
KKK-Messe Wels: Wahrliche Kunstwerke in Tortenform
Im oberösterreichischen Wels geht derzeit ein Messe-Trio, das ganz im Zeichen von Kuchen, Kaffee und Kreativität steht, über die Bühne. Liebhaber von Mehlspeisen kommen hier auf ihre Kosten, jedoch gibt es auch das eine oder andere zu bemängeln, das besonders für Besucher, die nicht aus der Region stammen, ein Ärgernis ist. Wer mit dem Auto zur Welser Messe anreist, ist freilich nicht vom fragwürdigen Öffi-Konzept der oberösterreichischen Stadt betroffen. Es ist gar nicht so einfach mit den Bussen, die den Löwenanteil des ÖPNV-Nahverkehrs bewerkstelligen, zum Messezentrum zu gelangen. Es gibt schlichtweg keine Haltestelle direkt bei der Veranstaltungsstätte, was besonders unter dem Aspekt, dass sich der eine oder andere österreichische Politiker mit Umwelt- und Klimaschutz rühmt, nicht gerade zeitgemäß ist. Auch fehlt in den Fahrzeugen bzw. Aushangfahrplänen jeglicher Hinweis darauf, dass sich das Messezentrum etwa fünf bis zehn Minuten zu Fuß entfernt befindet. Zwar gibt es mit der Almtalbahn eine umsteigefreie Bahnverbindung zwischen dem Welser Hauptbahnhof und der Messe Wels, jedoch bedienen die Österreichischen Bundesbahnen diese Strecke nicht gerade hochfrequent. Die Taktung ist so gering, dass mitunter zwei Stunden und länger auf den Regionalzug gewartet werden muss. Somit kann das Ausweichen auf die Linienbusse notwendig werden, jedoch ist zu berücksichtigen, dass einige Minute Gehzeit ab den nähest gelegenen Haltestellen einkalkuliert werden müssen. Eigentlich wäre es eine Kleinigkeit während der Veranstaltungen Sonderstopps auf bestehenden Routen einzurichten oder aber Shuttlebusse ab dem Hauptbahnhof bereitzustellen. Insbesondere im Hinblick darauf, dass das Welser Messezentrum für österreichische Verhältnisse nicht gerade klein ist, wäre dies durchaus angebracht.








