November 10, 2024

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November 10, 2024

Starker Quartalsgewinn bei IAG: Das Erfolgsrezept des British-Airways-Eigentümers

Die International Airlines Group (IAG), zu der bekannte Fluggesellschaften wie British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus gehören, hat im dritten Quartal 2024 einen kräftigen Anstieg des Quartalsgewinns verzeichnet. Der Betriebsgewinn stieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese positiven Ergebnisse unterstreichen die starke Nachfrage im Luftverkehr, besonders auf den wichtigen transatlantischen Strecken, und werfen einen optimistischen Blick auf die zukünftige Entwicklung der Luftfahrtindustrie. Erfolgreiche Bilanz dank hoher Nachfrage und effizienter Kostenkontrolle Im dritten Quartal erzielte IAG einen Betriebsgewinn von zwei Milliarden Euro, was über der Konsensprognose von 1,78 Milliarden Euro lag. Diese Zahlen spiegeln die starke Nachfrage wider, die alle Fluggesellschaften innerhalb der IAG-Gruppe erfahren haben, insbesondere auf den Transatlantikstrecken, die traditionell zu den lukrativsten gehören. Besonders die Strecken zwischen London und den USA waren stark ausgelastet, was zu einer Erhöhung der Kapazität auf diesen Nordatlantikrouten um vier Prozent führte. Auch auf den Südatlantikstrecken konnte die Gruppe ihr Angebot ausweiten. IAG-CEO Luis Gallego betonte, dass die Nachfrage in allen wichtigen Märkten des Unternehmens, insbesondere auf den transatlantischen und innereuropäischen Strecken, weiterhin hoch sei. Für das Gesamtjahr rechnet IAG mit einem Betriebsgewinn von etwa 3,7 Milliarden Euro, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellt, als der Gewinn bei 3,5 Milliarden Euro lag. Ein weiterer positiver Aspekt war das deutliche Wachstum im Cargo-Bereich. Der Umsatz aus dem Frachtgeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und trug maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. In Kombination mit höheren Ticketpreisen, niedrigeren Treibstoffkosten sowie einem starken Fokus auf Effizienz

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American Airlines: Neue Richtlinien zur Passagierentfernung nach Beschwerden über diskriminierendes Verhalten

Die Fluggesellschaft American Airlines hat kürzlich ihre internen Richtlinien überarbeitet, die regeln, wann Flugbegleiter Passagiere auffordern können, das Flugzeug zu verlassen. Diese Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund eines Anstiegs von Beschwerden gegen Fluggesellschaften, die diskriminierendes Verhalten betreffen. Insbesondere nach der Pandemie haben Berichte über Konflikte zwischen Flugbegleitern und Passagieren zugenommen, was die Notwendigkeit verstärkter Richtlinien verdeutlicht. Die neue Politik soll sicherstellen, dass solche Vorfälle mit Bedacht und nur unter klar definierten Bedingungen behandelt werden, wobei Sicherheitsbedenken an erster Stelle stehen. Die Entwicklung der Richtlinien In den letzten Jahren häuften sich Berichte über aggressive Vorfälle zwischen Passagieren und Kabinenpersonal. Viele dieser Vorfälle, bei denen Passagiere das Flugzeug verlassen mussten, wurden von der Öffentlichkeit kritisch hinterfragt. Oft schien es, als hätten solche Eskalationen durch eine andere Handhabung entschärft werden können. American Airlines reagierte auf diese Bedenken mit einer Überarbeitung ihrer internen Vorschriften. Die Fluggesellschaft stellte nun klar, dass Passagiere nur dann aufgefordert werden dürfen, das Flugzeug zu verlassen, wenn ein tatsächliches Sicherheitsproblem vorliegt. Dies bedeutet, dass Flugbegleiter bei einem nicht sicherheitsrelevanten Problem versuchen sollen, die Situation so zu deeskalieren, dass der Fluggast nicht entfernt werden muss. Nur wenn ein solches Problem von einem Kunden zur Sprache gebracht wird, soll das Kabinenpersonal darauf reagieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Flugkapitän auch weiterhin das letzte Wort hat, wenn die Situation eskaliert und eine endgültige Entscheidung getroffen werden muss. Der Vorfall mit den Passagieren aus Phoenix Die Notwendigkeit für diese Anpassungen wurde besonders deutlich durch einen Vorfall im Januar 2024. Damals wurden acht

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Frankfurter Flughafen setzt auf Frachtwachstum

