
Innsbruck: Anrainerschutzgemeinschaft kritisiert Kerosinverbrennung
Der Verein Anrainerschutzgemeinschaft Innsbruck Airport kritisiert, dass angeblich bislang keine Untersuchung der Kerosinverbrennung, die im Zuge von Starts und Landungen am Flughafen der Tiroler Landeshauptstadt erfolgt, stattgefunden haben soll. Man verweist auch auf die besondere geografische Lage. In den letzten Jahren versuchen sich Unternehmen in den verschiedensten Branchen ein besonders „grünes Image“ zu verschaffen. Auch einige Akteure in der Luftfahrt sind bemüht sich selbst als besonders „umweltfreundlich“ oder „klimafreundlich“ darzustellen. Immer wieder landen die Werbekampagnen auch vor Gericht. Beispielsweise wurde gerichtlich festgestellt, dass Austrian Airlines im Zusammenhang mit einem Venedig-Flug irreführend geworben hat. Auch SAF verursacht Emissionen Dass bei der Verbrennung von Kerosin – und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um das konventionelle Produkt oder SAF handelt – nebst Kohlenstoffdioxid auch zahlreiche andere – zum Teil giftige – Abgase entstehen, ist allgemein bekannt. In der Branche wird dies aber oft regelrecht heruntergespielt. Man verhält sich ungefähr gleich wie Reedereien, denn hervorgehoben werden alternative Antriebe, aber auf den Umstand, dass aus Kostengründen dann oft Marinediesel und/oder umweltschädliches Schweröl in der übewiegenden Mehrheit der Fälle zum Einsatz kommt, ist nicht unbedingt ein Thema, über das gerne gesprochen wird. Im Eisenbahn-Verkehr läuft es kaum anders, denn dieser Verkehrsträger stellt sich als besonders umweltfreundlich dar, denn angeblich würde man bei Bahnfahrten kein Kohlenstoffdioxid ausstoßen. Das mag bei Elektrozügen an Ort und Stelle wohl zutreffen, aber in vielen Staaten wird der benötigte Bahnstrom aus Kohlekraft gewonnen. Würde man dies in die Behauptungen einbeziehen, so sähe die Klimabilanz der Bahn ähnlich verheerend aus wie
