Oktober 11, 2024

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Oktober 11, 2024

Streit um Flugzeuge: Swiss Re und weitere Versicherer in Milliardenklage

In einem bedeutenden Rechtsstreit müssen sich Swiss Re und über 20 weitere Versicherungsunternehmen vor einem Gericht in London verantworten. Der Fall dreht sich um die Kosten für Hunderte von Flugzeugen, die seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs in Russland festgesetzt sind. Die Eigentümer der betroffenen Flugzeuge fordern Schadenersatz in Höhe von mehr als drei Milliarden US-Dollar für Maschinen, die nicht mehr verfügbar sind. Die Folgen dieser rechtlichen Auseinandersetzung könnten die Luftfahrtindustrie und die Versicherungsbranche nachhaltig beeinflussen. Die Probleme für die internationalen Leasingfirmen begannen unmittelbar nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im März 2022. Laut der Luftfahrtberatung IBA befanden sich zu diesem Zeitpunkt 523 ausländische Flugzeuge in Russland, die von westlichen Leasinggesellschaften finanziert wurden. Die russischen Behörden reagierten auf die Sanktionen, indem sie die Flugzeuge ins nationale Register umschrieben und den Zugang der Eigentümer zu diesen Maschinen unterbanden. Dies betrifft vor allem die Fluggesellschaften S7 Airlines und Aeroflot, die zusammen Hunderte von westlichen Flugzeugen in ihrer Flotte haben. Die rechtlichen Implikationen sind komplex: Die Leasingfirmen argumentieren, dass sie für die nicht rückholbaren Maschinen einen versicherten Verlust erlitten haben. Besonders der irische Leasingriese AerCap hat in diesem Kontext bereits einen Gesamtschaden von 3,5 Milliarden US-Dollar für 135 nach Russland vermietete Flugzeuge geltend gemacht. In Anbetracht der enormen Werte, die hier auf dem Spiel stehen, ist es nicht verwunderlich, dass die Klage eine hohe Aufmerksamkeit in der Branche erregt. Der Streit vor Gericht Der Prozess, der vor dem High Court in London eröffnet wurde, behandelt zentrale Fragen bezüglich der Entschädigung für die beschlagnahmten

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T’Way Air nimmt Flugverbindung zwischen Frankfurt und Seoul auf

Die südkoreanische Fluggesellschaft T’Way Air hat am 3. Oktober 2024 ihre erste Direktverbindung zwischen Frankfurt am Main und dem Incheon International Airport in Seoul gestartet. Die Passagierabfertigung am Frankfurter Flughafen übernimmt die AHS Aviation Handling Services GmbH. Der Flug wird zunächst dreimal wöchentlich durchgeführt, dienstags, donnerstags und samstags. Ab November 2024 wird ein zusätzlicher Flugtag hinzukommen. T’Way Air nutzt für die Verbindung einen Airbus A330 mit 246 Sitzplätzen und bedient am Frankfurter Terminal 2. Die Airline fliegt neben Frankfurt auch europäische Ziele wie Paris, Rom, Barcelona und Zagreb an. Die AHS, gegründet 1951, ist der führende Anbieter von Passagierabfertigungsdiensten in Deutschland und betreut über 130 Fluggesellschaften an acht deutschen Flughäfen.

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Kontroverse um SAF: David Neeleman stellt sich gegen die IATA-Position

