Juli 30, 2024

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Juli 30, 2024

Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr: Rechte der Passagiere bei Verspätungen und Ausfällen

In den vergangenen Wochen erlebten Flugreisende weltweit vermehrt Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr. Diese reichten von IT-Ausfällen bei mehreren Fluggesellschaften bis hin zu Protestaktionen am Flughafen Wien, die den Flugbetrieb beeinträchtigten. Solche Vorfälle werfen die Frage auf, welche Rechte Passagiere in solchen Situationen haben und welche Pflichten die Fluggesellschaften erfüllen müssen. In der Europäischen Union sind diese Rechte klar durch die EU-Fluggastrechteverordnung geregelt. Ein wesentlicher Vorfall war der globale Ausfall von Check-in-Systemen, der mehrere Fluggesellschaften betraf und zu erheblichen Verzögerungen führte. IT-Ausfälle können als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft werden, was Fluggesellschaften von der Verpflichtung zu Ausgleichszahlungen befreit. Zu diesen Umständen zählen laut EU-Verordnung Ereignisse wie politische Instabilität, extreme Wetterbedingungen, Sicherheitsrisiken oder unerwartete technische Mängel. Entscheidend ist, dass die Fluggesellschaft alle zumutbaren Maßnahmen ergreift, um solche Störungen zu vermeiden. Klimaproteste und dessen Auswirkungen Eine weitere Herausforderung stellte eine Klimaprotest-Aktion am Flughafen Wien dar. Hierbei wurden Flugzeuge blockiert, was zu Verspätungen führte. Anders als bei IT-Ausfällen ist bei solchen Aktionen zu prüfen, ob diese als „außergewöhnliche Umstände“ gelten. Dies hängt unter anderem davon ab, ob die Proteste vorher angekündigt waren. Fluggesellschaften müssen bei Kenntnis von bevorstehenden Aktionen proaktiv Maßnahmen ergreifen, wie etwa die Umbuchung von Passagieren. Rechte der Passagiere: Ausgleichszahlungen und Betreuung Sollte eine Verspätung von mehr als drei Stunden eintreten und nicht auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen sein, haben Passagiere Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Diese betragen je nach Flugdistanz zwischen 250 und 600 Euro. Zudem sind Fluggesellschaften verpflichtet, Betreuungsleistungen wie Verpflegung und Hotelunterbringung anzubieten, abhängig von der Länge der Verspätung und der Flugdistanz: Diese Rechte bestehen

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EU-Kommission untersucht deutsche Staatshilfe für Condor erneut

Die EU-Kommission nimmt die millionenschwere Staatshilfe Deutschlands für die Fluggesellschaft Condor erneut unter die Lupe. Diese Maßnahme folgt einem Urteil des Gerichts der Europäischen Union von Mai, das die ursprüngliche Genehmigung der Beihilfen für ungültig erklärte. Die Kommission prüft, ob die staatliche Unterstützung im Einklang mit den EU-Wettbewerbsregeln steht. Deutschland hatte Condor 2019 mit einem Kredit der KfW-Förderbank und einer Umstrukturierungsbeihilfe unterstützt, nachdem der damalige Mutterkonzern Thomas Cook Insolvenz anmeldete. Die Beihilfe umfasste zwei Abschreibungen in Höhe von 90 und 20,2 Millionen Euro, die Teil eines umfangreicheren Restrukturierungsplans waren. Die EU-Kommission betont, dass die Einleitung der Untersuchung keine Vorentscheidung darstellt. Das endgültige Urteil soll nach Einreichung aller Stellungnahmen erfolgen. Die irische Fluggesellschaft Ryanair hatte die ursprüngliche Genehmigung der Hilfen angefochten.

