August 28, 2023

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August 28, 2023

Korean Air bittet Passagiere auf die Waage

Die Fluggesellschaft Korean Air bittet ab 28. August 2023 auf ausgewählten Flügen die Passagiere auf die Waage. Zunächst wiegt man nach der Landung auf dem Flughafen Gimpo die Reisenden stichprobenartig. Alle anderen werden gebeten ihr Körpergewicht anzugeben. Bis zum 6. September 2023 wird diese Maßnahme auf Inlandsflügen durchgeführt. Zwischen 8. und 19. September 2023 wird man dann auf dem Flughafen Seoul-Incheon selbige Maßnahme bei internationalen Fluggästen durchführen. Es handelt sich um keine Schikane von Korean Air, sondern man erfüllt eine entsprechende Anordnung des Verkehrsministeriums. Hintergrund ist, dass das koreanische Recht vorsieht, dass alle fünf Jahre evaluiert werden muss, ob die für die Berechnungen verwendeten Durchschnittsgewichte noch aktuell sind. Auf Basis des neuen Zahlenmaterials sollen dann gegebenenfalls neue Werte, die künftig verwendet werden, berechnet werden. Korean Air betont, dass Gewichtsangaben der Passagiere bzw. die Messwerte völlig anonym aufgezeichnet werden und eine spätere Zuordnung zu einem Fluggast unmöglich ist. Übrigens werden auch die Handgepäckstücke auf den betroffenen Flügen auf die Waage gestellt. Je nach Airport erfolgt diese Maßnahme vor dem Abflug in Südkorea bzw. bei der Ankunft in diesem Land. Dieses Luftfahrtunternehmen ist nicht der einzige Carrier, der im Jahr 2023 die Durchschnittswerte über Messungen überprüft. Erst im Mai 2023 bat Air New Zealand ihre Passagiere auf freiwilliger Basis auf die Waage. Offiziellen Angaben nach sollen etwa 10.000 Reisende teilgenommen haben.

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Air Baltic mit deutlich mehr Zusatzverkäufen

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic konnte im ersten Halbjahr 2023 den Anteil der Zusazverkäufe deutlich erhöhen. Man hat um bis zu mehr optionale Leistungen abgeschlossen. Besonders das schwerere Handgepäckstück wurde deutlich häufiger dazugekauft. Inzwischen entscheiden sich immer mehr Fluggäste dafür, mit ihren Haustieren zu reisen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 hat sich die Zahl der von Air Baltic beförderten Tiere verdoppelt und lag in diesem Jahr bei über 6 600 Tieren. Davon waren 27 % Katzen und die restlichen 73 % waren Hunde. „Wir sehen eine konstante Nachfrage nach verschiedenen Zusatzprodukten, die den Komfort der Passagiere und das gesamte Flugerlebnis verbessern sollen. In der ersten Hälfte dieses Jahres sind die Gesamteinnahmen aus den Zusatzprodukten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 % gestiegen. Auch die von unseren Kooperationspartnern angebotenen Dienstleistungen werden sehr geschätzt“, so Eva Plakane, SVP Revenue Management von Air Baltic.

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Europäisches Verbraucherzentrum: Offene Ticket-Erstattungen aus dem Jahr 2020 sollten rasch eingeklagt werden

Noch immer wurden seitens einiger Fluggesellschaften nicht alle Tickets, deren zugehörige Flüge im Jahr 2020 annulliert wurden, erstattet. Besonders ärgerlich: Entgegen der gesetzlichen Bestimmungen haben manche Airlines „Zwangsgutscheine“ ausgestellt. Auf deren Auszahlung gibt es einen Rechtsanspruch, jedoch muss dieser gegebenenfalls eingeklagt werden, denn die Verjährung droht. In den meisten EU-Ländern beträgt die Verjährungsfrist für derartige Forderungen drei Jahre. Laut Europäischem Verbraucherzentrum führt dies dazu, dass Ansprüche, die im Jahr 2020 aufgrund stornierter Flüge entstanden sind, spätestens mit 31. Dezember 2023 verjähren. Danach kann sich die Airline völlig legal auf die Verjährung berufen und die Auszahlung verweigern. Im Jahr 2020 haben viele Airlines mit purer Absicht die gesetzliche Regelung, dass im Falle von Stornierungen binnen sieben Tagen erstattet werden muss, missachtet. Einige Carrier haben darauf spekuliert, dass auf EU-Ebene eine Gutscheinlösung erlaubt wird. Diese kam aber nicht, jedoch hinderte dies einige Anbieter nicht daran einfach trotzdem Vouchers auszustellen und diese obendrein auch noch rechtswidrig auf beispielsweise ein Jahr zu befristen. Passagiere sind nicht verpflichtet derartige Zwangsgutscheine anzunehmen und haben einen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung. Besonders, wenn bei Buchungen so genannte Online-Travel-Agents involviert sind, wurden betroffene Kunden auf einen regelrechten Spießroutenlauf geschickt. In diesen Konstellationen gibt es eine Vielzahl von Fällen, in denen bis heute kein Geld geflossen ist. Der Europäische Gerichtshof hat bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass die Passagiere das Recht auf eine Erstattung direkt von der Airline haben und sich somit keinesfalls mit Aussagen, dass man nur an oder über den OTA zurückbezahlen könnte, abspeisen lassen. Das Europäische Verbraucherzentrum