Auf dem diesjährigen World Aviation Festival in Amsterdam sorgte David Neeleman, der lautstarke CEO von Breeze Airways, für Aufsehen, als er sich im kontroversen Austausch mit IATA-CEO Willie Walsh vehement gegen die Verwendung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) aussprach. In einer Zeit, in der viele Fluggesellschaften bestrebt sind, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu verringern, stellt Neelemans Haltung eine provokante Herausforderung für die Luftfahrtindustrie dar. Sein Ansatz wirft Fragen über die Wirksamkeit und die langfristige Machbarkeit von SAF auf, das als Schlüssel zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs gilt. SAF als zentrale Herausforderung Sustainable Aviation Fuel, ein kraftstoffbasierter Ansatz zur Reduktion von CO2-Emissionen in der Luftfahrt, wird derzeit als eine der vielversprechendsten Lösungen angesehen, um die Branche umweltfreundlicher zu gestalten. SAF wird aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt und hat das Potenzial, den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin erheblich zu senken. Dennoch hält Neeleman diese Lösung für ineffizient und nicht nachhaltig. Er argumentiert, dass der Luftfahrtsektor einen enormen Dieselkraftstoffverbrauch aufweist, was bedeutet, dass eine Umstellung auf SAF unweigerlich zu steigenden Ticketpreisen führen würde, was wiederum die Nachfrage nach Flugreisen verringern könnte. „Wenn wir alle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umstellen würden, müssten die Raffinerien ihre Tätigkeit einstellen, was die Menge an vorhandenem Dieselkraftstoff einschränken würde“, erklärt Neeleman. Diese Sichtweise spiegelt eine tiefere Skepsis gegenüber SAF wider, die über die technischen Herausforderungen hinausgeht. Er sieht in der Abhängigkeit von SAF nicht nur eine Gefahr für die Erschwinglichkeit des Flugverkehrs, sondern auch für die Arbeitsplätze in der Branche, da weniger Menschen bereit wären zu fliegen, wenn die Ticketpreise steigen. Alternative

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SkyUp erreicht herausragendes SAFA-Sicherheitsrating

Die ukrainische Fluggesellschaft SkyUp hat im Oktober 2024 ein herausragendes SAFA-Rating (Safety Assessment of Foreign Aircraft) von 0,21 erreicht, was auf ein hohes Maß an Flugsicherheit hinweist. Dies belegt, dass die Airline alle internationalen Sicherheitsstandards erfüllt, wie sie von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) im Rahmen des SAFA-Programms geprüft werden. Von Oktober 2023 bis Oktober 2024 unterzog sich SkyUp mehr als 20 erfolgreichen Inspektionen in der EU und anderen Teilnehmerländern. SkyUp, bekannt für ihre Charter- und ACMI-Dienstleistungen, setzt laut Qualitätsdirektor Anton Koval auf moderne Technologien und bewährte Praktiken, um globale Sicherheitsstandards zu erfüllen. Das hohe Sicherheitsniveau und die kontinuierliche Überwachung machen SkyUp zu einem vertrauenswürdigen Partner für internationale Geschäftspartner. Koval betonte, dass das Unternehmen weiterhin an der Optimierung seiner Prozesse arbeiten werde, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Flotte zu gewährleisten.

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FTI-Pleite: Mehr als 200.000 Pauschalreisen storniert – Entschädigungsanträge laufen schleppend

Im Frühsommer 2024 erlebte die deutsche Reisebranche einen Schock, als der drittgrößte Reiseveranstalter FTI Insolvenz anmeldete und somit mehr als 215.000 Pauschalreisen betroffen waren. Die Pleite führte zu einem massiven Rückgang des Vertrauens in die Branche und ließ viele Reisende ratlos zurück. Während bereits über zehn Millionen Euro an Entschädigungen durch den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) ausgezahlt wurden, haben viele der Anspruchsberechtigten bisher keinen Erstattungsantrag gestellt. Diese Situation wirft nicht nur Fragen zur Effizienz des Entschädigungsprozesses auf, sondern auch zur Informationspolitik des DRSF und der Reiseveranstalter. Insolvenz des Reiseveranstalters FTI Die Insolvenz des FTI-Reiseveranstalters war ein unvorhergesehenes Ereignis, das auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen ist, darunter die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Reisebranche, steigende Betriebskosten und sinkende Buchungszahlen. Mit der Pleite verloren viele Reisende ihre bereits gebuchten Reisen und damit auch ihre Investitionen. FTI hatte im Jahr 2023 noch über 2,5 Millionen Kunden bedient, was die Tragweite der Insolvenz unterstreicht. Entschädigungsprozess über den DRSF Um die betroffenen Reisenden zu unterstützen, sprang der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) ein, der als Schutzmechanismus für bereits geleistete Zahlungen bei Insolvenz eines Reiseveranstalters dient. Seit dem Start des Erstattungsprozesses am 8. August 2024 haben bereits über 125.000 Anträge bei dem Fonds Eingang gefunden. Der DRSF teilte mit, dass bisher über zehn Millionen Euro an Entschädigungen ausgezahlt wurden und ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag insgesamt an die betroffenen Kunden erstattet werden soll. „Wir sehen, dass ein beträchtlicher Teil der kontaktierten Verbraucher mit der Bearbeitung ihres Erstattungsantrags entweder noch gar nicht begonnen hat oder zwar begonnen, aber nicht

