Dezember 29, 2021

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Dezember 29, 2021

Trotz Tests und Impfungen: Kreuzfahrtschiffe als Virenschleudern

Das zugegebenermaßen nicht sonderlich wissenschaftliche Sprichwort, dass wenn auf einem Schiff eine Krankheit ausbricht, dass sie dann irgendwann jeder haben wird, macht derzeit besonders Kreuzfahrtschiffen erhebliche Probleme. Reedereien haben nicht nur mit größeren Covid-Ausbrüchen zu kämpfen, sondern werden von immer mehr Häfen abgewiesen. Noch komplizierter ist es aber für Besatzungen von Frachtschiffen. Diesen wird mittlerweile fast überall das Verlassen ihres Schiffs verweigert. Viele Regierungen verweisen darauf, dass die Impfrate der Cargo-Crews besonders niedrig ist und diese daher eine Gefahr für den “Import” von Corona-Fällen darstellen würden. Die Folge daraus ist, dass die Seemänner im wahrsten Sinne des Wortes auf See leben müssen und oftmals nicht wissen wann sie wieder an Land dürfen oder gar ihre Angehörigen sehen werden. Je stärker die Sorge rund um die Omikron-Mutation, desto geringer die Chance auf Landgänge oder gar einen Urlaub in der Heimat. Während die Cargo-Schiffer ihr Einkommen auf See verdienen, ist die Situation bei Kreuzfahrern ein wenig anders. Diese fahren zum Spaß durch die Weltmeere und nutzen dabei das nachweislich umweltschädlichste Verkehrsmittel. Die Reedereien sind zwar bemüht ihre schwimmenden Städte “grün” darzustellen, jedoch enden diese Bestrebungen oftmals beim Erreichen des internationalen Seeraums. Infizierte vollständig geimpft und zuvor negativ getestet Für viele Urlauber erweisen sich Kreuzfahrten nun zunehmend als problematisch, denn diese können immer häufiger nicht wie ursprünglich gebucht durchgeführt werden. Hintergrund ist, dass viele Häfen das Einlaufen unter Hinweis auf Coronafälle an Bord verweigern. Manche Betreiber lassen nur Geimpfte mit negativem Test einschiffen, jedoch verhindert dies nicht das “einschiffen” von Infektionen. Kürzlich zeigte

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Staatskredit: Austrian Airlines zahlt weitere 30 Millionen Euro zurück

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines wird eigenen Angaben nach am 31. Dezember 2021 weitere 30 Millionen Euro des im Vorjahr gewährten Staatskredits zurückbezahlen. Unter Berücksichtigung der Rate, die im Juli 2021 überwiesen wurde, hat man bislang 60 Millionen Euro zurückgeführt. Das Rettungspaket, das die österreichische Bundesregierung im Vorjahr für die Lufthansa-Tochter zusammengeschnürt hatte, beinhaltete nebst einem “nichtrückzahlbaren Zuschuss” in der Höhe von 150 Millionen Euro auch ein 300-Millionen-Euro schweres Darlehen, für das die Republik Österreich haftet. Austrian Airlines erklärt unter anderem, dass man die Rückzahlungsvereinbarungen “planmäßig erfüllen” würde. „Die Corona-Pandemie hat zur schwersten Krise in der Unternehmensgeschichte geführt. Ohne die Unterstützung der österreichischen Bundesregierung und weiterer Stakeholder wäre der Fortbestand von Austrian Airlines als solche nicht möglich gewesen. Wir sind stolz, dass wir bereits ein Fünftel unserer Finanzhilfen planmäßig zurückgezahlt haben und unserer Verantwortung, wie versprochen, nachkommen. Und das, obwohl die Pandemie länger andauert, als wir alle gehofft haben. Diesen Kurs werden wir fortführen, um auch zukünftig der rot-weiß-rote Home-Carrier am Flughafen Wien zu sein, der Österreich mit der Welt verbindet”, erklärt Vorstandsmitglied Michael Trestl. Im Juni 2020 erhielt Austrian Airlines ein Corona-Hilfspaket in einer Gesamthöhe von 600 Millionen Euro, 150 Millionen Euro davon als Eigenkapitalzuschuss der Konzernmutter Lufthansa sowie weitere 150 MIllionen Euro als staatliche Schadensabdeckung. Die restlichen 300 Millionen Euro wurden von der Republik Österreich als Kredit über eine Bankenfinanzierung gewährleistet. Der Kredit ist bis 2026 in halbjährlichen Raten rückzuführen.

