Juli 3, 2022

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Juli 3, 2022

Bundesheer im Burgenland und in Kärnten im Assistenzeinsatz

Aufgrund der Folgen der heftigen Unwetter, die Teile von Österreich in den letzten Tagen heimgesucht haben, befindet sich das Bundesheer in Kärnten und dem Burgenland im Assistenzeinsatz. Im Raum Breitenbrunn gab es dazu einen Schilfbrand, bei dessen Bekämpfung die Soldaten mitgeholfen haben. Über 170 Soldatinnen und Soldaten des Villacher Pionierbataillons 1 und der Luftstreitkräfte unterstützen in den ersten Tagen die Aufräumarbeiten mit Hubschraubern und schwerem Pioniergerät wie Bagger, Raddumper und Lastkraftwägen. Ihre Aufgabe ist es die Hauptverkehrswege im Gegendtal, vor allem nach Afritz am See und Arriach, wieder befahrbar zu machen, um mit den Gerätschaften und dem Personal der Einsatzorganisation weiter vorgehen zu können. Auch Verklausungen, verursacht durch umgestürzte Bäume und Muren, müssen mit Motorsägen entfernt sowie die Geröll-, Schutt- und Schlammmassen beseitigt werden. Ein Black Hawk verlegte von Kärnten ins Burgenland, um dort am frühen Nachmittag bei der Brandbekämpfung eines Schilfbrandes in Breitenbrunn zu unterstützen. Am späten Nachmittag wurde dieser Assistenzeinsatz erfolgreich beendet und der Black Hawk flog nach Langenlebarn zurück. Für Sonntag sind weitere Einsätze einer Agusta Bell 212 und einer Alouette III, für Erkundungs-, Evakuierungs- und Versorgungsflüge geplant. Die unzähligen Schadstellen müssen erkundet und beurteilt werden, um die Hilfskräfte schnell und effektiv einsetzen zu können. Von der Umwelt abgeschnittene Personen werden mit Hilfsgütern versorgt oder müssen teilweise evakuiert werden.  Zur Herstellung der Stromversorgung unterstützte der Black-Hawk-Hubschrauber die Monteure der KNG-Kärnten Netz GmbH beim Ersetzen der Strommasten. „Der rasche Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten zeigt, dass sich die österreichische Bevölkerung auf das Bundesheer immer verlassen kann. Sie zeigen

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Ryanair-Chef O’Leary findet eigene Ticketpreise absurd billig

Ryanair-Chef Michael O’Leary sorgt mit einer für ihn durchaus ungewöhnlichen Äußerung für Aufsehen. Der Manager sagte gegenüber der Financial Times, dass seiner Ansicht nach das Fliegen „zu billig geworden ist, um Gewinne zu erzielen“. „Es ist zu billig geworden für das, was es ist. Ich finde es absurd, dass jedes Mal, wenn ich nach Stansted fliege, die Zugfahrt ins Zentrum von London teurer ist als der Flugpreis“, so der Chef der größten Billigfluggesellschaft Europas. Derartige Aussagen von Michael O’Leary sind extrem selten, denn normalerweise wirft er anderen Fluggesellschaften Wucherpreise vor und kündigt gerne einen Satz später eine weitere Billigticket-Aktion des von ihm geleiteten Konzerns an. Dazu kommt, dass jenes Luftfahrtunternehmen, das den Preiskampf in Stansted maßgeblich gestaltet, nicht ganz zufällig Ryanair samt Group-CEO O’Leary ist. Der Zeitpunkt der Aussagen des Ryanair-Holdings-Vorstandsvorsitzenden dürfte gar strategischer Natur sein, denn auch der Billigflieger hat mit massiv gestiegenen Kosten zu kämpfen. Über Fuel-Hedging-Geschäfte konnte man sich im Bereich des Treibstoffeinkaufs temporär absichern, jedoch eben nicht auf Dauer. Deswegen ist es gar nicht verwunderlich, dass Michael O’Leary gegenüber der Financial Times auch sagte, dass er damit rechnet, dass die durchschnittlichen Preise bei der von ihm geleiteten Airline auf 50 bis 60 Euro steigen werden. Eigenen Angaben nach liegt man momentan bei etwa 40 Euro. „Preistreiber“ sollen sowohl die steigenden Spritpreise als auch Umweltsteuern, die von diversen Staaten erhoben werden, sein. „Es war mein Werk Flugreisen billig zu machen. Ich habe damit eine Menge Geld verdient. Aber letztlich glaube ich nicht, dass der Flugverkehr bei einem

