April 7, 2023

Weitere Artikel aus der Rubrik

April 7, 2023

Niederlande: Gericht kippt Schiphol-Beschränkungen

Ein niederländisches Gericht hat den Regierungsplänen, dass die Anzahl der Starts und Landungen in Amsterdam-Schiphol ab November 2023 auf 460.000 Flugbewegungen pro Jahr reduziert werden soll, einen Riegel vorgeschoben. Geklagt hatten unter anderem die IATA und KLM. Unter den Deckmänteln „Lärm- und Umweltschutz“ wollte die Regierung der Niederlande mit der Beschränkung der Flugbewegungen erreichen, dass ab dem Flughafen Amsterdam-Schiphol weniger geflogen wird. Ein Gericht schob dem Vorhaben – zumindest vorläufig – einen Riegel vor. Bereits unmittelbar nach der Verkündung der Pläne erklärte der Weltluftfahrtverband IATA, dass die Pläne nicht mit der EU-Verordnung 598/2014 sowie dem Anhang 16 des Abkommens von Chicago der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation in Einklang zu bringen sind. Ein Gericht entschied nun, dass die Beschränkung der Flugbewegungen in Amsterdam-Schiphol rechtswidrig ist und hob die entsprechende Verordnung auf. Allerdings kann die Regierung gegen die Entscheidung ein Rechtsmittel einlegen, so dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. KLM ist jedenfalls von dieser Entscheidung erfreut, denn Anfang Mai dieses Jahres wird man die Kapazität für den Winterflugplan 2023/24 finalisieren. Das Urteil, das in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren nach niederländischem Recht ergangen ist, gibt nun eine gewisse Planungssicherheit. IATA-Chef Willie Walsh kommentierte die Entscheidung des Gerichts wie folgt: „Der Richter hat verstanden, dass die niederländische Regierung gegen ihre Verpflichtungen verstoßen hat, indem sie Verfahren abgekürzt hat, die eine Überprüfung ihres Wunsches, die Anzahl der Flüge in Schiphol zu reduzieren, ermöglicht hätten. Diese Entscheidung gibt den Fluggesellschaften, die den Flughafen Schiphol nutzen, für dieses Jahr die nötige Stabilität und erhält die von den Fluggästen

weiterlesen »

London City Airport: Sicherheitsscanner kommen früher als geplant

Der London City Airport führt neue Regeln zur Sicherheitsgewährung des Flughafens ein: dieser soll als erster großer Flughafen Sicherheitsscanner für alle Passagiere am Flughafen einbauen. Nachdem das Vereinigte Königreich schon letztes Jahr verkündet hat, die Flughafensicherheit bis 2024 zu verbessern, wird dies schon jetzt durchgeführt. Der London City Airport soll als erster Flughafen Sicherheitsscanner für alle Touristen einbauen. Damit bleibt den Reisenden das Entleeren ihres Gepäcks und ihrer Taschen erspart: die Touristen müssen dank dem Sicherheitsscanner keine Elektronikgeräte, wie Flüssigkeiten aufzeigen. Laut Angaben des Flughafens sollen mithilfe dieser Technik 30 Prozent mehr Passagiere in der gleichen Zeit kontrolliert werden können.

weiterlesen »