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Wien Tourismus erweitert digitale App mit jüdischem Stadtführer

Pünktlich zum höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, am 12. Oktober 2024, erweitert der WienTourismus die City-Guide-App „ivie“ um einen neuen interaktiven Rundgang namens „Jüdisches Wien Guide“. Mit diesem digitalen Stadtführer können sowohl Bewohner als auch Touristen die reiche jüdische Geschichte und das zeitgenössische jüdische Leben der Stadt erkunden. Der Rundgang führt zu 13 bedeutsamen Orten, darunter das Jüdische Museum Wien, der Judenplatz, die ursprüngliche Grabstätte von Theodor Herzl sowie der Alte Israelitische Friedhof am Zentralfriedhof. Der Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke betont die besondere Verbindung Wiens zur jüdischen Geschichte und deren Bedeutung für die Identität der Stadt. Der digitale Guide ist ein weiterer Schritt, das kulturelle Erbe des Judentums zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die preisgekrönte „ivie“-App, die bereits über 1,3 Millionen Downloads verzeichnet, steht kostenlos in Deutsch und Englisch zur Verfügung.

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Swiss erweitert Menüauswahl in der Business Class auf Kurzstreckenflügen

Swiss International Air Lines bietet ihren Business-Class-Passagieren ab sofort die Möglichkeit, auch auf Kurzstreckenflügen zwischen verschiedenen Hauptgerichten vorab auszuwählen. Dieses kostenlose Angebot namens „Pre-Select“ ermöglicht es Reisenden, auf Flügen ab und nach Zürich, die länger als eine Stunde dauern und nach 10 Uhr starten, aus einer Auswahl von sechs kalten oder sieben warmen Gerichten zu wählen. Das Menü wechselt alle drei Monate und umfasst Speisen aus dem „Swiss Taste of Switzerland“-Programm, das bisher nur auf Langstreckenflügen angeboten wurde. Mit dieser Neuerung möchte Swiss nicht nur die Auswahl für die Passagiere erweitern, sondern auch die Planbarkeit optimieren und so Lebensmittelabfälle reduzieren.

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Reisetrends 2025: Gemeinschaftliche Erlebnisse und nachhaltige Entscheidungen im Fokus

Im Jahr 2025 suchen Reisende verstärkt nach Möglichkeiten, die menschliche Verbindung zu fördern und gleichzeitig unvergessliche Erlebnisse zu sammeln. Laut dem aktuellen Reisetrends-Report von Skyscanner zeigen sich die Urlauber in Deutschland auf der Suche nach Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ob bei Sportevents, beeindruckenden Kunstausstellungen oder Gaming-Urlauben – immer mehr Menschen streben nach Erlebnissen, die das Zusammensein mit Gleichgesinnten betonen. Der Report, der auf den Daten von über 18.000 Reisenden sowie umfangreichen Brancheneinblicken basiert, zeigt nicht nur die angesagtesten Reiseziele, sondern auch die Veränderungen im Verhalten und den Vorlieben der Reisenden. Beliebte Reiseziele: Abseits der Massen Eine zentrale Erkenntnis des Reports ist der steigende Trend zu alternativen Reiseziele. Immer mehr deutsche Reisende möchten die ausgetretenen Pfade verlassen und kleinere, weniger bekannte Orte entdecken. Angeführt wird die Liste der am stärksten nachgefragten Destinationen von Reggio Calabria in Italien, das einen Anstieg der Suchanfragen um beeindruckende 747 Prozent verzeichnet. Die Region punktet mit ihren traumhaften Stränden, einer reichen Kultur und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch Essaouira in Marokko erfreut sich wachsender Beliebtheit (+724 %). Die Hafenstadt besticht durch frischen Fisch, Surf-Möglichkeiten und eine charmante Altstadt, die zum Verweilen einlädt. Siem Reap in Kambodscha (+294 %) wird ebenfalls immer attraktiver, vor allem aufgrund der Nähe zu den weltberühmten Ruinen von Angkor Wat. Die Analyse zeigt einen klaren Trend zu weniger frequentierten Orten, was den Reisenden die Möglichkeit gibt, authentische Erlebnisse abseits der Touristenmassen zu sammeln. Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus Obwohl die Lust zu reisen ungebrochen ist, bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis für Urlauber ein entscheidender Faktor. Laut