Der Frankfurter Flughafen ist nicht nur das größte Luftdrehkreuz in Deutschland, sondern auch einer der wichtigsten Umschlagplätze für Fracht in Europa. Während der Passagierverkehr, bedingt durch verschiedene Herausforderungen, noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau ist, bleibt der Frachtbereich ein stabiler Wachstumsfaktor für den Flughafen. In einer Zeit, in der die Nachfrage nach Frachtkapazitäten steigt, setzt der Betreiber Fraport auf langfristige Expansion und Investitionen, um die Spitzenposition im europäischen Frachtmarkt zu sichern. Obwohl der Passagierverkehr auf den Flughäfen weltweit noch immer mit den Folgen der Pandemie und weiteren geopolitischen Herausforderungen kämpft, ist der Frachtverkehr in Frankfurt eine positive Ausnahme. Laut den jüngsten Angaben des Flughafenbetreibers Fraport liegt der umgeschlagene Frachtverkehr im Jahr 2024 etwa sieben Prozent über dem Vorjahresniveau. Dies stellt einen wichtigen Aspekt der Geschäftsentwicklung dar, insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen im Passagiergeschäft. Frankfurt bleibt nach wie vor das führende europäische Fracht-Drehkreuz, und der Flughafenbetreiber Fraport erwartet für 2024 einen Umschlag zwischen 2,1 und 2,2 Millionen Tonnen. Dies liegt nur knapp unter dem Rekordniveau von 2,3 Millionen Tonnen, das im Jahr 2021 erreicht wurde – einer Zeit, die durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Sonderkonjunkturen im Frachtverkehr geprägt war. Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zeigt sich der Frankfurter Flughafen also robust und gut positioniert. Langfristige Wachstumsziele: 3 Millionen Tonnen als mittelfristiges Ziel Fraport setzt auf weiteres Wachstum im Frachtbereich und hat klare Ziele für die Zukunft. Langfristig strebt der Flughafen einen jährlichen Umschlag von 3 Millionen Tonnen an. Dies ist eine ambitionierte Zahl, die das enorme Potenzial des

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Air Astana: Der erste 12-Jahres-C-Check in Kasachstan

Air Astana hat einen bedeutenden Meilenstein in der kasachischen Luftfahrttechnik erreicht: Die Fluggesellschaft hat erfolgreich den ersten 12-Jahres-C-Check in Kasachstan durchgeführt. Dieser komplexe Wartungsprozess, der für Flugzeuge alle zwölf Jahre erforderlich ist, fand an einem Airbus A321 statt und wurde in den eigenen MRO (Maintenance, Repair and Overhaul)-Einrichtungen der Airline am internationalen Flughafen Nursultan Nasarbajew (NQZ) in der kasachischen Hauptstadt durchgeführt. Dieser Schritt unterstreicht die zunehmende technologische Kompetenz von Air Astana und setzt ein starkes Zeichen für die Luftfahrtindustrie in der Region. Was ist ein 12-Jahres-C-Check? Der 12-Jahres-C-Check stellt eine der höchsten und gründlichsten Wartungsstufen für Flugzeuge dar. Während dieses umfassenden Verfahrens wird jedes einzelne Teil des Flugzeugs einer detaillierten Untersuchung unterzogen. Das Flugzeug wird dabei systematisch zerlegt, alle wichtigen Komponenten werden überprüft, getestet und, falls erforderlich, ersetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Triebwerken, die aus ihren Halterungen entfernt und genauestens geprüft werden. Dieser Vorgang endet mit einem Flugtest, bei dem das Flugzeug unter realen Bedingungen getestet wird, um sicherzustellen, dass alle Systeme und Funktionen ordnungsgemäß funktionieren. C-Checks sind entscheidend für die Lufttüchtigkeit eines Flugzeugs und garantieren, dass es weiterhin sicher betrieben werden kann. Eine schrittweise Entwicklung Die Genehmigung von Air Astana, den 12-Jahres-C-Check durchzuführen, kam nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses, bei dem die Fluggesellschaft ihre internen Wartungskapazitäten kontinuierlich ausbaute. Bereits im Jahr 2019 erhielt Air Astana die Genehmigung für die Durchführung von 1C-Checks, eine einfachere Wartungsstufe. Zwei Jahre später folgten 2C-Checks, und 2023 schließlich auch die Genehmigung für die anspruchsvolleren 6-Jahres-C-Checks. Mit der

