Oktober 20, 2022

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Oktober 20, 2022

Eurowings Europe ab Winter auf Malta: UFO befürchtet Tarifflucht nach Milliardenhilfe

Die Pläne der Eurowings Europe, einer Lufthansa-Tochter, gehen in die heiße Phase: Ab Winter 2022 soll das maltesische AOC fertig sein. Der Abschluss des Flugzeug- und Besatzungstransfer ist bis zum Sommerflugplan 2023 geplant. Gleichzeitig wird die Basis in München geschlossen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) befürchtet, dass die Airline auf diesem Weg teures Personal loswerden will, um künftig Billiglohnarbeiter*innen anzuheuern.  „Wir hatten es bereits im Februar kommen sehen, dass die Münchner Kolleginnen und Kollegen ohne Perspektive im Stich gelassen werden. Es gibt keine adäquate Vereinbarung, dass sie nun innerhalb der Lufthansa-Gruppe übernommen werden. Auch die Möglichkeit sich bei Eurowings Discover zu bewerben, um dann, als hätten sie nie für den Konzern gearbeitet, bis zu 50 Prozent Gehaltsverlust hinzunehmen, halten wir für unzumutbar. Eurowings Discover verschließt sich bis heute der Tarifierung“, so die stellvertretende UFO-Vorsitzende Anja Bronstert.  Die Schließung der Münchner Basis bedeutet nun bereits das vierte Aus für ein deutsches AOC des Lufthansa-Konzerns.  “Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-CEO Carsten Spohr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten der Inflation nicht im Stich zu lassen, können wir nicht nachvollziehen, wie erneut ein Teil der Konzernbelegschaft davon ausgeschlossen wird. Im Fall der Eurowings-Europe-Belegschaft scheint dies dann offenbar nur ein medienwirksames Lippenbekenntnis zu sein”, so Bronstert weiter. UFO hatte zudem bereits im Februar vermutet, dass es sich bei diesem Schritt auch um eine Flucht in die Steueroase Malta handelt.  “Nachdem Deutschland während der Corona-Krise Milliarden in den Erhalt der Lufthansa-Gruppe investiert hat, verfolgt man nun eine Steuervermeidungsstrategie nach Ryanair-Vorbild. Die Investition

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Herbstferien: Mehr als eine Million Fluggäste am BER erwartet

In der Reisezeit zu den Herbstferien in Berlin und Brandenburg vom 21. Oktober bis zum 6. November werden am Flughafen BER mehr als 1,1 Millionen Fluggäste erwartet. Das sind rund 200.000 Fluggäste mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das tägliche Passagieraufkommen werde sich in der Ferienzeit zwischen 60.000 und 80.000 Passagieren bewegen, so der Airport in einer Aussendung. Der verkehrsreichste Herbsttag wird dabei voraussichtlich der morgige Freitag sein. 2020 flogen 335.000 Menschen aus der deutschen Hauptstadtregion in die Herbstferien, 2019 konnten 1,8 Millionen Passagiere gezählt werden. In den Ferien steuern vom Flughafen der Hauptstadtregion 63 Fluggesellschaften 128 Ziele in 50 Ländern an. Besonders beliebt sind Städtereisen zu den europäischen Metropolen und auch im Herbst ist weiterhin das Mittelmeer das beliebteste Urlaubsziel. Auf Platz eins der Destinationen liegt Antalya. Insgesamt sind im Ferienzeitraum mehr als 7.500 Starts und Landungen geplant. Im täglichen Mittel werden rund 450 Flugzeuge den BER nutzen. Die Flughafengesellschaft empfiehlt allen Passagieren, sich zweieinhalb Stunden vor Abflug im jeweiligen Terminal einzufinden und unmittelbar nach dem Check-in zur Sicherheitskontrolle zu gehen. Für Fluggäste von Easyjet gibt es die Möglichkeit, den Vorabend Bag-Drop zu nutzen und nach dem Online-Check-in ihr Gepäck für Flüge am nächsten Morgen aufzugeben. Lufthansa und Eurowings bieten jeweils einen vollständigen Vorabend-Check-in an. Viele Airlines ermöglichen zudem einen Self-Service-Check-in oder Self-Service Bag-Drop, womit Zeit gespart werden kann. Dafür stehen den Passagieren am BER 99 Automaten im Terminal 1 und weitere 19 im Terminal 2 zur Verfügung.

