
„Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“: Theaterstück als Spiegel der Gesellschaft
Mit der Hommage „Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“ gelingt Bernhard Dechant und Sophie Resch ein provokatives und tiefgründiges Theaterstück, das nicht nur als Würdigung des Künstlers Oskar Werner, sondern auch als scharfsinnige Analyse der österreichischen Kultur funktioniert. Die Inszenierung, aufgeführt im Odeon im Lokal „Spitzer“, ist aktuell für den renommierten Nestroy-Preis nominiert und bietet den Zuschauern einen unverblümten Blick auf die gesellschaftliche Rolle von Alkohol. Eine Hommage, die entgleist – und zum Nachdenken anregt Das Stück basiert auf einer zehnjährigen künstlerischen Auseinandersetzung Dechants mit dem Erbe Werners. Es verbindet Zitate aus Interviews, Video- und Audioaufnahmen des legendären Schauspielers mit autobiographischen Elementen des Regisseurs. Unterstützt wird das intensive Monodrama durch die musikalischen Klänge von Stefan Sterzinger am Akkordeon. Das Stück zeichnet sich durch eine kühne Erzählweise aus, die die Grenze zwischen Hommage und scharfer Gesellschaftskritik verschwimmen lässt. „Ich durfte am Tisch der Götter sitzen“, ein bekanntes Zitat Werners, wird zum Leitmotiv der Inszenierung. Es spiegelt nicht nur die Überhöhung des Künstlers wider, sondern auch den schmalen Grat zwischen Genialität und Selbstzerstörung. Das Stück fordert das Publikum heraus, sich mit der Volksdroge Alkohol auseinanderzusetzen, die in Österreich tief verwurzelt ist und sowohl gesellschaftlich akzeptiert als auch oft ignoriert wird. Ein Stück mit sozialem Engagement Neben der künstlerischen Ebene betont die Inszenierung auch eine sozialkritische Perspektive. Die freiwilligen Spenden, die anstelle von Eintrittsgeldern erbeten werden, fließen in Projekte zur Unterstützung suchtkranker Menschen und ihrer Familien. Dies unterstreicht den gesellschaftlichen Anspruch des Stückes und die Relevanz des behandelten Themas. Bernhard Dechants Darbietung








