März 28, 2023

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März 28, 2023

OLG Stuttgart: Eintreiben von Stornokosten durch Reisebüros kann rechtswidrig sein

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat festgestellt, dass Reisebüros, die versuchen für einen Tour Operator unrechtmäßige Forderung einzutreiben, rechtswidrig handeln. Hintergrund ist eine von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eingebrachte Klage. Zu Beginn der Corona-Pandemie sind viele Reisende in eine „Falle“ getappt: Wegen der unklaren Lage stornierten viele ihre Urlaube selbst und wurden von den Tour Operators dann mit Stornokosten bedacht. in zahlreichen Fällen haben die Reiseveranstalter kurz darauf die Durchführungen von sich aus abgesagt. Im konkreten Fall stornierte ein Mann eine noch vor der Pandemie gebuchte Flusskreuzfahrt und verwies auf die damals gültige Reisewarnung des deutschen Außenministeriums. Der Veranstalter wollte ihm keine kostenfreie Stornierung gewähren und stellte Kosten in Rechnung. Das vermittelnde Reisebüro versuchte im Auftrag des Tour Operators die Forderung einzutreiben und drohte bei Nichtbezahlung mit einer Klage. Der Konsument wandte sich an die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die zunächst den Reiseveranstalter und die Agentur abmahnte. Auf das Schreiben erhielt man keine Reaktion, so dass vor dem zuständigen Landgericht eine Klage eingebracht wurde. In erster Instanz obsiegten Tour Operator und Reisebüro, jedoch war das Oberlandesgericht Stuttgart anderer Ansicht. Dieses entschied, dass das Reisebüro als Gehilfe des Veranstalters agiert habe und durch die Androhung rechtlicher Schritte zu dessen Verbraucherrechtsverstoß Hilfe geleistet habe.

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Winter 2023/24: Air Belgium will drei neue Langstrecken aufnehmen

Die Fluggesellschaft Air Belgium will im Winterflugplan 2023 Nonstopflüge zwischen Belgien und den Vereinigten Staaten von Amerika aufnehmen. Weiters soll eine Route in ein noch nicht näher bezeichnetes asiatisches Land aufgenommen werden. Derzeit ist noch offen, ob die Neuaufnahmen ab Brüssel oder ab Charleroi durchgeführt werden. Zuletzt hieß es seitens des Carriers, dass man sich im Passagierflugbereich auf Brüssel-Zaventem konzentrieren wird. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Die Streckenrechte für die geplanten USA- und Asienflüge habe man bereits beantragt.

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VKI nimmt Jahres-Reiseversicherungen unter die Lupe

Für Personen, die häufiger reisen, kann eine Jahres-Reiseversicherung überlegenswert sein, so das Ergebnis eines aktuellen Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Schon ab zwei Reisen pro Jahr kann sich diese auszahlen. Verglichen wurden insgesamt 13 Versicherungs­produkte ausgehend von 2 Testszenarien (30-jährige Person/vierköpfige Familie) ohne Selbstbehalt, mit weltweitem Schutz. Ein genauer Blick auf die Prämien lohnt sich: Die Bandbreite der Prämien schwankt je nach Testszenario stark. Für Einzel­personen lag die Jahresprämie zwischen 149 Euro und 349 Euro, bei der Familie zwischen 211 Euro und 420 Euro. Der Beste im Test ist ein Online-Anbieter. Verbesserungsbedarf gibt es in puncto Transparenz. Die Darstellung der Versicherungsleistungen ist bei einigen Anbietern mangelhaft. Große Bandbreite bei Prämien Die Bandbreite der Prämien ist groß: Diese liegt bei 149 bis 349 Euro für eine Einzelperson und bei 211 bis 420 Euro für eine vierköpfige Familie. „Ein Vergleich lohnt sich hier allemal“, betont VKI-Versicherungsexpertin Gabi Kreindl. „Eine Jahresreiseversicherung ist aber insbe­sondere für Personen, die häufig ver­reisen, eine günstigere Alternative zu Einzelreiseversicherun­gen. Schon ab zwei Reisen pro Jahr kann sich das auszahlen.  Ein deckungsgleiches Versicherungspaket für nur eine einzige – große – Reise kostet bei manchen Anbietern fast gleich viel wie der Ab­schluss einer Jahresreiseversicherung“, so Kreindl weiter. „Die Vorteile einer Jahresversicherung sind zudem, konstante Konditionen und Ansprechpartner zu haben. Viele kleine Versicherungspakete können Verwirrung stiften: Was ist nun konkret versichert? Wer ist Ansprechpartner im Schadensfall?“ Auch ein gewisser psychologischer Druck falle bei der Reisebuchung weg: Zusätzliche Angebote für Reiseversicherungen können getrost abgelehnt werden, im Wissen, ohnehin ausreichend versichert zu

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Flughafen Eindhoven: Polizei verhaftet Klimakleber

Der Flughafen Eindhoven wurde Ende der vergangenen Woche von rund 80 Klimaklebern heimgesucht. Diese verschafften sich durch das Aufschneiden eines Zauns Zugang zum Sicherheitsbereich und suchten Privatjets auf. Die niederländische Polizei nahm Verhaftungen vor. Die Klima-Aktionsgruppe blockierte nach eigenen Angaben den Platz für Privatjets zwischen Fast Forward Freight und Prust Holding. Insgesamt nahmen etwa drei- bis fünfhundert Menschen an der Demonstration teil.