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China Airlines fliegt von Wien nach Taipei

China Airlines nimmt eine weitere Destination im November wieder ins Streckennetz auf. Zudem ist eine neue Flugverbindung ab dem Flughafen Wien-Schwechat im Angebot. So wird die Inselgruppe Palau ab November 2022 von Taipei aus jeweils mittwochs und samstags angeflogen. Palau zählt bisher noch zu den unbekannten Reisezielen, dabei biete das Inselparadies nicht nur traumhafte Strände, sondern auch eine einzigartige Unterwasserwelt, wie die Fluggesellschaft in einer Aussendung mitteilt. Des Weiteren steht der Erstflug von Wien – Taipei unmittelbar vor der Tür. Diese Strecke wird von Oktober bis Dezember 2022 jeweils dreimal, von Jänner bis März 2023 jeweils viermal pro Woche bedient.

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Dortmund Airport zieht positive Herbstferienbilanz

In den zweiwöchigen NRW-Herbstferien hatte der Dortmunder Flughafen mit circa 144.000 Passagieren gerechnet. Diese Vorhersage konnte mit einem Plus von 7 Prozent übertroffen werden: Insgesamt nutzten im Zeitraum vom 1. bis zum 16. Oktober 154.233 Fluggäste das Dortmunder Flugangebot. Und das trotz eines eintägigen Pilotenstreiks am 6. Oktober bei Eurowings und den damit einhergehenden Flugstreichungen. „Wir freuen uns, somit erneut über den Passagierzahlen des bisherigen Rekordjahres 2019 zu liegen“, erklärt Flughafen-Chef Ludger van Bebber. „In den Herbstferien 2019 durften wir 129.836 Passagiere am Flughafen Dortmund begrüßen. Im direkten Vergleich zu den diesjährigen Zahlen bedeutet das ein Plus von 19 Prozent.“ Die jüngsten Ergebnisse knüpfen damit nahtlos an die erfolgreichen Sommerferien an. Diese hatten dem Dortmund Airport mit 391.900 Fluggäste einen neuen Ferienrekord beschert, denn selbst im Rekordsommer 2019 konnten solche Zahlen nicht erreicht werden (2022: Plus 2 Prozent).  Besonders beliebt waren in diesen Herbstferien wieder die Ziele Kattowitz und Palma de Mallorca, so der Airport in einer Aussendung. „Die hohen Passagierzahlen der vergangenen Monate stimmen uns zuversichtlich trotz der Omikron-Herausforderung zu Beginn des Jahres die ursprünglich geplanten Passagierzahlen von 2,45 Millionen Passagieren übertreffen zu können“, so Flughafen-Chef Ludger van Bebber.

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Austrian Airlines: Einigung auch beim Bodenpersonal

Nachdem für das fliegende Personal der Austrian Airlines Lohnerhöhungen vereinbart wurden, gibt es auch für kaufmännisch-technischen Mitarbeiter einen KV-Abschluss. Aufgrund einer turnusmäßigen Betriebsversammlung mussten am Donnerstag rund 40 Flüge gestrichen werden und einige weitere waren verspätet. Mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2023 wird ein Teil des Sparpakets auch für die AUA-Bodenmitarbeiter zurückgenommen. Die Lohnkürzungen werden per 1. Juni 2023 endgültig entfallen und im Jahr 2024 kommt es zu einer Steigerung um sieben Prozent. Für das Jahr 2025 wurde ein Plus von 5,4 Prozent vereinbart. Bei Lehrlingen fällt die Steigerung deutlich höher auf. Je nach Berufsgruppe steigen die Entschädigungen um bis zu 40 Prozent. Am Donnerstag wurden die kaufmännisch-technischen AUA-Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung durch die Arbeitnehmervertreter über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Zuvor hatte es am Mittwoch eine Einigung beim fliegenden Personal gegeben. Auch diese sollen künftig mehr Geld bekommen.

