August 1, 2022

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August 1, 2022

Spanien: Iberia will im Winter 2022/23 das Vorkrisenniveau erreichen

Das spanische IAG-Konzernmitglied Iberia geht davon aus, dass man im Winterflugplan 2022/23 den Flugbetrieb wieder auf das Niveau, das man vor der Corona-Pandemie hatte, hochfahren wird. Besonders stark will man im Inlandsverkehr innerhalb Spaniens das Angebot erhöhen. Mit Rio de Janeiro und Caracas sollen die letzten beiden Langstreckenziele, die noch nicht reaktiviert wurden, wiederaufgenommen werden. Beide Strecken sollen ab November 2022 jeweils dreimal wöchentlich bedient werden. Aufstockungen sind unter anderem in Richtung Havanna, El Salvador, Quito und Guayaquil geplant. Auf der Langstrecke wird man im Winter 2022/23 Mexiko am Häufigsten ansteuern. Die Flüge nach Bogotá und Buenos Aires werden in der bevorstehenden Saison zweimal täglich, jedoch zusammengelegt angesteuert. Täglich soll es unter anderem nach Santiago de Chile, Lima und Sao Paulo gehen. San José soll auf sieben wöchentliche Umläufe aufgestockt werden. Montevideo und Panama werden den ganzen Winter über sechs wöchentliche Flüge und Puerto Rico vier Flüge haben. In den USA ist die wichtigste Neuheit die Verlängerung der Operation mit Dallas, die Iberia ursprünglich für diesen Sommer und bis zum 29. Oktober 2022 gestartet hatte. Auf dieser Strecke hat Iberia den Betrieb mit Airbus A330 eingeführt, der es seinen Kunden ermöglicht, alle Produkte zu genießen: Business-Kabine, Premium Economy und Economy. Darüber hinaus wächst Iberia in mehreren Zielen in den USA im Vergleich zum letzten Winter, als die Beschränkungen für Reisen aus Europa erst im vergangenen November aufgehoben wurden. In Miami wird es von 10 auf 14 wöchentliche Frequenzen gehen – zwei tägliche Flüge – und in New York von 10

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Swiss: Gesamtarbeitsvertrag bei Piloten durchgefallen

Die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Aeropers haben den Gesamtarbeitsvertrag, den die Geschäftsleitung von Swiss und die Arbeitnehmervertreter ausverhandelt haben, mehrheitlich abgelehnt. Die Fluggesellschaft bedauert die Entscheidung der Flugzeugführer und prüft derzeit das weitere Vorgehen. Seitens der Geschäftsleitung der Lufthansa-Tochter geht man davon aus, dass das Abstimmungsergebnis keine Auswirkungen auf die Stabilität des Flugverkehrs haben wird. Die Mitglieder des Pilotenverbands Aeropers haben den von Swiss International Air Lines  und dem Aeropers-Vorstand vereinbarten Gesamtarbeitsvertrag (GAV2022) mit 80,5 Prozent der abgegebenen Stimmen abgelehnt. Das Resultat wurde heute von Aeropers nach je zweiwöchiger Kommentierungs- und Abstimmungsphase für die Mitglieder bekannt gegeben „Der fertig ausgehandelte GAV2022 hat einen Kompromiss dargestellt, welcher aus unserer Sicht die Interessen von SWISS und Aeropers ausgewogen berücksichtigte. Mit einer Annahme hätte der neue GAV für die kommenden vier Jahre vertragliche Stabilität in einem sehr volatilen Airlineumfeld geboten“, erklärt Oliver Buchhofer, Head of Operations und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung von Swiss. „Wir bedauern das Abstimmungsresultat, respektieren jedoch selbstverständlich diesen Mehrheitsentscheid“. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass der seit 1. April 2022 bestehende Zustand ohne Gesamtarbeitsvertrag fortgeführt wird. „Ein neuer, zukunftsfähiger GAV für unser Cockpitpersonal bleibt eine Option“, so Buchhofer. „Dafür sind wir jedoch auf einen verlässlichen Verhandlungspartner angewiesen. Es ist ein Novum in der Sozialpartnerschaft von Swiss und des Pilotenverbands, dass der Aeropers-Vorstand nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen den gemeinsam erarbeiteten und unterzeichneten GAV ihren Mitgliedern nicht zur Annahme empfohlen hat“. Mit Ausnahme des Cockpitpersonals haben sämtliche Personalgruppen von Swiss mehrjährige Krisenvereinbarungen abgeschlossen. Gespräche mit Aeropers über eine solche Vereinbarung wurden Ende 2020 erfolglos