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Osterferien: Frankfurt rechnet mit längeren Wartezeiten

Deutschlands größter Flughafen, Frankfurt am Main, geht davon aus, dass es während der bevorstehenden Osterferien 2023 zu längeren Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle sowie der Ausgabe von Gepäckstücken kommen könnte. Passagieren rät man rechtzeitig am Airport zu erscheinen bzw. genügend Pufferzeit einzuplanen. Prognosen des von Fraport geführten Flughafens sehen rund 185.000 Fluggäste sowie 1.100 Starts bzw. Landungen pro Tag. Dies wäre eine Herausforderung für den Airport und die vor Ort tätigen Dienstleister. Man verweist darauf, dass man sich auf die erste Reisewelle des laufenden Jahres gut vorbereitet habe. Dennoch könne man nicht ausschließen, dass sich Passagiere zu Spitzenzeiten mit starkem Reiseverkehr auf längere Wartezeiten einstellen müssen. Davon werden in erster Linie die Sicherheitskontrollen sowie die Ausgabe von Gepäckstücken betroffen sein. Hintergrund: Auch weiterhin haben der Frankfurter Flughafen und die vor Ort tätigen Dienstleister akuten Personalmangel. Die Anzahl der Reisenden steigt jedoch stetig an und insbesondere zu Beginn der Osterferien 2023 rechnet man mit einem großen Anstrum.

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DAT reaktiviert Karup-Kopenhagen

Mitte April 2023 soll die Flugstrecke zwischen Karup und Kopenhagen reaktiviert werden. Es handelt sich um eine subventionierte PSO-Strecke. Die Wiederaufnahme der von DAT durchgeführten Flüge ist für den 17. April 2023 angekündigt. Damit wird der Flughafen Karup aus dem Dornröschenschlaf erweckt, denn der letzte kommerzielle Flug fand am 9. Dezember 2022 statt. Danish Air Transport hat damals die Route eingestellt, weil man der Ansicht war, dass diese ohne Zuschüsse finanziell nicht mehr tragbar ist. Die nunmehrige Vereinbarung zwischen der DAT und dem Flughafen Karup Midtjylland gilt bisher nur für ein Jahr.

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KLM musste wegen aggressivem Passagier einen Langstreckenflug abbrechen

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hatte am Samstag, den 26. März 2023 an Bord von Flug KL677 Ärger mit einem äußerst aggressiven Passagier. Sein Verhalten führte dazu, dass auf der Höhe von Island umgekehrt und zum Flughafen Amsterdam-Schiphol zurückgekehrt werden musste. Die Boeing 777-200 mit der Registrierung PH-BQB befand sich auf einem Langstreckenflug in Richtung Calgary. Ungefähr auf der Höhe von Island verlor ein Fluggast die Beherrschung und legte ein äußerst aggressives Verhalten an den Tag. Laut einer Firmensprecherin ist unklar auf wen es der unruly PAX tatsächlich abgesehen hatte. Die Situation wurde aus äußerst ernst eingestuft, denn das Kabinenpersonal musste den Passagier überwältigen und anschließend an einem Sitz fesseln. Der über den Vorfall in Kenntnis gesetzte Kapitän entschied dann den Flug in Richtung Calgary abzubrechen und nach Amsterdam-Schiphol zurückzukehren. Die PH-BQB konnte nach insgesamt fünfstündiger Flugzeit sicher auf dem größten Airport der Niederlande aufsetzen. Die Polizei wartete bereits am Flugsteig und betrat anschließend das Langstreckenflugzeug, um den unruly PAX zu verhaften. Für die übrigen Fluggäste war der Vorfall äußerst ärgerlich, denn durch das Verhalten einer einzelnen Person ist eine enorme Verspätung entstanden.

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Atlantic Airways nimmt Vagar-Stewart International auf

Die Fluggesellschaft Atlantic Airways plant im August 2023 Nonstopflüge zwischen Vagar und New York aufzunehmen. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen will man in den USA den Stewart International Airport ansteuern. Voraussichtlich ab Ende August 2023 will Atlantic Airways die Färöer Inseln mit New York verbinden. Zunächst war vorgesehen, dass der Newark Airport angesteuert werden soll. Allerdings war man bei der Zuteilung der Start- und Landerechte nicht erfolgreich, so dass man sich von den Stewart International Airport entschieden hat. Nebst der Billigfluggesellschaft Play ist man der zweite europäische Carrier, der diesen Flughafen ansteuert.

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