Boutique Aviation startet mit österreichischem AOC durch

Mit Boutique Aviation GmbH gibt es in Österreich eine weitere Bedarfsfluggesellschaft. Der Ableger der schweizerischen Boutique Aviation AG erhielt am Donnerstag AOC und Betriebsgenehmigung seitens der österreichischen Behörden erteilt. Das erste Flugzeug der Neugründung ist eine Gulfstream G550. Diese ist im von der Austro Control geführten Register als OE-LTC eingetragen und soll laut Boutique Aviation in Kürze für kommerzielle Flüge zur Verfügung stehen. „Boutique Aviation hat eine auf Expansion ausgerichtete Umstrukturierung des Unternehmens und des Managementteams vorgenommen, um für ein globales Wachstum gerüstet zu sein. Wir sind stolz darauf, dass wir unser österreichisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten haben, das von unserem regionalen Accountable Manager Jörg Sabitzer geleitet wird. Ab heute erweitern wir unsere Marke und bieten neben unserem Schweizer Pendant auch europäische kommerzielle Operationen an“, kündigt das Unternehmen den Expansionsschritt nach Österreich an. Boutique Aviation ist auch in der Schweiz ein junges Luftfahrtunternehmen, denn man trat erst im April des Vorjahres in den Markt ein. Damals bekam man AOC und Betriebsgenehmigung seitens des Bazl erteilt. Der Flugbetrieb in der Eidgenossenschaft wird nicht durch jenen in Österreich ersetzt, sondern beide Bedarfsfluggesellschaften werden parallel geführt. Hintergrund der Erlangung des EU-AOCs ist auch, dass dieses einen einfacheren Zugang zum Markt der Europäischen Union ermöglicht. Schweizerische Luftfahrtbetriebe unterliegen punktuell Restriktionen. Formell befindet sich die Boutique Aviation GmbH zu 90 Prozent im Eigentum der EJ Capital AG. 10 Prozent hält die THECH Management und Verwaltungs GmbH. Als Geschäftsführer fungieren Christian Theuermann und Niall Olver.

weiterlesen »

Zurück in Frankfurt: Lufthansa annulliert den Flug nach Miami

Die Boeing 747-8 der Lufthansa, die den Flug von Frankfurt nach Miami durchführen sollte, startete aufgrund eines technischen Problems den Rückflug nach Frankfurt. Die Landung erfolgte problemlos, die Maschine landete sicher in Frankfurt. Der Jumbo-Jet der deutschen Fluglinie führte den Flug LH462 nach Miami normgemäß bis über Irland durch, bis eine technische Komplikation aufgetreten und festgestellt werden konnte. Aus Sicherheitsgründen entschied man sich, den Rückflug anzutreten: der Flieger mit der Kennung D-ABYG drehte um und landete ungefähr viereinhalb Stunden nach Abflug wieder in der deutschen Stadt Frankfurt, wie Aviation.Direct berichtet. Die Landung sei problemlos über die Bühne gegangen, der Jumbo-Jet sei sicher gelandet, wie eine Lufthansa-Sprecherin erläutern kann.

weiterlesen »

Nürnberg feiert 10 Jahre Ryanair

Die Billigfluggesellschaft Ryanair ist seit zehn Jahren am Nürnberger Flughafen präsent. Derzeit unterhält man auf diesem Airport eine von Malta Air betriebene Basis, die aus zwei Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737-800 besteht. Gleichzeitig kündigt Neal MacMahon, Director of Operations, den bislang umfangreichsten Sommer an. Im Vorjahr hatte der Lowcoster ab Nürnberg etwa eine halbe Million Passagiere. Im laufenden Jahr 2023 strebt man 1,2 Millionen Reisende an. Während der vergangenen zehn Jahre beförderte man 5,4 Millionen Fluggäste von/nach Bayern. „Durch einen ausgewogenen Mix an europäischen Städteverbindungen, touristischen Zielen rund um das Mittelmeer und für Familienbesuche ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Reiseplanung“, so Michael Hupe, Geschäftsführer des Airport Nürnberg. „Das langjährige Engagement von Ryanair in Nürnberg zeigt, dass unsere Region ein attraktiver Markt für die Airline ist.“ Regelrechte Rosen streut man auch seitens der Stadt Nürnberg dem Billigflieger, denn die Incoming-Gäste wären besonders wichtig für Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und den Einzelhandel. Dazu Michael Fraas, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg: „Besonders Strecken wie Bologna, Dublin, London oder Venedig sind ein Geschenk für die Nürnberger Hotellerie, Gastronomie und den Einzelhandel, da aus diesen Städten viele Reisende mit hoher Kaufkraft nach Nürnberg kommen.“ Auch Personen mit Wurzeln in Italien, Griechenland und Spanien würden die Flugangebote von Ryanair häufig für Heimatbesuche nutzen. Ein effizienter Betrieb und wettbewerbsfähige Flughafenentgelte bilden die Grundlage, auf der Ryanair ein langfristiges Verkehrswachstum und noch bessere Anbindung ab Nürnberg erreichen will. Dabei arbeiten Airport und Airline eng zusammen, um dieses Wachstum zu sichern und die Dienstleistungen für diejenigen zu verbessern, die

weiterlesen »