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Erneute Messflüge am Flughafen Zürich-Kloten

Zwischen 28. und 31. August 2023 werden am Flughafen Zürich die Instrumentenlandesysteme (ILS und GBAS) der verschiedenen Pisten und das Drehfunkfeuer Kloten (VOR KLO) mit einem Messflugzeug getestet. Die Messflüge finden ausschließlich am Nachmittag statt, weil nur ein reduziertes Programm erforderlich ist. Um die Genauigkeit der Navigationsanlagen zu gewährleisten, werden diese periodisch getestet. Für die Überprüfung sind Anflüge seitlich, oberhalb und unterhalb des publizierten Flugweges erforderlich. Deshalb erfolgen die Messflüge teilweise auch abseits der gewohnten Flugrouten. Für eine Vermessung wird die jeweilige Piste mehrmals angeflogen. Die vom Flugzeug empfangenen Signale der entsprechenden Navigationsanlagen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Für die Messflüge wird ein zweimotoriges Propellerflugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 eingesetzt. Die Maschine ist mit modernsten Navigationshilfsmitteln und einem hochpräzisen Flugvermessungsgerät ausgerüstet. Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Flüge ist die Flugsicherung Skyguide.

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Fernbusse: Liberalisierung in Deutschland führte zu Renaissance in Europa

Die Liberalisierung des Fernbusmarktes in Deutschland und Europa hat in den letzten Jahren eine bedeutende Transformation erfahren. Von der Eröffnung des Marktes bis zur Entstehung eines dominanten Players wie Flixbus und den Herausforderungen, die sich in Ländern wie Österreich und der Schweiz ergeben haben, werfen wir einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen in der Branche. Lange hatte der Fernbusverkehr in westlichen EU-Staaten eher ein Nischendasein. Lediglich im Verkehr mit osteuropäischen Ländern sowie der Balkan-Region hatten die Busse eine nennenswerte Bedeutung. Ein Sonderfall war Berlin vor dem Mauerfall, denn Berlin Linienbus verband West-Berlin mit zahlreichen Städten der Bundesrepublik, da dies in vielen Fällen einfacher war als auf dem Schienenweg. Im Inlandsverkehr spielte der Fernbusverkehr einst eine durchaus große Rolle, denn die nicht mehr existierende Kraftpost der Deutschen Bundespost bediente früher viele Routen, die oftmals über die Autobahn geführt wurden und es gab sogar Haltestellen auf Autobahn-Parkplätzen. Mit dem zunehmenden Ausbau der Eisenbahnstrecken verschwanden diese Kraftpost-Strecken zunehmend. Später wurden die Post-Busbetriebe, die hauptsächlich im Regionalverkehr tätig waren, an die Deutsche Bundesbahn abgegeben und zumindest teilweise später privatisiert. Abgesehen von der besonderen Situation bezüglich West-Berlin spielte der Fernbusverkehr dann über viele Jahre hinweg nahezu überhaupt keine Rolle. Das änderte sich aber später schlagartig. Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs in Deutschland begann 2013, als das Personenbeförderungsgesetz geändert wurde, um privaten Fernbusunternehmen den Zugang zum Markt zu ermöglichen. Dieses Gesetz hob die jahrzehntelange Monopolstellung der Deutschen Bahn auf und eröffnete einen Wettbewerb, der zu niedrigeren Preisen und einer breiteren Auswahl für die Verbraucher führte. Vom Startup

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Österreich: Online-Reisebuchungen legen stark zu

Nach gut drei Jahren Pandemie gibt es gute Neuigkeiten für den heimischen Tourismus: Die Österreicher gehen wieder auf Reisen – und kaufen Tickets dabei gerne online ein. So sind die Online-Ausgaben der Österreicher für Reisen im Jahr 2022 um 119 % gestiegen. Das kann Concardis Austria – Teil der Nexi Group, einer der führenden europäischen Paytech-Anbieter – auf Basis des internationalen E-Commerce Report 2022 belegen. „Die Menschen gehen wieder auf Reisen und buchen ihre Angebote online. Da liegen große Chancen für österreichische Tourismus- und Eventanbieter. Jetzt gute Online-Angebote zu schaffen und mit den richtigen Zahlungslösungen auszustatten führt zu beachtlichem Umsatzwachstum“, kommentiert Damir Leko, Country General Manager von Concardis Austria. Reisebuchungen sind maßgebliche Treiber des österreichischen E-Commerce. Das Konsumpotenzial des E-Commerce für die österreichische Wirtschaft betrug 2022 insgesamt rund 30 Milliarden Euro – ein Anstieg von knapp 30 % gegenüber 2021. Ein Großteil dieses Wachstums stammt aus Reisebuchungen: Online wurden 11,6 Milliarden Euro für Hotels, Flüge, Charter- und Pauschalreisen ausgegeben. Auch Online-Buchungen für Kreuzfahrten (1,2 Milliarden Euro) und Zugtickets (300 Millionen Euro) erfreuen sich bei den Österreichern großer Beliebtheit. Das Interesse an Stadionbesuchen, Konzerten und Kulturveranstaltungen ist ebenfalls gestiegen. Im Jahr 2022 gaben die Österreicher online 800 Millionen Euro für Tickets aus – ein Anstieg von 180 %.

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