September 12, 2022

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September 12, 2022

Arbeiterkammer Niederösterreich wickelt Vermögen des letzten Laudamotion-Betriebsrats ab

Lange wurde vor Gericht darum gestritten, ob eine Betriebsratswahl bei Laudamotion rechtens war oder nicht. Nun wickelt die Arbeiterkammer Niederösterreich den so genannten Betriebsratsfonds Laudamotion ab. Das genannte Unternehmen ist seit der Wintersaison 2020nicht mehr als Fluggesellschaft tätig. Man beschäftigt kein fliegendes Personal mehr und mittlerweile sind auch die Betriebsräte nicht mehr für die nunmehrige Ryanair-Tochter tätig. Da es keinen Betriebsrat mehr gibt, kommt die Arbeiterkammer Niederösterreich ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Abwicklung des Vermögens, das die letzten gewählten Arbeitnehmervertreter hinterlassen haben, nach. Konkret bedeutet das, dass das noch vorhandene Geld unter den ehemaligen Beschäftigten aufgeteilt wird. Daher erhalten diese Anschreiben der AK NÖ, in dem sie gebeten werden eine Bankverbindung sowie einen Identitätsnachweis per E-Mail oder Post an die Arbeiterkammer zu übermitteln. Anschließend soll der zustehende Anteil auf das Konto des ehemaligen Mitarbeiters ausbezahlt werden. Über die genaue Höhe machte die AK NÖ allerdings keine Angaben. Es dürfte wohl auch davon abhängen wie viele ehemalige Beschäftigte sich melden und ihren Teil beanspruchen. Seit Herbst 2020 ist die im maltesischen Pieta ansässige Lauda Europe Ltd als Fluggesellschaft aktiv. Diese ist eine Neugründung und kein direkter Rechtsnachfolger der Laudamotion GmbH, denn diese existiert weiterhin.

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Russland: Red Wings legt drei weitere internationale Strecken auf

Die russische Fluggesellschaft Red Wings baut Anfang November 2022 das internationale Streckennetz aus. Mit Sukhoi Superjet SSJ-100 nimmt man ab Kazan, Ufa und Nizhniy Novgorod Routen in die Türkei und nach Usbekistan auf. Der Carrier beabsichtigt ab 2. November 2022 einmal wöchentlich zwischen Kazan und Taschkent zu fliegen. Die Strecke soll jeweils über Nacht bedient werden. Aus den vorliegenden Flugplandaten geht hervor, dass der SSJ-100 nicht in Kazan stationiert ist, sondern an einem anderen russischen Airport. Flug WZ4120 (Taschkent-Kazan) wird daher im Rahmen von W-Pattern durchgeführt. Zurück nach Usbekistan geht es als WZ4119. Die Bedienung dieser Route soll jeweils am Verkehrstag Mittwoch erfolgen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der ab 5. November 2022 geplanten Strecke Nizhniy Novgorod-Istanbul. Das Fluggerät stammt von einem anderen russischen Airport und fliegt ab der türkischen Metropole als WZ4658 zunächst nach Nizhniy Novgorod und anschließend als WZ4657 wieder zurück nach Istanbul. Derzeit ist geplant, dass diese Strecke jeweils am Verkehrstag Samstag bedient werden soll. Mit eingeflogenem Fluggerät beabsichtigt Red Wings jeweils an Freitagen von Taschkent aus nach Ufa zu fliegen. Der Hinflug trägt die Flugnummer WZ4192 und der Rückflug die WZ4191. Die Maschinen stammen von einer russischen Basis und sollen diese Strecke im Rahmen von W-Pattern bedienen. Auf allen drei neuen Routen will Red Wings mit Regionalflugzeugen des Typs Sukhoi Superjet SSJ-100 fliegen.

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Volga-Dnepr flog erneut Nuklearmaterial nach Brno ein

Erneut war die russische Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr Airlines mit zwei Ilyushin Il-76TD-90VD in der Europäischen Union. Eigentlich dürfen Carrier, die in der Russischen Föderation registriert sind, den EU-Luftraum nicht nutzen. Die beiden Maschinen sind in Tschechien gelandet und das dank Ausnahmegenehmigung völlig legal. Die beiden Cargomaschinen tragen die Registrierungen RA-76511 und RA-76950 und sind in Brno gelandet. Gestartet sind die Frachter in Moskau-Domodedowo. Allerdings konnte man diesmal nicht den „direkten Weg“ nehmen, denn beispielsweise Polen verweigerte den Überflug. Daher musste Volga-Dnepr Airlines über die Ostsee und Deutschland nach Tschechien einfliegen. Die RA-76511 hat nur einen Flug zwischen Russland und der Tschechischen Republik absolviert. Die RA-76950 hat zwischen dem 6. und 10. September drei Rundflüge zwischen beiden Ländern absolviert. „In Übereinstimmung mit einer direkt anwendbaren EU-Verordnung hat das Verkehrsministerium eine Ausnahmegenehmigung für das russische Luftfahrtunternehmen Volga Dnepr für Flüge in die oder aus der Tschechischen Republik zum Zwecke des Transports einer bestimmten Ware im strategischen Interesse der Tschechischen Republik und anderer EU-Mitgliedstaaten erteilt, da es derzeit keine Alternative zum Luftverkehr gibt“, so ein Sprecher des Verkehrsministeriums der tschechischen Republik. Die so genannte „bestimmte Ware“ ist nichts anderes als Nuklearbrennstoff für die tschechischen Atomkraftwerke. Diese sind ausnahmslos sowjetischer Bauart und beziehen das benötigte Material seit eh und je aus Russland. Bereits vor einigen Monaten gab es derartige Importe, die von Volga-Dnepr Airlines durchgeführt werden. Auch die Slowakei hat sich mittels Sondergenehmigung von selbigem Carrier Nuklearbrennstoff für die Atomkraftwerke aus der Russischen Föderation einfliegen lassen.

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