Qatar Airways: Auslieferung von neun Boeing 737 Max 8

Qatar Airways will ihre Kurzstreckenflüge künftig mit der Boeing 737 MAX 8 befliegen. Neun Boeing 737 MAX 8 sollen die Flotte der Qatar Airways ergänzen, um mit ihnen Kurzstreckenflüge durchzuführen. Qatar Airways möchte Kurzstreckenflüge mit der Boeing 737 Max 8 durchführen. Dazu sollen nun neun Flieger des Typs 737 Max 8 der Flotte hinzugefügt werden, diese entstammen jedoch eigentlich einer Bestellung der russischen Fluglinie S7. Der Vertrag über den Kauf dieser Flieger durfte aufgrund der bestehenden Sanktionen gegen Russland nicht erfüllt werden. Die Auslieferung an die S7 erfolgte nie, die neun Flieger sollen nun der Qatar Airways zukommen.

weiterlesen »

Aus „Umweltschutzgründen“: Finnair steigt ins Busgeschäft ein

Statt im Flugzeug von Turku und Tampere geht es für Finnair-Passagiere ab 1. Mai 2023 im Reisebus nach Helsinki. Der Carrier kündigte an, dass man die Zubringerflüge zum Drehkreuz auf die Straße verlegen wird. Offiziell aus Umweltschutzgründen, jedoch dürften eher wirtschaftliche Überlegungen dahinterstecken. Der Einsatz von Reisebussen kommt im direkten Vergleich mit Verkehrsflugzeugen wesentlich günstiger. Allein die Anschaffungs- und Betriebskosten sind niedriger. Da passt es optimal, denn laut Finnair sind die beiden Inlandsstrecken im Schnitt nur zu 35 Prozent ausgelastet. Mitunter ist also jeweils ein einzelner 50-Sitzer-Bus ausreichend. Freilich will man nicht zugeben, dass die Zubringerflüge unwirtschaftlich sind also argumentiert der finnische Carrier lieber mit dem Thema Umweltschutz, um sich gleichzeitig einen grünen Touch geben zu können. „Die Flüge nach Tampere und Turku sind sehr kurz, und die relativ geringen Passagierzahlen – rund 35 Prozent Auslastung – auf diesen Strecken führen dazu, dass sie einen höheren CO2-Ausstoß pro Passagier haben als viele andere kurze Strecken in unserem Netzwerk“, so Perttu Jolma, Vice President, Network. „Der Straßen- oder Schienenverkehr ist eine nachhaltigere Option für die Verbindungen zwischen dem Flughafen Helsinki und diesen Städten. Wir verstehen, dass diese Entscheidung die Kunden enttäuscht, die diese Flüge genutzt haben, und wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die ihnen dadurch entstehen. Wir müssen jedoch sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Erwägungen berücksichtigen“. Im Sommer 2023 wird Finnair vier Busverbindungen pro Tag zwischen Turku und dem Flughafen Helsinki sowie vier Busverbindungen pro Tag zwischen Tampere und dem Flughafen Helsinki anbieten. Ab dem 8. Mai beginnen diese Verbindungen an den

weiterlesen »

Sun Express: Swissport übernimmt Bodendienste

Swissport wird künftig im Auftrag von Sun Express die Bodendienste im Flugprozess übernehmen. Dies umfasst beispielsweise Check-ins, das Boarding und Gepäckdienste. Swissport wird im Auftrag von Sun Express wöchentlich die Bodendienste von 25 wöchentlichen Sun Express-Flügen abwickeln. Die Schweizer Servicegesellschaft wird im Auftrag der türkisch-deutschen Fluglinie Sun Express die Check-ins, das Boarding, Gepäckdienste sowie Ladekontrollen durchführen.

weiterlesen »