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Regierung: Royal Air Maroc soll zügig expandieren

Royal Air Maroc, die staatliche Fluggesellschaft Marokkos, steht vor einer entscheidenden Phase ihrer Entwicklung. Angesichts der Ambitionen des Landes, seine Position als bedeutendes touristisches und wirtschaftliches Zentrum in Afrika zu festigen, muss die Airline ihre Flotte drastisch erweitern und modernisieren. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des marokkanischen Parlamentsausschusses betont die dringende Notwendigkeit, das Management und das Wirtschaftsmodell der Fluggesellschaft zu überdenken. Der Bericht identifiziert zahlreiche Schwächen in der aktuellen Struktur der Fluggesellschaft und der Flughafeninfrastruktur, die das Wachstum des Tourismus im Land behindern. Vor diesem Hintergrund plant Royal Air Maroc, ihre Flotte bis 2037 auf 200 Flugzeuge aufzustocken, eine ehrgeizige Initiative, die weitreichende Folgen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung Marokkos haben könnte. Der Bericht des Parlamentsausschusses weist auf eine Reihe kritischer Probleme hin, die die derzeitige Flugstrategie Marokkos betreffen. Eine der Hauptkritiken ist die begrenzte inländische Flugnetzabdeckung, die insbesondere abseits der fünf größten Flughäfen des Landes nur schwach ausgeprägt ist. Diese Konzentration führt dazu, dass viele potenzielle touristische Ziele innerhalb des Landes unterversorgt bleiben, was das Wachstum des Tourismussektors einschränkt. Zudem fehlen Verbindungen zu wichtigen internationalen Märkten wie China, was das Potenzial zur Erschließung neuer Tourismusmärkte weiter schmälert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Royal Air Maroc im April eine Ausschreibung für neue Flugzeuge gestartet, deren Details noch nicht vollständig bekannt gegeben wurden. Geplant ist, dass die Ausschreibung 200 Flugzeuge umfassen wird, um sowohl die bestehende Flotte zu ersetzen als auch zukünftiges Wachstum zu unterstützen. Diese Flugzeuge sollen durch eine Mischung aus Festbestellungen, Optionen, direkten Käufen und Dry Leases beschafft

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Klimakleber blockieren Flughafen Gatwick: Mehrere Festnahmen

Am Londoner Flughafen Gatwick haben Klimakleber der Gruppe „Just Stop Oil“ eine Sitzblockade veranstaltet, wodurch Reisende über die Aktivisten steigen mussten, um ihre Wege fortzusetzen. Die Demonstranten betraten am Montagmorgen ein Terminal und setzten sich auf den Boden. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA blieb der Flughafenbetrieb ungestört. Acht Aktivisten wurden von der Polizei festgenommen. Die Gruppe „Just Stop Oil“ protestiert regelmäßig für strengere Klimaschutzmaßnahmen und fordert einen vollständigen Ausstieg aus fossilen Energien wie Öl, Gas und Kohle bis 2030. In der Vergangenheit waren Mitglieder der Gruppe bereits für die Organisation von Autobahnprotesten zu Haftstrafen verurteilt worden.

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Lowcoster Air Arabia will nach Wien zurückkehren

Nach einer pandemiebedingten Pause kündigt Air Arabia, der größte Low-Cost Carrier des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas, die Wiederaufnahme ihrer Flüge zwischen Wien und Sharjah an. Ab dem 20. Dezember 2024 werden die Flüge von Air Arabia auf dieser Route wieder aufgenommen, was sowohl für österreichische Reisende als auch für die arabische Reisewelt von Bedeutung ist. Die Rückkehr der Strecke markiert eine wichtige Wiederbelebung des Luftverkehrs zwischen Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), und stellt eine bedeutende Entwicklung für den Flughafen Wien dar. Ab Dezember 2024 wird Air Arabia viermal pro Woche zwischen Sharjah und Wien fliegen. Die Flüge werden mit einem Airbus A320 durchgeführt, der für seine Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit bekannt ist. Der Plan sieht zwei tägliche Flüge vor: Diese Verbindungen bieten den Reisenden Flexibilität und erweitern die Möglichkeiten für Geschäfts- und Urlaubsreisen zwischen den beiden Städten. Die verschiedenen Abflugzeiten ermöglichen es den Passagieren, ihre Reise nach ihren Bedürfnissen zu planen, sei es für einen kurzen Städtetrip oder einen längeren Aufenthalt. Attraktivität der Strecke und touristische Bedeutung Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, hebt hervor, dass die VAE, insbesondere während der kalten Jahreszeit in Europa, eine attraktive Destination für viele Österreicher darstellen. Das milde Klima macht sie zu einem beliebten Ziel für Winterurlaube. Sharjah, die drittgrößte Stadt der VAE, bietet wunderschöne Strände und eine beeindruckende historische Altstadt, die 1998 von der UNESCO zur Kulturhauptstadt ernannt wurde. Die Nähe zu Dubai, das nur 20 Minuten Autofahrt entfernt liegt, stellt einen zusätzlichen Vorteil für Reisende dar, die beide

