Dezember 1, 2022

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Dezember 1, 2022

Schweiz: Neuer Swissport-GAV tritt am 1. Jänner 2023 in Kraft

Der schweizerische Bodenverkehrsdienstleister Swissport hat den am 28. September 2022 mit drei Gewerkschaften ausverhandelten Gesamtarbeitsvertrag angenommen. Dieser gilt für die Beschäftigten in der Eidgenossenschaft und wird am 1. Jänner 2023 in Kraft treten. Swissport teilte mit, dass man den neuen GAV umfangreich geprüft habe und zum Schluss gekommen ist, dass man den Abschluss annehmen wird. Dieser wurde mit den Gewerkschaften VPOD, SEV-Gata und KVMV ausverhandelt. Die Laufzeit des neuen Gesamtarbeitsvertrages beträgt vier Jahre und sieht höhere Löhne für die Beschäftigten vor.

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USA: Kleinflugzeug in Strommast gekracht

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist am Sonntagabend ein Kleinflugzeug in einen Hochspannungsmasten gekracht. Die Maschine steckte in der Leitung fest. Der Pilot und seine Begleitperson haben den Unfall überlebt. Das kleine Flugzeug verhedderte sich in der Stromleitung. Dies hatte zur Folge, dass rund 100.000 Haushalte temporär ohne Energieversorgung waren. Die „Bruchlandung“ geschah rund 35 Kilometer von Washington entfernt. Die Bergung bzw. Befreiung der Insassen war äußerst kompliziert und zog sich über mehrere Stunden hin.

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Nigeria: Aero Contractors will am 5. Dezember 2022 wieder abheben

Die in Lagos ansässige Fluggesellschaft Aero Contractors wird eigenen Angaben nach am 5. Dezember 2022 den Flugbetrieb reaktivieren. Der Carrier befindet sich seit 30. Juli 2022 auf dem Boden, da es unter anderem an Ersatzteilen und Treibstoff mangelte. Aero Contractros ist die älteste noch existierende Fluggesellschaft in Nigeria. Die Airline litt massiv unter dem akuten Treibstoffmangel sowie der erschwerten Verfügbarkeit von Ersatzteilen für die Flotte. Unter anderem aus diesen Gründen musste man am 30. Juli 2022 den Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen. Nun kündigte der Carrier die Wiederaufnahme der Linienflüge für den 5. Dezember 2022 an. Die Homepage und das Reservierungssystem wurden bereits reaktiviert. Der Carrier, der seit einigen Jahren unter der Verwaltung der staatlichen Asset Management Corporation of Nigeria steht, gibt sich zuversichtlich, dass man dauerhaft in der Luft bleiben wird. Laut CH-Aviation.com besteht die Flotte derzeit aus zwei de Havilland Dash 8-400, je einer Dash 8-200 und -300 und je einer Boeing 737-500 und -400. Welche dieser Flugzeuge ab 5. Dezember 2022 reaktiviert werden, teilte das Unternehmen allerdings nicht mit.

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China genehmigt Serienfertigung der Comac C919

Die Zivilluftfahrtbehörde der Volksrepublik China hat die Freigabe für die Massenproduktion der Comac C919 erteilt. Das entsprechende Zertifikat wurde laut lokalen Medien am 29. November 2022 ausgestellt. Damit ist die Commercial Aviation Corporation of China zur Serienfertigung des neu entwickelten Musters berechtigt. Bis zum Jahr 2030 sollen jährlich bis zu 25 Exemplare endmontiert und an Kunden ausgeliefert werden. Die C919 ist eines der ersten Verkehrsflugzeuge, das vollständig in der Volksrepublik China entwickelt wurde. Bislang konnte man diesen Narrowbody, der mit A320neo und B737-Max konkurriert, hauptsächlich im Inland absetzen. Allerdings hat man auch einige Bestellungen aus dem Ausland, vorwiegend aus dem asiatischen Raum, an Land gezogen. Die formelle Musterzulassung hat man bereits am 29. September 2022 erhalten.

