August 17, 2022

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August 17, 2022

Regierung will Air Malta dichtmachen und mit Malta MedAir durchstarten

Die maltesische Regierung prüft derzeit die Auflösung der staatlichen Fluggesellschaft Air Malta. Hintergrund ist, dass die Lohnkosten als zu teuer gelten, um mit der Konkurrenz aus dem Lowcost-Segment mithalten zu können. Marktführer am Flughafen Luqa ist seit einiger Zeit die Ryanair Group. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund von Zweifeln in der Regierung, dass die Europäische Kommission Maltas Antrag auf ein staatlich finanziertes Corona-Rettungspaket in Höhe von 290 Millionen Euro für Air Malta genehmigen wird. Der Notfallplan würde in Kraft treten, falls Brüssel die staatliche Hilfe nicht genehmigt, was die Entlassung der gesamten Air Malta-Belegschaft zur Folge hätte. Für alle Mitarbeiter, die von der neuen staatlichen Fluggesellschaft wieder eingestellt werden, würden neue Verträge auf der Grundlage der aktuellen Marktbedingungen ausgearbeitet werden. Nach dem Vorbild von Alitalia/Ita Airways will man in diesem Szenario erreichen, dass die bestehende Konzernschwester Malta MedAir die Rolle der heutigen Air Malta übernimmt. Diese ist derzeit überwiegend im ACMI- und Chartereinsatz. Derzeit verfügt man über drei Airbus A320 und wartet auf die Auslieferung von fabrikneuen A320neo. Auch hat man in Gatwick und Heathrow Slots von Air Malta übernommen. Lokale Medien berichten, dass nicht alle Routen von Malta MedAir übernommen werden sollen. Betroffene Passagiere sollen Erstattungen oder aber Tickets für die Nachfolge-Airline erhalten. Air Malta hat zumindest seit dem Jahr 2005 erhebliche Verluste angehäuft. Man wollte sich zuletzt von rund 600 Mitarbeitern trennen, die neue Jobs in Behörden bekommen sollten, jedoch ist das Projekt ins Stocken geraten, weil deren Bezüge über jenen, die die Beamten bekommen, liegen würden.

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Finanzzahlen: Flughafen Stuttgart weiterhin in der Verlustzone

Unter den größeren deutschen Flughäfen erholt sich Stuttgart-Echterdingen besonders langsam. Der Airport hat die überwiegende Mehrheit des Lowcost-Verkehrs verloren, denn beispielsweise die Ryanair Group und Easyjet steuern die Hauptstadt von Baden-Württemberg nicht mehr an. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schrieb der Flughafen Stuttgart einen Verlust in der Höhe von 8,8 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 91 Millionen Euro und war damit deutlich niedriger als vor der Coronapandemie. Die genannten Zahlen stammen aus einer Beantwortung einer Anfrage im Landtag und wurden von der Betreibergesellschaft bestätigt. Immerhin konnte Stuttgart-Echterdingen den Verlust reduzieren, denn im Vorjahr lag der Fehlbetrag bei rund 25 Millionen Euro. Im ersten Coronajahr (2020) schrieb man gar rote Zahlen im Ausmaß von 100 Millionen Euro. Überraschend kommt der Fehlbetrag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres so ganz und gar nicht, denn die Geschäftsleitung teilte bereits im April 2022 mit, dass man der aktuellen Prognose nach das Gesamtjahr 2022 mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe abschließen wird. Stuttgart hatte im ersten Halbjahr 2022 rund 2,8 Millionen Fluggäste. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte man die Anzahl der Passagiere mehr als Verdreifachen. Allerdings lag man um etwa ein Drittel unter der Leistung, die man im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie hatte. Für das Gesamtjahr 2022 prognostiziert die Geschäftsleitung in etwa sechs Millionen Reisende.

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Leipzig: Air Moldova hat Chisinau aufgenommen

Die Fluggesellschaft Air Moldova hat am Dienstag eine Nonstop-Verbindung zwischen Chisinau und dem deutschen Leipzig/Halle aufgenommen. Im Regelfall wird diese Route mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A319 bedient. Nach äußerst langer Pause gibt es damit wieder eine Flugverbindung zwischen den beiden Städten. Angeboten werden die Flüge an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag. In Leipzig/Halle heben die Flüge mit Ziel Chisinau jeweils gegen 8 Uhr 00 ab. Der genannte Ort ist die Hauptstadt der Republik Moldau.