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Lufthansa Technik schließt ersten LEAP-Servicevertrag in China ab

Lufthansa Technik hat einen bedeutenden Schritt in der chinesischen Luftfahrtbranche unternommen, indem das Unternehmen einen Vertrag mit Guangxi Beibu Gulf Airlines zur Instandhaltung von CFM-LEAP-Triebwerken abgeschlossen hat. Dies markiert den ersten Servicevertrag dieser Art für Lufthansa Technik in China, nachdem das Unternehmen Anfang des Jahres von der chinesischen Luftfahrtbehörde CAAC als zugelassener Instandhaltungsbetrieb für LEAP-1A-Triebwerke zertifiziert wurde. Der Vertrag stärkt die Position von Lufthansa Technik als verlässlicher Partner in der Region und bietet Guangxi Beibu Gulf Airlines umfassende technische Unterstützung für ihre A320neo-Flotte. Dennis Kohr, Senior Vice President Corporate Sales Asia Pacific bei Lufthansa Technik, betonte die Bedeutung dieses Vertrags als weiteren Meilenstein in der Bereitstellung hochwertiger MRO-Dienstleistungen für Kunden weltweit.

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Rex Airlines vor der Insolvenz: Finanzielle Krise und mögliche Sanierung durch Deloitte

Die australische Regionalfluggesellschaft Rex Airlines steht vor einer ernsten Krise, die zu einem Handelsstopp ihrer Aktien an der Australian Securities Exchange (ASX) geführt hat. Hintergrund sind interne Konflikte und finanzielle Schwierigkeiten, die das Unternehmen an den Rand der Insolvenz gebracht haben. Am 29. Juli 2024 wurde der Handel mit den Aktien von Rex ausgesetzt, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass das Finanzdienstleistungsunternehmen Deloitte beauftragt werden soll, um die Fluggesellschaft zu sanieren. Die aktuelle Situation wirft Fragen über die Zukunft von Rex auf und könnte weitreichende Folgen für den regionalen Luftverkehr in Australien haben. Interne Konflikte und Führungswechsel Rex Airlines, ursprünglich als Hazelton Airlines gegründet, hat eine lange Geschichte im regionalen Luftverkehr Australiens. Im Jahr 2002 wurde die Fluggesellschaft von Lim Kim Hai, einem singapurischen Geschäftsmann, gegründet. Anfang Juni 2024 trat Lim von seiner Rolle als geschäftsführender Vorsitzender zurück, blieb jedoch als nicht geschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied und Großaktionär im Unternehmen. Der Übergang der Leitung an den Chief Operating Officer Neville Howell schien zunächst reibungslos zu verlaufen, doch Anfang Juli 2024 kam es zu dramatischen Entwicklungen. Lim versuchte, den gesamten Vorstand abzusetzen, einen Monat nach seiner Abwahl aus dem Vorsitz. Dies führte zu einem erheblichen internen Streit, da Lim eine außerordentliche Hauptversammlung einberief, um vier seiner fünf Vorstandskollegen abzusetzen und zwei neue Direktoren zu ernennen. Der einzige Vorstand, dessen Abberufung Lim nicht beantragte, war Lincoln Pan von PAG Asia Capital, einer großen Private-Equity-Firma, die Rex mit 150 Millionen AU$ (etwa 101 Millionen US$) finanziert hat. Die Auseinandersetzungen unter den Direktoren verstärkten die bereits bestehenden

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FPÖ behauptet AUA wäre zum „Billigflieger“ umgebaut worden

