Die Sanktionen, die unter anderem die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika seit dem Einmarsch in die Ukraine gegen Russland praktizieren, haben dazu geführt, dass sich beispielsweise die Türkei und andere Staaten als regelrechter „Umschlagplatz“ für Passagiere von/nach Russland positionieren konnten. In zahlreichen Ländern ist Fluggerät von russischen Operators gebannt. Umgekehrt macht der Kreml für Carrier aus diesen Ländern seinen Luftraum auch dicht. Das wohl bekannteste Beispiel: Die EU und die Russische Föderation bannen sich gegenseitig. Daraus resultiert, dass keine regulären Nonstopflüge zulässig sind. Der einst florierende, umsteigefreie Flugverkehr ist derzeit Geschichte. Das bedeutet aber nicht, dass das Fluggastaufkommen gänzlich „verloren“ gegangen ist und weniger aus/nach Russland gereist wird. Lediglich ein Umstieg in einem Staat, der sich nicht an den Sanktionen beteiligt, ist erforderlich. Einige Carrier profitieren besonders stark davon, dass sie sich als eine Art Drehscheibe oder Umschlagplatz für Passagiere von/nach Russland etablieren konnten. Allen voran ist dabei das Nato-Mitglied Türkei, das die von der EU und den USA praktizierten Sanktionen ablehnt und sich aktiv dafür einsetzt, dass möglichst viele Russen ihre Urlaube in Antalya und anderen Küstenregionen verbringen. Bereits im Vorjahr gab es ab Moskau, St. Petersburg, Sotschi und anderen Städten der Russischen Föderation regelrechte „Luftbrücken“ nach Antalya und teilweise auch nach Istanbul, wo Turkish Airlines das Hauptdrehkreuz unterhält. Beispielsweise stockt man den Flugverkehr zwischen Moskau und Istanbul mit Juli 2023 auf 42 Umläufe pro Woche auf. Viele davon werden mit A330 bedient. Doch nicht nur die größte Fluggesellschaft der Türkei baut das Russland-Angebot stetig aus,