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Staatliche Ghana Airlines geht mit Dash 8-400 und Dreamlinern an den Start

In Ghana wird unter dem Namen „Ghana Airlines“ eine neue staatliche Fluggesellschaft an den Start gebracht. Die Regierung gab vor wenigen Tagen bekannt, dass es sich um den endgültigen Markennamen handelt. Am künftigen Carrier ist Ashanti Airlines beteiligt. Dieses Unternehmen unterstützt derzeit das Verkehrsministerium beim Aufbau der neuen Fluggesellschaft. Momentan befindet man sich in der Endphase der Zulassungsphase. Die Regierung rechnet damit, dass AOC und Betriebsgenehmigung in Kürze erteilt werden können. Ashanti Airlines wurde im September 2022 im Rahmen einer Ausschreibung als strategischer Partner und Investor ausgewählt. Ebenfalls beworben haben sich unter anderem Ethiopian Airlines, Egyptair und die JNH Group. Man hat sich aber für eine „lokale Lösung“ entschieden, denn Ashanti Airlines ist ein Luftfahrtunternehmen mit Sitz in Ghana und befindet sich im Mehrheitseigentum von Osei Kwame Despite. Ghana hat seit etwa 12 Jahren keine staatliche Fluggesellschaft mehr. Ghana Airways ist im Jahr 2004 kollabiert und Ghana International Airlines hatte im Jahr 2010 ein vergleichbares Schicksal. Diesmal soll alles besser werden. Man plant zunächst mit einer Flotte, die aus Boeing 787 und de Havilland Dash 8-400 bestehen soll, an den Start zu gehen. Die Turbopropflugzeuge will man vorwiegend im Inland und in die Nachbarländer einsetzen. Derzeit ist vorgesehen, dass zunächst sechs Einheiten angeschafft werden sollen. Während der Dubai Airshow 2019 unterzeichnete die Regierung von Ghana eine vorläufige Bestellung von drei Boeing 787. Diese sind für den neuen Carrier bestimmt. Über mögliche Mittelstreckenmuster ist derzeit noch nichts bekannt.

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Australien: Flughafen-Feuerwehren drohen mit Streik

Am 9. Dezember 2022 könnte es zu massiven Einschränkungen im australischen Flugverkehr kommen, denn eine Gewerkschaft ruft die Feuerwehr-Mitarbeiter an insgesamt 27 Airports zu einem Warnstreik auf. Hintergrund ist, dass die United Firefighters Union of Australia der Ansicht ist, dass akuter Personalmangel herrschen soll. Mit den landesweiten Arbeitsniederlegungen will man ein Zeichen setzen und den Druck in Sachen Neueinstellungen erhöhen. Derzeit ist geplant, dass der Streik in der Zeit von 6 Uhr 00 bis 10 Uhr 00 über die Bühne gehen soll. Da eine einsatzbereite Feuerwehr Grundbedingung dafür ist, dass kommerzieller Flugbetrieb durchgeführt werden darf, geht die Gewerkschaft davon aus, dass während dem Arbeitskampf keine Flüge starten oder landen können. Zuvor wurden seitens Airservices Australia rund 100 Feuerwehrleute abgebaut. Während der Corona-Pandemie war man der Ansicht, dass dies aufgrund von Einsparungen notwendig ist und hoffte darauf, dass man die Betroffenen zu einem späteren Zeitpunkt wieder einstellen kann. Allerdings hatten die meisten kein Interesse mehr und haben sich anderweitig beruflich neu orientiert. Die Arbeitnehmervertreter warnen davor, dass an manchen Standorten die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr stark eingeschränkt sein soll.

