April 28, 2022

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April 28, 2022

Trotz Insolvenz: Personalmangel auch am Hahn

Selbst der insolvente Flughafen Frankfurt-Hahn leidet derzeit unter Personalmangel. Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner befindet sich auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Zuletzt gab dem Hunsrück-Airport die Osterreisewelle neuen Schub. Der Jurist bestätigte, dass der Flugbetrieb auch im Mai 2022 aufrechterhalten werden kann. Besonders im Bereich der Bodenverkehrsdienste ist man auf der Suche nach zusätzlichen Mitarbeitern. Derzeit beschäftigt der insolvente Airport rund 430 Menschen. Im Oktober 2021 musste Frankfurt-Hahn Insolvenz anmelden. Hintergrund war, dass der chinesische Mehrheitseigentümer HNA unter dem über viele Jahre hinweg angehäuften Schuldenberg kollabiert ist. In diesen Strudel wurde auch der deutsche Regionalflughafen hineingezogen. Offiziellen Angaben nach sollen sich mehrere Interessenten für eine Übernahme des Airports interessieren.

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Aida schafft PCR-Pflicht ab

Die Reederei Aida Cruises streicht mit Wirksamkeit zum 28. April 2022 die Verpflichtung bei der Einschiffung einen negativen PCR-Befund vorzulegen. Man verlangt jedoch weiterhin, dass zumindest ein negatives Antigen-Schnelltestergebnis vorgelegt wird. Das Unternehmen teilte unter anderem mit, dass man die Änderung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen habe. Den Antigen-Befund müssen alle Passagiere ab einem Lebensalter von drei Jahren vorlegen können. Ab 12 Jahren muss man zudem vollständig gegen Corona geimpft sein. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Aida Cruises nicht mehr auf die so genannten Booster-Impfungen pocht, sondern zwei Stiche für die Einschiffung wieder ausreichend sind. Im Feber 2022 führte man aufgrund des Umstands, dass die Kreuzfahrtindustrie im Kreuzfeuer der Kritik stand ein, dass nur noch Personen, die dreimal gegen Covid-19 geimpft sind, an Bord durften. Die Maskenpflicht wird seitens Aida nicht nennenswert gelockert. Man verlangt das Tragen medizinischer Masken auch weiterhin in fast allen öffentlichen Innenbereichen der Schiffe. Davon ausgenommen sind logischerweise die privaten Kabinen.

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Saarbrücken: Wizz Air nimmt Sarajevo auf

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air wird ab 14. Juni 2022 zweimal wöchentlich den deutschen Flughafen Saarbrücken ansteuern. Der Carrier nimmt diesen Airport erstmals ins Streckennetz auf. Angeboten werden zwei wöchentliche Flüge in die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, Sarajevo. Die Route soll an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag bedient werden. Weitere Strecken ab Saarbrücken sind vorstellbar, jedoch äußerte sich Wizz Air nicht zu möglichen Planungen. Bisher bedient Wizz Air zehn deutsche Airports mit seinen Strecken, die neben einem Schwerpunkt auf Ost-Europa längst auch weitere Verbindungen im Süden und Westen des Kontinents bieten. Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Bremen und ab 14. Juni 2022 ab Saarbrücken.

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Italien: Aeroitalia will Langstrecken-Drehkreuz in Forli aufbauen

