In Kanada sorgt ein besonders ungewöhnlicher Fall in Sachen verlorene Gepäckstücke für Aufsehen. Obwohl Passagiere mittels Airtags den genauen Standort ihres Kofferns ausfindig machen konnten, reagierte Air Canada nicht. Der Carrier hat das Reisegepäckstück ohne Zustimmung der Besitzer an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Ein kanadisches Paar wartete am Gepäckband in Quebec vergeblich auf die Ausgabe des aufgegebenen Koffers. Eine Meldung am Lost-and-Found-Schalter wurde getätigt und auch eine Reklamation an Air Canada verschickt. Nachdem es nicht zur erhofften Nachlieferung gekommen ist, orteten die Reisenden das Gepäckstück selbst. Das war nur deshalb möglich, weil man vor dem Abflug einen so genannten Airtag angebracht hatte. Somit konnte mit Hilfe einer App der mehr oder weniger genaue Standort festgestellt werden. Das verwunderte die beiden Kanadier aber, denn laut App soll sich ihr Koffer in einer Lagerhalle in einem Industriegebiet eines Vororts von Toronto befunden haben. Mit dieser Information sollte es ja möglich sein Air Canada zur Nachlieferung oder Ausgabe des Gepäckstücks zu bewegen? Weit gefehlt, denn das Star-Alliance-Mitglied reagierte auf E-Mails und Anrufe über drei Monate lang nicht. Also machte sich das Paar selbst auf den Weg und wollte sich das Eigentum am Standort, der auf der App angezeigt wurde, abholen. Der Zutritt zur Lagerhalle wurde den beiden aber verweigert und nun wurde es skurril: Vor Ort wurde den Passagieren gesagt, dass man mit Air Canada gar nichts zu tun habe und es sich auch um kein „Kofferlager“ der Airline handeln würde. Das wollten die verärgerten Fluggäste aber so nicht akzeptieren und riefen die