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Bundesarbeitsgericht: Dauerhafte Versetzungen ins Ausland sind zulässig

Das deutsche Bundesarbeitsgericht hat am Mittwoch entschieden, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten dauerhaft ins Ausland versetzen können, wenn im Arbeitsvertrag nichts Gegenteiliges vereinbart ist. Ein Kapitän der Ryanair-Tochter Malta Air zog durch die Instanzen und unterlag. Besonders Billigfluggesellschaften öffnen und schließen häufig Bases. Dem betroffenen Personal werden oftmals Ersatzarbeitsplätze im Ausland angeboten bzw. wird die Versetzung angeordnet. Wer jedoch nicht umziehen möchte, riskiert den Job zu verlieren. Ein Malta-Air-Kapitän, der an eine Basis außerhalb Deutschlands versetzt werden sollte, wollte dies nicht hinnehmen und zog vor das Arbeitsgericht. Der Fall zog sich durch die Instanzen und wurde am Mittwoch vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt. Das Gericht urteilte, dass die Versetzung ins Ausland rechtmäßig ist, sofern im Arbeitsvertrag dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das gelte auch dann, wenn der Mitarbeiter dauerhaft außerhalb der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt werden soll. Weiters stellten die Richter fest, dass das Weisungsrecht des Arbeitgebers nicht nur national, sondern auch international und somit auch an ausländischen Standorten gilt. Begründet wurde die Entscheidung auch damit, dass die gesetzliche Situation in Deutschland nicht vorsehen würde, dass dieses Weisungsrecht auf Arbeitsorte in der Bundesrepublik Deutschland beschränkt ist. Der klagende Flugkapitän war in Nürnberg stationiert, jedoch wurde diese Basis geschlossen und in weiterer Folge erneut eröffnet. Letzterer Umstand spielte bei der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts aber keine Rolle. Der Pilot sollte seinen Dienst in Bologna versehen, wogegen er klagte. Bereits in den Vorinstanzen unterlag der Flugzeugführer. Es handelt sich zwar um eine Einzelfallentscheidung, jedoch dürfte diese besonders in der Luftfahrt von besonderer Bedeutung sein.

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Ita Airways vor dreistelligem Millionen-Euro-Verlust

Die Fluggesellschaft Ita Airways hat offenbar mit erheblichen Anlaufverlusten zu kämpfen. Das laufende Geschäftsjahr werde man mit einem Verlust in der Höhe von etwa 466 Millionen Euro abschließen, berichten italienische Medien. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Carrier eine weitere Tranche der staatlichen Finanzierung angefordert hat. Diese wurde bereits im Vorfeld von der EU-Kommission bewilligt. Die Privatisierung des Alitalia-Nachfolgers ist ins Stocken geraten. Derzeit gilt Lufthansa als neuer Favorit für eine mögliche Teil-Übernahme.

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OVG lehnt Klagen gegen BER-Anflugrouten ab

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und eine Anrainerin haben gegen nächtliche Flugrouten am Flughafen Berlin-Brandenburg geklagt. Das zuständige Oberverwaltungsgericht hat dieser nicht stattgegeben. Das OVG Berlin-Brandenburg vertritt die Ansicht, dass es keine alternativen Anflugrouten geben würde, die bezüglich der Lärmverteilung deutlich günstiger für die Kläger wären. Konkret ging es um den Westbetrieb auf der Startbahn Nord. Eine ordentliche Revision an das Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.

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EuGH: Verhandlungsauftakt über Hahn-Subventionen

Seit Mittwoch wird vor dem Europäischen Gerichtshof in Sachen der Beihilfen, die das Land Rheinland-Pfalz an den Regionalflughafen Frankfurt-Hahn überwiesen hat, verhandelt. Mit einem Urteil ist aber erst in einigen Monaten zu rechnen. In gewisser Weise könnte der Ausgang des Verfahrens C-466/21P auch nur symbolische Bedeutung haben, denn jene Betreibergesellschaft, an die die Subventionen geflossen sind, befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Somit dürfte es für das Land kompliziert werden die Zuschüsse zurückzufordern. Der Käufer von Assets, die auf eine neue Firma übertragen werden sollen, hatte bis zuletzt den Kaufpreis nicht überwiesen.

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