Juli 4, 2022

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Juli 4, 2022

Bodenverkehrslizenz: Wisag kann sich am BER behaupten

Am Flughafen Berlin-Brandenburg wurde eine der Bodenverkehrslizenzen neu vergeben. Der bisherige Dienstleister Wisag konnte sich dabei behaupten und wird auch weiterhin an diesem Airport tätig sein. Der Beginn der neuen Lizenz ist der 1. Dezember 2022. Allerdings ist die Vergabe noch nicht final, da unterlegene Bewerber noch innerhalb von vier Wochen ein Rechtsmittel einlegen können. Eigenen Angaben nach hat Wisag am Standort BER derzeit 900 Mitarbeiter. Man bietet sowohl Passage- als auch Vorfelddienstleistungen an. Weitere Standbeine an diesem Standort sind Cargo- und Reinigungsservices. Der Wisag-Konzern befindet sich im Eigentum der Familie Wisser und gilt als einer der größten Luftfahrtdienstleister in der Bundesrepublik Deutschlands. Bodenverkehrslizenzen müssen in periodischen Abständen neu ausgeschrieben werden.

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Swissport: Verwaltungsratspräsident Müller zurückgetreten

Beim Bodenabfertiger Swissport International kommt es an der Spitze des Verwaltungsrats zu einer personellen Veränderung: Christoph Müller, der momentan den Vorsitz innehat, wird sich aus allen Funktionen zurückziehen. Der Manager betont aber, dass er auch weiterhin als Aktionär an Bord bleiben wird. Dem Management steht er auch künftig als Berater zur Verfügung. Ad Interim wird David Siegel, der bereits seit Dezember 2020 dem Swissport-Verwaltungsrat angehört, den Vorsitz übernehmen. Über eine dauerhafte Nachfolge für Christoph Müller sollen die Aktionäre zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Momentan befindet man sich in einer Phase, in der man nach geeigneten Kandidaten sucht.

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Slowenien: TAP lässt vier Airbus A320 in Slowenien warten

Der firmeneigene Wartungsbetrieb von TAP Air Portugal leidet derzeit unter massivem Personalmangel. Daher hat man sich entschieden, dass im Juli 2022 insgesamt vier Airbus A320 in Slowenien bei Adria Tehnika gewartet werden sollen. Der in Ljubljana ansässige Betrieb gehörte einst der insolventen Adria Airways an. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde dieser verkauft und konnte daher fortgeführt werden. In Portugal ist man mit der Entscheidung, dass vorerst vier Airbus A320 in Slowenien gewartet werden sollen, nicht gerade glücklich. Gewerkschaften befürchten, dass in Zukunft verstärkt auf Drittanbieter gesetzt werden könnte. Dem hält das Unternehmen in einer Medienerklärung entgegen: „TAP führt die Wartungsarbeiten an ihren Flugzeugen in anderen zertifizierten Wartungsbetrieben als TAP Maintenance & Engineering durch. Das war schon immer so und wird auch in Zukunft so bleiben“. Mittlerweile ist Adria Tehnika eine Tochtergesellschaft von Aviaprime. Dieser Konzern ist in erster Linie auf die Wartung von Maschinen der Bombardier-CRJ-Reihe spezialisiert, jedoch verfügen einzelne Standorte auch über die Berechtigung für andere Muster, darunter die A320-Reihe. Im Vorjahr konnte der slowenische Standort einen Fünfjahres-Vertrag mit Easyjet abschließen. Auch mit Wizz Air konnte man eine Vereinbarung abschließen.

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Vergleich: Air France-KLM muss 3,9 Millionen Dollar an U.S.-amerikanische Post bezahlen

Der Luftfahrtkonzern Air France-KLM und der United States Postal Service haben sich in einem Rechtsstreit auf eine Vergleichszahlung in der Höhe von 3,9 Millionen U.S.-Dollar geeinigt. Dem Carrier wurde vorgeworfen die Zustellzeiten falsch ausgewiesen zu haben. Mit der bereits erfolgten Bezahlung der genannten Summe wird Air France-KLM gleichzeitig von der Haftung für fehlerhafte Informationen nach dem False Claims Act entbunden. Der Firmengruppe wurde vorgeworfen, dass man absichtlich falsche Scans von Informationen vorgelegt habe. Diese sollen Datum, Zeit und Ort zahlreicher Paketsendungen unrichtig angegeben haben. Die Handlungen sollen im Zeitraum zwischen 2010 bis 2016 stattgefunden haben. USPS ist der Ansicht, dass ein Vertragsverstoß vorliegt und hat ein Verfahren nach dem False Claims Act eingeleitet. Nun einigte man sich auf einen Vergleich in der Höhe von 3,9 Millionen U.S.-Dollar. Damit sind die Vorwürfe verglichen und vom Tisch.

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Subventionen: Slowenien verteilt 1,83 Millionen Euro an zehn Fluggesellschaften

Insgesamt zehn Fluggesellschaften kommen in Ljubljana in den Genuss von staatlichen Zuschüssen. Die Regierung hatte neuerlich Subventionen, die der Verbesserung der Anbindung von Slowenien dienen sollen, ausgeschrieben. Beworben hatten sich FlyDubai, Easyjet, Lot, Wizz Air, Turkish Airlines, Air Montenegro, Air Serbia, Brussels Airlines, Swiss und Lufthansa. In dieser Runde wurden alle Anbieter, die sich beworben hatten, berücksichtigt. Insgesamt werden 1,83 Millionen Euro vergeben, die nach einem vorgegebenen Schlüssel unter diesen zehn Fluggesellschaften aufgeteilt werden. Im Vorjahr zählten Air France und ihre Tochtergesellschaft Transavia nebst Lufthansa und Turkish Airlines zu den größten Subventionsempfängern. Weder das französische Luftfahrtunternehmen noch ihr Billigableger haben sich heuer um slowenische Förderungen beworben.

