Meer verbunden ist. Durch diese kann man theoretisch schwimmen oder spontan vor Ort für einen einstelligen Eurobetrag eine Durchfahrt mit einem Boot buchen. Selbstverständlich kann man am Inland Sea auch baden und das bestens geschützt von Strömung und Wellen, aber das hat einen Haken. Am Inland Sea gibt es keinen Sandstrand, sondern Schotter und viele Steine in allen Größen. Das heißt, dass Flanieren nicht wirklich gemütlich ist und auch der Ein- und Ausstieg ohne Wasserschuhe etwas mühsam ist, da es rutschig sein kann und obendrein es ein

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Dr. Richard stellt Graz-Flughafen Wien erneut ein

Die Fernbuslinie X96 zwischen Graz und dem Flughafen Wien-Schwechat wurde erneut auf unbestimmte Zeit eingestellt. Betreiber Dr. Richard hofft, dass diese ab Frühjahr 2022 wieder angeboten werden kann. Der unter der Marke Flixbus angebotene Zubringerverkehr zum größten Flughafen Österreichs wurde nach langer „Corona-Pause“ erst am 1. Juli 2021 reaktiviert. Seit 22. Oktober 2021 stehen die Räder wieder auf unbestimmte Zeit still. Das Busunternehmen Dr. Richard erklärt dazu, dass man zuletzt „deutlich zu geringe Fahrgastfrequenzen“ gehabt habe. Weiters: „Aufgrund pessimistischer Prognosen für den Flugverkehr in den nächsten Monaten gehen wir davon aus, dass die Linie erst im Frühjahr 2022 ein Comeback feiern kann“. Nicht betroffen von dieser Entscheidung ist die Linie 96, die zwischen Wien und Graz unter der Flixbus-Marke durchgeführt wird. Das Klimaticket ist auf den beiden innerösterreichischen Fernbuslinien nicht gültig. Hierzu schreibt Dr. Richard: „Sämtliche KlimaTickets gelten leider bis auf Weiteres nicht auf allen Flixbus-Linien, auch nicht auf 096 und X96. Das BMK möchte diese Linien derzeit nicht in das Klimaticket integrieren“.

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