Kurz nach der Veröffentlichung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs in Sachen Austrian-Airlines-Staatshilfe übt die Oppositionspartei heftige Kritik am Unternehmen und deren Konzernmutter Lufthansa. Man wirft vor, dass die AUA in einen Billigflieger umgebaut worden wäre. „Auch wenn die Coronahilfen nun für rechtmäßig erklärt wurden: Die Art und Weise, wie diese dilettantische schwarz-grüne Regierung bei der AUA-Rettung agiert hat, wirkt bis heute negativ nach. Die Regierung hat sich keinerlei Job- und Standortgarantien für die Hilfe geben lassen. Die Folgen sind verheerend: Die AUA hat seitdem auf Geheiß der Konzernmutter Lufthansa einen radikalen Sparkurs umsetzen müssen, hunderte Jobs wurden abgebaut. Und dafür durften die Steuerzahler auch noch brav blechen. Ursprünglich wollte sich das AUA-Management dafür auch noch fette Boni auszahlen lassen“, so Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker (FPÖ). „Die Mitarbeiter der AUA sind im Vergleich zu ihren Kollegen in Deutschland chronisch unterbezahlt. Immer wieder kam es in der Vergangenheit deshalb zu Betriebsversammlungen und Flugausfällen. Auch dieser Schaden geht auf die Kappe dieser Bundesregierung, die es verabsäumt hat, im Gegenzug für die Staatshilfen eine Beteiligung an der AUA samt Sitz im Aufsichtsrat zu verlangen. Die deutsche Regierung hat das sehr wohl getan“. Die AUA wäre von Lufthansa zum Billigflieger umgebaut worden.

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Günstig in den Sommerurlaub: Airlines hauen Last-Minute-Schnäppchen raus

Mit dem Sommerurlaub in vollem Gange und den letzten deutschen Bundesländern, die in die Sommerferien starten, erreichen die Nachfrage nach Flugreisen und die Preise für Flüge ihren Höhepunkt. Trotz der Hochsaison gibt es für Spontanreisende immer noch Möglichkeiten, günstige Flüge zu finden. Die Reise-App Skyscanner hat aktuelle Daten veröffentlicht, die zeigen, welche Last-Minute-Ziele im August besonders preiswert sind und wie Reisende am besten von den Schnäppchen profitieren können. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die besten Reiseangebote und gibt wertvolle Tipps für diejenigen, die auf der Suche nach einem Sommerurlaub zu einem attraktiven Preis sind. Für Reisende, die im August noch kurzfristig buchen möchten, gibt es mehrere kostengünstige Flugrouten. Skyscanner hat die durchschnittlich günstigsten Strecken für Hin- und Rückflüge in der Economy-Class ermittelt: Besonders hervorzuheben ist der Preisrückgang auf der Strecke Frankfurt – New York, wo die Flüge im Vergleich zum Vormonat um 19 % günstiger geworden sind. Dies bietet eine hervorragende Gelegenheit für diejenigen, die sich eine Reise über den Atlantik leisten möchten. Last-Minute-Flüge unter 50 Euro Für besonders günstige Last-Minute-Angebote finden sich bei manchen Airlines einige Flugstrecken unter 50 Euro an. Diese Optionen sind ideal für spontane Reisende: Diese niedrigen Preise sind besonders attraktiv und bieten Reisenden die Möglichkeit, günstig in attraktive Destinationen zu reisen. Trend-Reiseziele im August In diesem August zeichnen sich einige weniger bekannte, aber aufstrebende Reiseziele durch einen Anstieg der Suchanfragen aus. Diese Ziele bieten nicht nur interessante Reiseerlebnisse, sondern oft auch geringere Kosten: Nador, eine Stadt im Nordosten Marokkos, bietet Reisenden eine authentische

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AUA: Ryanair will EuGH-Urteil „zur Kenntnis nehmen“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Montag, den 29. Juli 2024 mitgeteilt, dass man das Urteil es Europäischen Gerichtshofs, in dem die Freigabe der 150-Millionen-Euro-Staatshilfe für Austrian Airlines für rechtmäßig erkannt wurde, zur Kenntnis nimmt. Ein Rechtsmittel steht dem irischen Konzern ohnehin nicht mehr zu. „In anderen Fällen, in denen es um staatliche Corona-Hilfen ging, entschied das EU-Gericht, dass Beihilfen in Milliardenhöhe, die Lufthansa, Air France, KLM, SAS und bestimmte italienische Fluggesellschaften erhalten hatten, unrechtmäßig waren. Die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission hat die rechtswidrigen Beihilfen noch immer nicht zurückgefordert und auch keine Maßnahmen ergriffen, um den Schaden für den Wettbewerb zu beheben, der dadurch entstanden ist, dass die deutsche, französische, niederländische, schwedische, dänische und italienische Regierung unter Verstoß gegen das EU-Recht ihre heimischen Fluggesellschaften gegenüber anderen EU-Fluggesellschaften begünstigt haben“, so Ryanair in der entsprechenden Medienmitteilung.

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