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Kommentar: Mit Lufthansa fünfsternemäßig selbst um Hotels und Ersatzflüge kümmern

In sozialen Medien sorgen derzeit am Flughafen Frankfurt am Main aufgenommen Screens, die Lufthansa-Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden, darüber informieren, dass sie sich selbst um Ersatzbeförderung bzw. Hotels kümmern müssen, für Aufsehen. Eine Airline, die sich selbst als 5-Sterne-Premium-Anbieter betrachtet, sollte wohl mehr Kundenservice an den Tag legen. Die Werbung von Lufthansa suggeriert schon seit Jahrzehnten, dass Fliegen mit diesem Carrier das Maß aller Dinge ist. In Deutschland hat es durchaus Prestige Freunden und Bekannten zu erzählen, dass man mit Lufthansa in den Urlaub fliegen wird. Doch vom einstigen „Luxus über den Wolken“, den es in den 1950er und 1960er Jahren gab ist – abgesehen von der teuren First-Class – nicht mehr viel übrig. In Sachen Kundenservice war Lufthansa noch nie sonderlich stark. Selbst in den 1990er-Jahren, in denen Billigflieger noch eine absolute Randerscheinung waren und der Kranich bis 1997 schrittweise privatisiert wurde, konnte es für Passagiere unangenehm werden, wenn Flüge ausgefallen sind. Damals hatte Lufthansa auf vielen Strecken, besonders innerhalb Deutschlands, ein Monopol und in der Ära als Staatscarrier hat man das Fluggäste auch spüren lassen. Der Kranich bestimmte was pünktlich ist und was nicht. Lufthansa ist seit 1997 ein privates Unternehmen, jedoch ist in Sachen Kundenservice der „Mief“ einer fliegenden Eisenbahngesellschaft nie gänzlich beseitigt worden. Wenn etwas schiefgeht und Lufthansa an Passagiere bezahlen muss, so zieht man alle Register um die Bearbeitung zu verzögern, behauptet unter anderem Flightright. Zeitweise hat man auch besondere Bürokratie aufgebaut und von Fluggästen verlangt, dass diese eine Ausweiskopie übermitteln, andernfalls werde man den

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UK: Ryanair und Pilotengewerkschaft erzielen Einigung

Im Vereinigten Königreich haben Ryanair und die British Air Line Pilots‘ Association einen Tarifabschluss erzielt. Dieser beinhaltet unter anderem, dass die Flugzeugführer bis inklusive 2026 Gehaltserhöhungen bekommen werden. Die Einigung ist insofern von Bedeutung, weil die Piloten im Zuge der Corona-Pandemie temporären Lohnkürzungen zugestimmt hatten. In den letzten zwei Jahren waren die Bezüge der britischen Ryanair-Flugzeugführer deutlich reduziert. Die nunmehrige Einigung wurde bereits in einer Urabstimmung von den Mitgliedern bestätigt. „Wir begrüßen das Ergebnis der Urabstimmung unter unseren britischen Piloten, die eine starke Unterstützung für die mit der BALPA ausgehandelte Vereinbarung gezeigt hat. Während die Erholung von den Auswirkungen der Pandemie noch andauert und unsere Branche vor großen Herausforderungen steht, bietet diese langfristige Vereinbarung Stabilität, eine beschleunigte Gehaltswiederherstellung, künftige Gehaltserhöhungen und andere Leistungsverbesserungen für unsere britischen Piloten“, so Darrell Hughes, Personaldirektor von Ryanair. Die Piloten von Ryanair werden in den kommenden Jahren Gehaltserhöhungen erhalten, sobald ihre Gehälter vollständig wiederhergestellt sind. Sie werden auch zusätzliche Leistungen erhalten, obwohl Ryanair und BALPA keine weiteren Einzelheiten dazu bekannt gegeben haben.

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Maribor: Skyalps-Charterflüge mangels Nachfrage komplett abgesaggt

Die ab dem slowenischen Flughafen Maribor geplanten Skyalps-Charterflüge wurden mangels Nachfrage abgesagt. Das Touristikunternehmen BMG, das Verbindungen nach Bozen, Pisa und Neapel angekündigt hat, gab noch vor dem ersten Flug das Aus bekannt. Eigentlich sollte Luxwing in den Farben von Skyalps bereits seit Donnerstag mit de Havilland Dash 8-400 Charterflüge ab Maribor in die drei italienischen Städte durchführen. Allerdings blieb der Ticketverkauf weit hinter den Erwartungen zurück, so dass man das Projekt komplett abgeblasen hat. Personen, die bereits Flugscheine gekauft haben, sollen ihr Geld zurückbekommen. Die Charterverbindungen waren ursprünglich bis zum 15. September 2022 befristet. Jede der drei italienischen Destinationen sollte zumindest 12 Mal angeflogen werden. Die Tourismusgesellschaft BMG wollte in erster Linie Italiener nach Maribor locken. Trotz Unterstützung durch das slowenische Fremdenverkehrsamt war man aber nicht erfolgreich. Möglicherweise spielte auch der Preis eine Rolle, denn die Tickets kosteten je nach Destination zwischen 259 Euro und 359 Euro. Damit steht der Flughafen Maribor auch weiterhin ohne regelmäßige Flüge da. Zuletzt wurde dieser Airport vor drei Jahren im Linienverkehr angesteuert. Es gibt auch Verhandlungen mit den Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizz Air. Mit zuletzt genannter Airline spricht man über eine Verbindung nach Skopje, wobei die Verhandlungen aufgrund hoher Zuschusswünsche als festgefahren gelten.

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