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Große Notfallübung am Flughafen Innsbruck

Am Samstag, den 12. Oktober 2024, wird am Flughafen Innsbruck eine umfassende Notfallübung mit rund 200 Beteiligten durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Innsbruck und weiteren Einsatzorganisationen soll die Übung die Abläufe nach einem simulierten Flugnotfall testen. Geprobt werden die Versorgung von Passagieren, Angehörigen und Crewmitgliedern sowie die Arbeit im Krisenstab und die Kommunikation mit Behörden und Rettungskräften. Die Übung, die ausschließlich im Flughafengebäude stattfindet, beginnt um 14:45 Uhr und soll gegen 17:45 Uhr enden. Derartige Übungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass im Ernstfall alle beteiligten Organisationen reibungslos zusammenarbeiten und die Prozesse effizient ablaufen. Für den Flughafen Innsbruck ist dies Teil des regelmäßigen Krisenmanagements, das nach internationalen Standards durchgeführt wird.

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Urteil gegen Qantas: 100 Millionen Dollar Strafe für Irreführung der Kunden

In einem wegweisenden Urteil hat das australische Bundesgericht die Fluggesellschaft Qantas zu einer Strafe von 100 Millionen Dollar verurteilt. Der Grund: Qantas hat Kunden in die Irre geführt, indem sie weiterhin Tickets für gestrichene Flüge, auch bekannt als „Geisterflüge“, verkauft hat, ohne die betroffenen Passagiere rechtzeitig zu informieren. Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) verkündete am 8. Oktober 2024 die Strafe und betonte die Bedeutung dieses Urteils für den Schutz der Verbraucherrechte in Australien. Irreführende Praktiken und die Folgen Die Vorwürfe gegen Qantas sind schwerwiegend. Zwischen Mai 2022 und Mai 2024 gab die Airline falsche oder irreführende Informationen über Flüge heraus und verkaufte weiterhin Tickets für Strecken, die bereits annulliert worden waren. Insgesamt waren mehr als 86.000 Kunden von 70.543 Flügen betroffen. Die Ticketverkäufe für diese gestrichenen Flüge waren durchschnittlich noch 11 Tage nach der Streichung möglich; in einigen Fällen sogar bis zu 62 Tage danach. Diese Praktiken verletzen das australische Verbraucherrecht (ACL) und werfen ein schlechtes Licht auf das Management und die Compliance-Standards der Fluggesellschaft. Die Vorsitzende der ACCC, Gina Cass-Gottlieb, äußerte sich zu der Strafe: „Dies ist eine beträchtliche Strafe, die ein starkes Signal an alle Unternehmen, ob groß oder klein, setzt, dass sie mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie ihre Kunden in die Irre führen.“ Die finanziellen Konsequenzen sind jedoch nur ein Teil des Problems. Qantas ist nicht nur mit einer Geldstrafe konfrontiert, sondern muss auch rund 20 Millionen Dollar an Kunden erstatten, die entweder für einen annullierten Flug gebucht hatten oder auf einen bereits stornierten

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