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Ex-Ryanair-Manager wird Wizz-Air-Malta-Chef

Eigentlich war der irische Manager Diarmuid Ó Conghaile als neuer Chef der irischen Zivilluftfahrtbehörde IAA vorgesehen. Doch er hat es sich anders überlegt und verlässt das Amt mit Ende Oktober 2022, um am 1. November 2022 die Geschäftsführung der neuen Fluggesellschaft Wizz Air Malta zu übernehmen. Auf den maltesischen Inseln muss sich der ehemalige leitende Angestellte von Ryanair nicht wirklich einleben, denn er war bereits Chef einer Fluggesellschaft im Inselstaat. Unmittelbar vor seinem Wechsel zur irischen Zivilluftfahrtbehörde war Ó Conghaile Chief Executive Officer von Malta Air. Sein Nachfolger bei der zuletzt genannten Ryanair-Tochter ist David O’Brien, der in Personalunion auch Lauda Europe leitet. Bei der IAA scheint die Entscheidung des künftigen Wizz-Air-Managers durchaus überraschend zu kommen, denn Diarmuid Ó Conghaile war bereits designierter Behördenleiter. Nun muss sich das Verkehrsministerium um einen Nachfolger für den Nachfolger kümmern. Gleichzeitig dürfte er Ryanair in gewisser Weise einen optischen Gefallen tun, denn seine Bestellung zum künftigen IAA-Chef wurde aufgrund des Umstands, dass er zuvor für den Lowcost-Konzern tätig war, in lokalen Medien durchaus kritisch behandelt. Wizz Air Malta ist eine Neugründung, die der pinkfarbene Billigflieger laut President Robert Carey parallel zur bestehenden Wizz Air Hungary führen möchte. Welche Basis künftig das maltesische Luftfahrtunternehmen betreiben wird, ist noch offen. „Wir freuen uns, Diarmuid in dieser neu geschaffenen Position bei Wizz Air begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns darauf, von seiner Branchenerfahrung und seinen Führungsqualitäten zu profitieren. Seine Rolle als Managing Director von Wizz Air Malta wird entscheidend dazu beitragen, unsere nächste Wachstumsphase in den kommenden

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Wegen chaotischer Zustände: Tui fordert von Flughäfen Schadenersatz

Passagiere sollen immer für alles Verständnis haben. Corona wird auch heute noch bei vielen Carriern aus Ausrede für Verspätungen und Streichungen herangezogen. Mittlerweile hat sich auch „Personalmangel am Flughafen“ schon gemausert. Kein „Verständnis“ will der Reisekonzern Tui aufbringen und will Schadenersatz von den Airports einfordern. Allein in den Kalendermonaten Mai und Juni 2022 hatte der deutsche Tour Operator aufgrund von Flugunregelmäßigkeiten Mehrkosten in der Höhe von 75 Millionen Euro. Diese verhageltem dem Konzern gar einen möglichen Quartalsgewinn. Die Kosten für stark verspätete oder abgesagte Flüge bleiben bei der Airline hängen und davon hat Tui nun die Schnauze voll und will Schadenersatz von den Airports sehen. Finanzchef Sebastian Ebel kündigte an, dass man an die Betreiber der Flughäfen herangetreten ist und von diesen entsprechende Kompensationen forderte. Im Mai und Juni 2022 waren primär Flughäfen im Vereinigten Königreich betroffen, jedoch seit dem Beginn der Sommerferien in zahlreichen deutschen Bundesländern fing sich Tuifly auch an den dortigen Airports erhebliche Verspätungen ein. Zum Teil war die Situation so prekär, dass viele Passagiere aufgrund enorm langer Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle ihren Flug gar nicht erreichen konnten. Momentan urteilen Gerichte zumeist so, dass wenn der Fluggast die von der Airline empfohlenen Zeiten für die Ankunft am Airport, eventuelle Kofferabgabe und den Gang durch die Sicherheitskontrolle einhält, dass die Airline haftet, wenn man dennoch den Flug verpasst. Konsumentenschützer empfehlen, dass man alles genau dokumentieren und gegebenenfalls auch Selfie-Fotos machen sollte. Das Austauschen von Kontaktdaten mit anderen Betroffenen kann sinnvoll sein, da man dann im Streitfall Zeugen hat.

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