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EuGH: Laudamotion haftet für psychische Folgen nach Stansted-Vorfall

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die ehemalige Fluggesellschaft Laudamotion auch für psychische Schäden haftet. Hintergrund ist die im März 2019 auf dem Flughafen London-Stansted stümperhaft durchgeführte Evakuierung. Eine Frau klagte durch die Instanzen, so dass der Fall letztlich vor dem europäischen Höchstgericht landete. Im März 2019 ereignete sich während dem Start eines von der damaligen Fluggesellschaft Laudamotion betriebenen Airbus A320 ein Defekt des linken Triebwerks. Die Unfalluntersuchung hat ergeben, dass die Evakuierung eigenmächtig von einer Flugbegleiterin gestartet wurde. Der Kapitän hatte den Befehl „on station“ gegeben, jedoch löste die Dame das sofortige Verlassen des A320 aus. Zu diesem Zeitpunkt war das rechte Triebwerk noch in Betrieb. Durch den Jetblast wurde eine Frau mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Dadurch soll sie eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten haben. Von Laudamotion wollte sie entsprechenden Schadenersatz sehen, um unter anderem die Therapiekosten ersetzt zu bekommen. Der Carrier wollte aber nicht bezahlen und vertrat die Ansicht, dass man nur für körperliche Schäden haftet. Der Oberste Gerichtshof hat den Fall dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. Die Fragestellung lautete, ob eine psychische Beeinträchtigung mit einer Körperverletzung gleichgestellt ist und daraus resultierend die Airline haftet. Die europäischen Höchstrichter haben diese bejaht. Das internationale Luftfahrtübereinkommen sei dahingehend auszulegen, dass „für eine psychische Beeinträchtigung, die ein Fluggast durch einen ‚Unfall‘ im Sinne dieser Bestimmung erlitten hat (…) in gleicher Weise Schadenersatz zu leisten ist wie für eine solche Körperverletzung“. Allerdings liegt die Beweispflicht, dass ein behandlungsbedürftiges psychisches Leiden resultiert ist, beim Passagier. Es muss belegt werden, dass Schwere

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South African Airways profitiert von gestiegenen Ticketpreisen

Die Fluggesellschaft South African Airways wird sich im kommenden Jahr von ihrer Airbus-A319-Flotte trennen. Weiters will man den einzigen verbliebenen A340-300 ausflotten und durch ein zweistrahliges Flugzeug mit vergleichbarer Kapazität ersetzen. Momentan kommt das genannte Langstreckenflugzeug nur noch als Backup-Flugzeug zum Einsatz. Kommerzchef Tebogo Tsimane erklärte gegenüber CH-Aviation.com unter anderem, dass dies insbesondere dann der Fall ist, wenn eine andere Maschine wegen Wartungsarbeiten ausfällt oder aber kurzfristig größere Kapazität benötigt wird. Dennoch will man sich von diesem Einzelstück trennen und befindet sich auf der Suche nach Alternativen. Im Bereich der A320-Flotte hat man drei weitere Exemplare geleast. Diese benötige man um die Nachfrage während der südafrikanischen Hauptferien bedienen zu können. Derzeit befinden sich die drei zusätzlichen Maschinen in Vorbereitung auf ihre Ersteinsätze bei South African Arways. Der Carrier, der während der Corona-Pandemie Insolvenz anmelden musste und anschließend von Investoren übernommen wurde, will auch vom unfreiwilligen Marktaustritt des Mitbewerbers Comair profitieren. Man will das Angebot so rasch wie möglich hochfahren und auch im Bereich der Langstrecke wieder auf Expansionskurs gehen. Generell profitiert man davon, dass die Pleiten der eigenen Billigtochter Mango sowie jene von Comair und South African Express dazu geführt haben, dass die durchschnittlichen Ticketpreise in Südafrika, besonders im Inlandsverkehr, stark gestiegen sind.