Das italienische Startup Aeroitalia will am Flughafen Forli ein Drehkreuz errichten. Bereits im kommenden Monat sollen von diesem Airport aus die ersten Linienflüge abheben. Das Unternehmen erklärte, dass man sich vollständig aus privaten Geldquellen finanziert. Das Logo und die Livery der Neugründung sind offensichtlich am ehemaligen Flagcarrier Alitalia angelehnt. Es gibt allerdings keine Verbindung zwischen den beiden Unternehmen. Eigenen Angaben nach soll die Marke Aeroitalia unter anderem für Wärme, Sorgfalt, Exzellenz und Schönheit stehen. Seit 22. April 2022 ist man offiziell eine Fluggesellschaft, denn an diesem Tag bekam man von der italienischen Zivilluftfahrtbehörde AOC und Betriebsgenehmigung erteilt. Zunächst will man einige Charterflüge durchführen. Ab Mai 2022 will man die ersten Linien bedienen. Auch auf die Langstrecke will man gehen, jedoch soll zunächst ein Zubringernetz nach Forli aufgebaut werden. Initial will man mit fünf Boeing 737-800 an den Start gehen. Hinsichtlich der Strecken gibt man sich aber noch zugeknöpft und verwies im Rahmen einer Pressekonferenz darauf, dass die ersten beiden Routen in den nächsten Tagen kommuniziert werden sollen. Für Forli habe man sich unter anderem deshalb entschieden, weil dieser Airport in der Emilia-Romagna unterversorgt ist. Im Gegensatz zu Rimini und Bologna gibt es nur wenige regelmäßige Flüge ab Forli. Lowcoster haben sich in den letzten Jahren nicht wirklich für diesen Flughafen interessiert. Air Dolomiti will zwar eine Anbindung an den Lufthansa-Hub München aufnehmen, jedoch wurde diese Route wiederholt ausgesetzt. Charterflüge bietet unter anderem Albawings in Richtung Tirana an. Die griechische Lumiwings bot im Vorjahr einige Inlandsflüge an, jedoch sind die Verbindungen

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Lotsen-Tarifkonflikt: Polen droht Chaos ab 1. Mai 2022

Ein Tarifkonflikt bei der polnischen Flugsicherung Pansa könnte ab 1. Mai 2022 zu zahlreichen Flugausfällen führen. Die größte Airline des Landes, Lot, warnt, dass allein ab Warschau-Chopin bis zu 75 Prozent der Verbindungen ausfallen könnten. Noch hofft man darauf, dass sich Pansa und die Gewerkschaft der Lotsen bis dahin einig werden. Die Fronten sind aber verhärtet. Lot befürchtet, dass im Mai 2022 etwa 50.000 Passagiere von arbeitskampfbedingten Einschränkungen im Flugverkehr betroffen sein könnten. Man habe darauf genau wie alle anderen Fluggesellschaften keinen Einfluss. Die Gehälter der polnischen Lotsen wurden unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie um bis zu 70 Prozent gesenkt. Das wollen die Betroffenen aber nicht akzeptieren. Allein in Warschau befinden sich 170 Lotsen in der Kündigungsfrist. Somit herrscht ab 1. Mai 2022 obendrein akuter Personalmangel. Die polnische Zivilluftfahrtbehörde verordnete bereits, dass ab diesem Datum die maximale Anzahl der Starts und Landungen ab Chopin und Modlin auf 180 Movements pro Tag beschränkt werden kann. Die Betriebszeiten sollen auf 9 Uhr 30 bis 17 Uhr 00 eingeschränkt werden.

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Call-Option: Noch keine Entscheidung über Flughafen Klagenfurt

Die Aufsichtsratssitzung der Kärntner Beteiligungsverwaltung hat am Dienstagabend noch keine Entscheidung über den möglichen Rückkauf der von Lilihill gehaltenen Mehrheit am Flughafen Klagenfurt gebracht. Das Gremium will am Montag erneut tagen. Die Landesregierung ist sich über das weitere Vorgehen uneins. Die ÖVP, allen voran Landesrat Martin Gruber, drängt darauf, dass die Call-Option gezogen werden soll. Damit würde der Airport über die landeseigene KBV wieder ins mehrheitliche Eigentum des Landes Kärnten gebracht werden. Die SPÖ, die den Landeshauptmann stellt, sieht keinen Grund dafür. Unabhängig davon: Allein ein möglicher Beschluss des Aufsichtsrats der KBV ist nicht ausreichend für das Ziehen der Call-Option. In weiterer Folge müsste der Landtag den entsprechenden Beschluss fassen und eine Mehrheit hierfür ist angesichts der Uneinigkeit zwischen SPÖ und ÖVP derzeit fraglich. Die Aufsichtsratssitzung der KBV hat sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bis kurz vor Mitternacht gezogen. Man will bis zum kommenden Montag noch weitere Unterlagen und Dokumente sichten. Dann soll die Sitzung ab 17 Uhr 00 fortgesetzt werden und über das mögliche Ziehen der Call-Option abgestimmt werden.

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