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Grünes Licht: Indonesien und Äthiopien lassen Boeing 737 Max wieder fliegen

Deutlich später als andere Staaten haben Äthiopien und Indonesien dem krisengeschüttelten Muster Boeing 737 Max wieder grünes Licht erteilt. Die lange Zurückhaltung ist kein Zufall, denn die beiden Staaten hatten jene fatalen Unfälle zu verzeichnen, die zum weltweiten Flugverbot geführt haben. Lion Air Flug 610 und Ethiopian Airlines Flug 302 gelten als besonders dunkle Kapitel in der Zivilluftfahrt, denn 346 Menschen kamen ums Leben, jedoch wären die Unfälle vermeidbar gewesen. Im Zuge der Aufarbeitung kamen eklatante Mängel, die Hersteller Boeing anzulasten waren, ans Licht. Beispielsweise haben die U.S.-Amerikaner einige Funktionen, die noch dazu mangelhaft waren, verschwiegen. Die Boeing 737-Max erhielt ein langes Flugverbot. Während der Maschinentyp zum Beispiel in Europa und den USA in Folge von Nachbesserungen die Wiederzulassung erhalten hat, waren Indonesien und Äthiopien bislang zurückhaltend. Im Hinblick auf die beiden fatalen Unfälle ein verständliches Verhalten. Ethiopian Airlines will ab 1. Februar 2022 wieder mit Boeing 737 Max 8 fliegen. Der Carrier bereitet derzeit den Wiedereinsatz vor. In Indonesien sind derzeit unter anderem zehn Max von Lion Air und Garuda Air abgestellt. Obendrein gibt es 285 offene Aufträge. Ob diese – auch im Hinblick auf die Corona-Pandemie – vollständig abgenommen werden, ist derzeit völlig unklar.

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Kroatien vergibt 12 subventionierte Inlandsstrecken neu

In Kroatien werden insgesamt 12 subventionierte Inlandsstrecken mit Wirksamkeit zum 1. Mai 2022 neu vergeben. Croatia Airlines und Trade Air, die schon jetzt auf den meisten Strecken die PSO-Förderungen erhalten, wollen jeweils möglichst viel vom Kuchen abhaben. Viele Domestic-Strecken innerhalb Kroatiens können ohne staatliche Zuschüsse nicht wirtschaftlich betrieben werden. Vor dem EU-Beitritt wurden diese im Regelfall ohne weitere Ausschreibung an Croatia Airlines vergeben. Das änderte sich, denn nun muss man regelmäßig europaweit ausschreiben. Die nunmehrige Periode startet am 1. Mai 2022 und endet voraussichtlich am 28. März 2026. Trade Air und Croatia Airlines sind erneut in der Poleposition ihre bestehenden PSO-Strecken halten zu können. Die erstgenannte Airline setzt auf Routen mit schwachem Aufkommen auch Wetleasegerät der Typen Let 410 und Jetstream 32 im Rahmen von Wetlease ein. Förderungen werden für den Betrieb folgender Strecken vergeben: Dubrovnik – Zagreb – Dubrovnik, Split – Zagreb – Split, Zagreb – Zadar – Pula – Zadar – Zagreb, Zagreb – Brač – Zagreb, Osijek – Dubrovnik – Osijek, Osijek – Split – Osijek, Osijek – Zagreb – Osijek, Rijeka – Split – Dubrovnik – Split – Rijeka, Osijek – Pula – Split – Pula – Osijek, Rijeka – Zadar – Rijeka and Osijek – Zadar – Osijek.

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Air Canada stellt Wien-Flüge erneut temporär ein

Das Star-Alliance-Mitglied Air Canada wird die Nonstop-Strecke zwischen Toronto und Wien erneut unterbrechen. Hintergrund ist die momentan aufgrund der Omikron-Variante verhaltene Nachfrage in den Wintermonaten. Eine dauerhafte Einstellung ist die neuerliche “Flugpause” Unternehmensangaben nach aber nicht. Am 24. Jänner 2022 soll der vorläufig letzte Umlauf auf Toronto-Wien-Toronto mit Boeing 787-8 durchgeführt werden. Anschließend pausiert diese Route für zumindest vier Wochen. Die Wiederaufnahme ist derzeit für den 25. Feber 2022 mit Boeing 787-9 angekündigt. Es ist jedoch nicht gänzlich auszuschließen, dass das Aussetzen der Nonstopstrecke zwischen Kanada und Österreich verlängert werden könnte. Das Comeback der kanadischen Fluggesellschaft wurde im Juli 2021 groß gefeiert. Näheres dazu in diesem Bericht. Air Canada bestätigte auf Anfrage, dass Toronto-Wien für vorläufig vier Wochen pausieren wird. Der Star-Alliance-Partner Austrian Airlines wird die Route Wien-Montreal mangels Nachfrage ebenfalls temporär aussetzen. Dies bestätigte eine AUA-Sprecherin bereits in der Vorwoche gegenüber Aviation.Direct. Sowohl Air Canada als auch Austrian Airlines wollen betroffene Passagiere auf andere Verbindungen umbuchen. Diese werden dann mit Umstieg, beispielsweise in Frankfurt am Main, geführt.  Die kanadische Regierung verschärft mit Wirksamkeit zum 15. Jänner 2022 die Einreisebestimmungen. Ab diesem Tag sollen ausnahmslos nur noch vollständig geimpfte Personen einreisen dürfen. Die einzigen Ausnahmen, die dann noch gewährt werden sollen, betreffen junge Kinder und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Die Pflicht, dass zusätzlich ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorgelegt werden muss, soll beibehalten werden. Auch muss die Einreise über die sogenannte ArriveCAN-App registriert werden.