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EU: Verschärfte Slot-Regeln im Winter 2022/23

Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Slot-Regeln in der Europäischen Union stark aufgeweicht. Die EU-Kommission will, dass die Carrier ihre Start- und Landerechte wieder stärker nutzen. Andernfalls drohen Verlust und Neuvergabe. Während Billigflieger das Vorhaben begrüßen, warnen der eine oder andere Netzwerkcarrier vor möglichen Leerflügen. Die EU-Kommission will, dass die Slots im Winterflugplan 2022/23 zumindest zu 75 Prozent genutzt werden müssen. Damit kommt man den Anbietern minimal entgegen, denn vor der Pandemie lag die Quote bei 80 Prozent. In der laufenden Sommerflugplanperiode 2022 müssen die Fluggesellschaften ihre Start- und Landerechte mindestens zu 64 Prozent nutzen. Andernfalls drohen Verlust und Neuvergabe durch den jeweiligen Regulator. Die EU-Kommission hatte zu Beginn der Corona-Pandemie das Regelwerk aufgeweicht, da aufgrund zum Teil harter Einreise- und Quarantänebestimmungen die Nachfrage regelrecht in den Keller eingebrochen ist. Man wollte sinnlose Leerflüge, die nur der Sicherung von Start- und Landerechten gedient hätten, vermeiden. Die Slot-Regeln für den Winterflugplan 2022/23 sehen jedoch auch Ausnahmen vor. Beispielsweise können Carrier über ihre nationalen Behörden besonders dann, wenn wegen der Pandemie neue Reisebeschränkungen erlassen werden sollten, Ausnahmen beantragen. Die EU-Kommission kündigte bereits an, dass man etwaige Genehmigungen überwachen will, um Wettbewerbsverzerrungen vermeiden zu können.

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Cyprus Airways flottet zwei weitere Airbus A320 ein

Die Fluggesellschaft Cyprus Airways konnte im September 2022 fast doppelt so viele Flüge wie im Vorjahresmonat durchführen. Man beförderte auf 267 Verbindungen 34.868 Reisende und damit rund dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Geschäftsführer Paul Sies sagte dazu unter anderem, dass er davon ausgeht, dass man in 2023 die Vorkrisenzahlen übertreffen wird. Im dritten Quartal des Jahres 2022 habe man 127.246 Passagiere auf rund 900 Flügen befördert. Die Maschinen waren durchschnittlich zu 79 Prozent ausgelastet. Als besonders stark haben sich die Routen nach Eriwan, Tel Aviv, Beirut und Athen erwiesen. Im Sommer 2023 will man mit zwei weiteren Airbus A320 aktiv sein. Derzeit habe man die Buchungen für elf Strecken schon geöffnet. Man plant die Aufnahme zusätzlicher Strecken, jedoch will man diese erst zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Auch geht Sies davon aus, dass man zusätzliches Personal einstellen wird.

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Nach drei Jahren Pause: FTI nimmt Jordanien-Pauschalreisen wieder auf

Der Reiseveranstalter FTI bietet in der Wintersaison wieder Pauschalreisen nach Jordanien an. Zuvor pausierten diese – unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie – rund drei Jahre lang. Das Portfolio an Partnerhotels wurde ausgebaut. Das Angebot konzentriert sich auf die Regionen Amman und Akaba. Allerdings bietet man auch Rundreisen an. Beispielsweise vermarktet man unter dem Namen „Im Reich der Nabatäer“ eine Pauschalreise, die zunächst Ausflüge rund um die Hauptstadt beinhaltet an. Anschließend geht es durch die Wüste zum Toten Meer, nach Petra und anschließend nach Akaba. In Jordanien bietet FTI die Auswahl aus 20 Hotels an. Als Flugpartner fungieren ab 1. November 2022 unter anderem Lufthansa und Royal Jordanian. Kunden können optional sieben organisierte Ausflüge dazu kaufen. Unternehmensangaben nach hat man mehr Beherbergungsbetriebe als vor der Pandemie unter Vertrag.

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