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Urabstimmung: Lufthansa-Piloten stimmen für Streikmaßnahmen

Die der Vereinigung Cockpit angehörigen Piloten von Lufthansa und Lufthansa Cargo haben sich in einer Urabstimmung mehrheitlich für Streikmaßnahmen ausgesprochen. Die Gewerkschaft betont, dass Arbeitsniederlegungen noch nicht fix sind. Vielmehr ist die VC der Ansicht, dass die Mitglieder ein deutliches Signal der Unterstützung der Ziele der Konzerntarifkommission gesetzt hätten. Bei einer Wahlbeteiligung von 93,2 % (DLH) bzw. 95,7 (Lufthansa Cargo) stimmten 97,6% (DLH) bzw. 99,3% (Lufthansa Cargo) für die Unterstützung der Tarifkommission. Das erforderliche Quorum wurde damit deutlich überschritten. Bei den Forderungen der Piloten geht es schwerpunktmäßig um einen Ausgleich des Reallohnverlustes. Ein weiterer zentraler Punkt der Forderungen an den Arbeitgeber ist die Angleichung der Vergütungssystematik im Personalkörper bei gleichzeitiger Steigerung der Attraktivität der unteren Lohnstufen. „Wir brauchen jetzt eine moderne und faire international konkurrenzfähige Vergütungsstruktur in allen Berufsgruppen“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. „Auch im Interesse unserer Passagiere bedarf es jetzt eines ernstzunehmenden Lösungswillens seitens Lufthansa, um gemeinsam kreative Lösungsräume im Interesse des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden zu schaffen“.

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Air Berlin: Insolvenzverwalter Flöther klagt Ex-Chef Thomas Winkelmann

Rund fünf Jahre nach der Pleite von Air Berlin hat Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Klage gegen den letzten Vorstandsvorsitzenden, Thomas Winkelmann, beim Berliner Landgericht eingebracht. Ein Termin für den Prozessauftakt steht noch nicht fest. Der Manager übernahm erst im Feber 2017 die Führung der Air Berlin Group und war zuvor jahrelang für Lufthansa tätig. Unter anderem war er Geschäftsführer der damaligen Billigfluggesellschaft Germanwings. Die Bestellung von Thomas Winkelmann an die Spitze der Air Berlin wurde damals als deutliche Annäherung an Lufthansa gedeutet. Unter anderem war man für Eurowings und Air Berlin in Form von Wetlease-Dienstleistungen tätig. Die einst zweitgrößte Fluggesellschaft galt als seit vielen Jahren finanziell stark angeschlagen und wurde unter anderem von Großaktionär Etihad Airways in der Luft gehalten. Beispielweise wurde das Vielfliegerprogramm zu einem völlig absurden Preis an den Golfcarrier verkauft. Der einzige Grund hierfür war, dass auf diesem Weg viel Geld in Air Berlin eingespeist werden konnte. In Abu Dhabi hatte man irgendwann die Schnauze voll davon permanent Finanzmittel an die schwer defizitären Beteiligungen zu überweisen. Zunächst drehte man Alitalia den Geldhahn ab und nach und nach auch allen anderen Töchtern. Diese sind dann wie ein Kartenhaus zusammengefallen, wobei Air Serbia und Air Seychelles nur dank des Umstands, dass die jeweiligen Regierungen eingesprungen sind, vor dem Kollaps bewahrt wurden. Air Berlin könnte wesentlich früher pleite gewesen sein Im Sommer 2017 stellte Etihad Airways auch die Zahlungen an Air Berlin ein. Die so genannte Patronatserklärung, die man erst wenige Wochen zuvor unterschrieben hatte, konnte oder wollte man nicht

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