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Omio-Report „NowNext 2024“: Neue Trends und die Zukunft des Reisens

Die Reiseindustrie verändert sich kontinuierlich, und mit den raschen Entwicklungen in Technologie, Gesellschaft und Konsumverhalten ist es entscheidend, auf die Trends zu achten, die die Reisegewohnheiten der Zukunft prägen. Die globale Reisebuchungsplattform Omio hat nun ihren ersten Jahresbericht „NowNext“ veröffentlicht, der einen umfassenden Überblick über die Trends und Faktoren gibt, die das Reisen im Jahr 2024 und darüber hinaus bestimmen. In Zusammenarbeit mit dem renommierten Forschungsinstitut Ripple Effect wurde eine umfassende Umfrage unter Reisenden aus Europa und den USA durchgeführt. Die Ergebnisse des Reports zeigen spannende Entwicklungen und veränderte Bedürfnisse der Reisenden, die in den kommenden Jahren die Buchungsentscheidungen beeinflussen werden. Anstieg der Städtereisen und Alleinreisender Ein bemerkenswerter Trend, der im „NowNext 2024“-Report hervorgehoben wird, ist die Renaissance der Städtereisen. In den vergangenen Jahren erlebten abgelegene Destinationen eine größere Beliebtheit, doch nun kehren Reisende zunehmend zu den klassischen Großstädten zurück. Rund 60 Prozent der befragten Reisenden gaben an, dass sie im Jahr 2025 Großstädte besuchen wollen. Kulturelle Hauptstädte wie Paris, London und Rom stehen dabei besonders hoch im Kurs. Interessanterweise ist es nicht nur das klassische Sightseeing, das die Reisenden in die Städte zieht, sondern auch der Wunsch nach kulinarischen Erlebnissen, kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten und Sportereignissen. Die Städtereise erlebt damit eine bemerkenswerte Wiederbelebung und wird als eine der beliebtesten Reisearten der kommenden Jahre angesehen. Ein weiterer bemerkenswerter Trend betrifft die steigende Zahl der Alleinreisenden, insbesondere von Männern. Alleinreisen waren bislang vor allem bei Frauen populär, doch der Report zeigt, dass auch immer mehr Männer den Wunsch verspüren, alleine zu

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Air-Astana-CFO: „Kostenstruktur um 30 Prozent unter jener von Turkish Airlines“

Mit zwei Maschinen ist Air Astana im Jahr 2002 als neue Fluggesellschaft mit privaten Eigentümern an den Start gegangen. Zwischenzeitlich expandierte man auf 57 Jets, die sich wie folgt verteilen: 34 Flugzeuge werden unter der Marke Air Astana betrieben und 23 von der Tochtergesellschaft Fly Arystan, die im Lowcost-Segment angesiedelt ist. Das zuletzt genannte Unternehmen war zunächst eine reine Vertriebsmarke, denn alle Maschinen wurden von Air Astana betrieben. Das änderte sich in diesem Jahr, denn Fly Arystan verfügt zwischenzeitlich über eigene Zertifikate, so dass aus dem einstigen Brand eine vollwertige Airline geworden ist. Full-Service-Carrier und Billigflieger in der Firmengruppe Das hat laut Ibrahim Canliel, Finanzchef der Air Astana Group, auch seinen guten Grund, denn seiner Ansicht nach müssen Full-Service-Carrier und Billigfluggesellschaften vollständig anders durchdacht und geführt werden. Die beiden Airlines arbeiten zwar eng zusammen, jedoch nicht überall. Air Astana ist als klassische Netzwerk-Fluggesellschaft, die mit umfangreichem Service punkten soll, positioniert. Fly Arystan hingegen ist eine Point-to-Point-Airline, bei der die inkludierten Leistungen aufs Wesentliche reduziert sind und viele Services aufpreispflichtig sind. Überschneidungen und damit firmeninterne Konkurrenz gibt es nur selten. Air Astana konzentriert sich auf die Drehkreuze Almaty und Astana, die laut Canliel ungefähr ausgewogen positioniert sind. Die Verteilung der Kapazität wäre in etwa 50 zu 50 Prozent, mal da, mal dort ein bisschen mehr oder weniger. Fly Arystan hat auch auf anderen kasachischen Airports Maschinen stationiert. Aufgrund der Größe des Landes versucht man mit der Lowcost-Marke auch stark im Inlandsgeschäft mitzumischen. Weiters gibt es einige internationale Point-to-Point-Strecken. Froh ist Ibrahim

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