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Paris: Neuerliche Flugausfälle in CDG wegen Streiks

Am Flughafen Paris Charles de Gaulle ist es am Samstag neuerlich zu Flugausfällen gekommen. Hintergrund ist, dass zwischen 7 Uhr 00 und 14 Uhr 00 ein Streik stattfand. Auch am Freitag sind deswegen zahlreiche Verbindungen ausgefallen. Während das offizielle Ausmaß der Annullierungen am Freitag mit 17 Prozent beziffert wurde, sollen es am Samstag 20 Prozent gewesen sein. Ziel der Arbeitsniederlegungen ist höhere Gehälter sowie bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Gewerkschaften argumentieren unter anderem mit akutem Personalmangel, aber auch mit den starken Teuerungen, die auch das alltägliche Leben treffen. Es wäre daher notwendig, dass die Arbeitgeber die Monatslöhne anheben.

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UK: Airlines dürfen Flugpläne überarbeiten ohne Slots zu verlieren

Das Vereinigte Königreich lockert für die Sommersaison die ansonsten streng gehandhabten Slot-Regeln. Man will den Airlines ermöglichen, dass diese Verbindungen aus der Planung nehmen können ohne Gefahr zu laufen, dass die Start- und Landerechte verloren gehen. An vielen UK-Flughäfen und bei in diesem Staat tätigen Fluggesellschaften herrscht akuter Personalmangel. Obwohl man oftmals schon längerfristig weiß, dass es für die geplante Verbindung zu wenig Personal gibt, streicht man zumeist erst extrem kurzfristig. Dahinter steckt die „use it or lose it“-Regel. Die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs hat nun verfügt, dass die Fluggesellschaften eine kurze Zeitspanne zur Überarbeitung ihrer Flugpläne haben. Bis Freitag muss dem Regulator mitgeteilt werden welche Flüge gestrichen werden. Für Verbindungen, die nach diesem Stichtag abgesagt werden, gilt die Sonderbestimmung nicht.

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Deutsche Ministerin droht Airlines mit Verbot von Vorauskasse

Das momentane Flugchaos, von dem die Bundesrepublik Deutschland besonders stark betroffen ist, führt nun dazu, dass Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) die Vorauszahlungspraxis der Fluggesellschaften in Frage stellt. Bei den nunmehrigen Überlegungen spielt auch eine Rolle, dass zu Beginn der Corona-Pandemie die meisten Airlines, darunter auch die deutschen Unternehmen Lufthansa, Eurowings und Condor die gesetzliche Verpflichtung der Erstattung binnen sieben Tagen missachtet haben. Man hat nicht nur automatische Funktionen deaktiviert, sondern mit purer Absicht die Rückzahlungen verschleppt. Condor handelte sich sogar eine Klage der Verbraucherzentrale ein, da man anfangs behauptet hatte, dass man nur Gutscheine bekommen könnte. Auch Lufthansa, Eurowings und viele andere Fluggesellschaften haben versucht mit „Zwangsgutscheinen“ abzuspeisen. Teilweise wurden diese einfach per E-Mail zugeschickt anstatt das Geld zu erstatten. Der Verbraucherschutz hatte vor einigen Jahren gegen die Vorkassepraxis vieler Airlines geklagt, jedoch unterlag man vor Gericht. Die Branche konnte die Richter davon überzeugen, dass man im Gegenzug einen wesentlich günstigeren Preis anbieten könne. Dennoch vertritt die Verbraucherzentrale weiterhin die Rechtsansicht, dass die Vertriebspraxis bei Flugtickets dem Grundprinzip Ware gegen Geld widerspricht. Dazu kommt, dass es keinerlei Insolvenzabsicherung gibt, so dass die Passagiere auch das Risiko einer Airline-Pleite tragen. Bislang hielt man sich seitens der deutschen Bundesregierung aus dieser Diskussion heraus, jedoch dürfte nun die Performance des „nationalen Champion“, wie ein ehemaliger Verkehrsminister die Lufthansa nannte, das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Die Problematik ist, dass derzeit enorm viele Flüge gestrichen werden bzw. massiv verspätet sind. Sowohl bei der Auszahlung der Ausgleichsleistungen als auch bei der Erstattung der Ticketgelder ziehen

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