Ziel verfehlt: Boeing-Chef fällt um B777X-Boni um

Der Verwaltungsrat des U.S.-amerikanischen Flugzeugbauers streicht Firmenchef David Calhoun eine Bonuszahlung, die er für die Einhaltung des Zeitplans der B777X hätte erhalten sollen. Das Ziel wurde eben nicht erreicht, wenngleich das Kontrollgremium betont, dass die Gründe auch außerhalb des Einflussbereichs des CEOs liegen. Das Langstreckenmuster musste schon mehrmals Rückschläge hinnehmen. Der ursprünglich angekündigte Termin für die Erstauslieferung musste wiederholt verschoben werden. Mittlerweile ist klar, dass man auch Jahresende 2023 nicht einhalten kann. Darüber sind nicht nur zahlreiche Fluggesellschaften und Leasinggeber verärgert, sondern den Boeing-Chef kostet es eine signifikant hohe Bonuszahlung. Allerdings ist er nicht der einzige, der mangels Erreichung des Ziels keine Prämie erhält, sondern auch zahlreiche weitere leitende Angestellte müssen ohne Boni auskommen. Unabhängig davon ist Verwaltungsratspräsident Lawrence Kellner der Ansicht: „Im Jahr 2022 haben wir weiterhin bedeutende Fortschritte gemacht, um sicherzustellen, dass unsere Kultur, Prozesse und Systeme stets den höchsten Standards entsprechen. Trotz schwieriger makroökonomischer Faktoren sind wir dabei, die Herausforderungen der letzten Jahre zu überwinden, unser Geschäft risikoärmer zu gestalten und die operative und finanzielle Stärke wiederherzustellen, die Sie von Boeing erwarten. Die Sicherheit steht nach wie vor an erster Stelle, und wir haben bei Boeing Maßnahmen ergriffen, um unsere Sicherheitskultur weiter zu stärken und unsere Verpflichtungen gegenüber denjenigen zu erfüllen, die auf die Sicherheit unserer Produkte angewiesen sind“. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2018 konnte der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer einen positiven Cashflow erreichen. Allerdings ist dies für Kellner nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn das wichtigste Ziel, also die B777X bis Jahresende 2023 kommerziell

weiterlesen »

Koffer weg: Diese Rechte haben Fluggäste

Immer wieder gehen Gepäckstücke beim Fliegen verloren oder tauchen erst Tage nach Ankunft im Urlaubsziel auf. In solchen Fällen haben Reisende Anspruch auf Ersatzkäufe, die sie sich von den Fluggesellschaften zurückerstatten lassen können. Julián Navas, Rechtsexperte bei AirHelp, der weltweit größten Organisation für Fluggastrechte, erklärt, welche Rechte betroffene Passagiere haben: „Der Verlust oder die Verspätung eines Koffers ist insbesondere auf dem Weg in den Urlaub ein Desaster, wenn die gesamte Kleidung oder Ausrüstung fehlt. Um den Schaden möglichst gering zu halten, sollten Reisende folgende Schritte befolgen: Zunächst sollten sich Urlauber:innen beim Lost & Found-Schalter nach ihrem Gepäck erkundigen. Dort erhalten sie auch ein Formular sowie eine Bestätigung des Verlustes, den sogenannten Property Irregulatory Report, den sie später bei der Fluggesellschaft vorlegen müssen.” Fluggesellschaft muss die Ausgaben für Ersatzkleidung erstatten„Wenn das Gepäck mehr als drei Stunden nach Ankunft immer noch nicht eingetroffen ist, haben betroffene Passagiere Anspruch auf Ersatzkäufe im Wert von bis zu 1.600 Euro. Wichtig dabei ist, dass alle Belege für beispielsweise Ersatzkleidung oder Hygieneprodukte gesammelt und aufgehoben werden. Dieser Anspruch kann nur auf dem Hinflug geltend gemacht werden, nicht auf dem Heimflug. Oft werden die Kosten auch nicht vollständig erstattet, da Kleidung zum Beispiel wiederverwendet werden kann – hier bezahlen Airlines meist 50 Prozent des Preises. Für die Erstattung der Kosten müssen die Fluggäste innerhalb von 21 Tagen nach Erhalt des verspäteten Gepäcks eine zweite schriftliche Schadensmeldung an die Airline senden. Sollte der Koffer nach drei Wochen nicht aufgetaucht sein, gilt er als verloren – dann kann neben

weiterlesen »