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Japan: Skymark nimmt weiteren Corona-Kredit auf

Die japanische Fluggesellschaft Skymark nahm einen weiteren Kredit in der Höhe von einer Milliarde Yen (rund 7.684.650 Euro) auf. Mit diesen zusätzlichen Finanzmitteln sollen die weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie überbrückt werden. Das von der Shoko Chukin Bank gewährte Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren und wurde am 24. Dezember 2021 ausbezahlt. Es handelt sich um die erste Kreditaufnahme, die Skymark Airlines bei dieser Bank getätigt hat. Während der Corona-Pandemie hat man wiederholt Darlehen bei anderen Kreditinstituten aufgenommen. Beispielsweise verschuldete man sich im August 2021 mit 15.372.623 Euro bei anderen japanischen Banken. Damals war die Lage so fatal, dass bei Nichtgewährung des Notdarlehens gar die Liquidation des Carriers gedroht hätte. Sämtliche Kredite, die Skymark Airlines im Zuge der Corona-Pandemie aufnehmen musste, sind staatlich besichert. Die Development Bank of Japan bürgt auch für die im Vorjahr an verschiedene lokale Airlines  ausbezahlten Kredite in der Höhe von umgerechnet 230.610.000 Euro.

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Ab April 2022: Air Montenegro will B737 oder A320 einflotten

Der staatlichen Fluggesellschaft Air Montenegro werden die momentan eingesetzten Embraer E-Jets zu klein. Man will größeres Gerät einflotten und hat eine entsprechende Ausschreibung herausgegeben. Ab April 2022 will man zusätzlich Airbus A320 oder Boeing 737 in der Flotte haben. Aus den Dokumenten geht hervor, dass man mindestens eine Maschine haben will. Diese soll ab April 2022 für drei bis acht Jahre eingesetzt werden. Bis 17. Jänner 2022 können verbindliche Angebote abgegeben werden. Die angebotenen Flugzeuge müssen mindestens 144 Sitze haben. “Basierend auf unseren Analysen ist ein Geschäftsmodell, das auf der ausschließlichen Nutzung von Embraer-Flugzeugen basiert, schwierig und kann fast nie profitabel sein. Um auf einem Markt wie Montenegro erfolgreich zu sein, sind daher insbesondere im Sommer größere Kapazitäten erforderlich. Wir bewegen uns langsam in diese Richtung”, erklärt Air-Montenegro-Chef Predrag Todorović. Derzeit besteht die Flotte aus zwei Embraer 195. Weiters fliegt German Airways regelmäßig im Rahmen eines Wetlease-Vertrags für Air Montenegro, die ihrerseits einen Embraer 195 punktuell im Auftrag von Air Serbia einsetzt.

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Slot-Regeln: Künftige AUA-Chefin Mann und Wizz-COO Holm in amüsanter Diskussion

Die künftige Austrian-Airlines-Chefin Anette Mann beklagte sich auf dem Social-Media-Portal LinkedIn über die aktuelle Slot-Regelung der Europäischen Union. Unter dem Deckmantel Umweltschutz kritisierte sie, dass man 18.000 vermeidbare Flüge durchführen muss, um die Start- und Landerechte zu erhalten. Wizz-Air-Chief-Operations Officer Heiko Holm konterte und wollte wissen warum Lufthansa Slots, die man mangels Nachfrage nicht benötigt, nicht einfach zurückgibt. “Warum nicht die Slots zurückgeben und andere sie benutzen lassen?”, fragt der Wizz-Air-Manager die künftige Firmenchefin von Austrian Airlines, die derzeit für die Konzernmutter Lufthansa tätig ist. Mann antwortete: “Wenn ich mir Ihre Berufsbezeichnung ansehe, denke ich, dass Sie wissen, wie das Geschäft funktioniert und dass Ihr Vorschlag keine praktikable Option ist”. Das konnte Heiko Holm natürlich nicht auf sich sitzen lassen und warf Mann vor: “Es ist auch nicht tragbar den Wettbewerb zu verhindern, eine Verlängerung der Ausnahmeregelungen für Slots zu fordern und einen bürokratischen Ansatz der EU zu fordern. Es gibt Fluggesellschaften, die die Slots gerne für den Passagierverkehr nutzen würden”. Darauf hatte die künftige Austrian-Airlines-Chefin dann keine Antwort mehr. Stattdessen antwortete ihr Kollege Jörg Bauer: “Niemand hält Sie davon ab, die bereits zurückgegebenen Slots im ersten Quartal 2022 zu nutzen… viel Spaß!” Swiss Head of Flight Operations, Stefan Kenan Scheib gab seiner Lufthansa-Kollegin ebenfalls Schützenhilfe: “Absolut richtig, diese Regel in Frage zu stellen. Im Flugbetrieb setzen wir alle möglichen Einsparpotenziale um, die von unseren Lufthansa Group Piloten sicher genutzt werden können, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Diese Bemühungen sind richtig, nützlich und müssen durch Maßnahmen zur Effizienz des Flugverkehrsmanagements

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