In den letzten Monaten ist es bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften außergewöhnlich häufig zu Zwischenfällen, die zum Glück glimpflich verlaufen sind, jedoch potentiell gefährlich waren, gekommen. Die FAA hat United Airlines bereits unter verstärkte Aufsicht gestellt und nun warnt eine Pilotengewerkschaft. Die Allied Pilots Association vertritt hauptsächlich Flugzeugführer, die für den American-Airlines-Konzern fliegen. In einem Memorandum warnt die Gewerkschaft davor, dass es im Bereich der Wartung bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften zu „problematischen Trends“ gekommen wäre. Man bezieht sich dabei weder auf United Airlines, noch auf American Airlines oder ein anderes Luftfahrtunternehmen, denn nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter soll es sich um eine generelle Problematik in der U.S.-amerikanischen Luftfahrt handeln. Alles muss immer schneller gehen und punktuell steht zu wenig Personal zur Verfügung. Dies würde zu Flüchtigkeitsfehlern führen. Als Beispiel hierfür nennt die Allied Pilots Association, dass Techniker immer wieder ihre Werkzeuge in den Flugzeugen vergessen würden. Während dies zum Beispiel auf einem Pilotensitz absolut kein Problem wäre, sieht es beispielsweise bei einem vergessenen Hammer in einem Radkasten ganz anders aus. Dies könnte einen schwerwiegenden Unfall auslösen. Problem sind nicht die Techniker, sondern die Arbeitsbedingungen Die Gewerkschaft macht aber den Mechanikern selbst gar keinen Vorwurf, denn diese müssen immer mehr Flugzeuge in kurzer Zeit in Stand setzen und die Belegschaften scheinen recht dünn aufgestellt zu sein. Es wäre menschlich, dass man mal was liegen lässt oder vergisst, aber die eigentliche Problematik liege im System: Eigentlich sollte vor dem so genannten Release nochmals alles kontrolliert werden und würde man dies gewissenhaft machen, finde man auch vergessene